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    • Tumblr-User im Blickpunkt: Michael von Berlin in den 90ern
Heute möchten wir euch Michael Lange vorstellen, der in Niedersachsen aufgewachsen ist und 1994 nach Berlin zog, um Publizistik- und Kommunikationswissenchaft zu studieren. In seinem Blog stellt er Fotografien aus, die er hauptsächlich zwischen 1991 und 2002 in den östlichen Teilen Berlins geschossen hat. Viele dieser Orte sind inzwischen verschwunden oder nur noch ansatzweise erkennbar, was diese Zeitreise in Bildern umso spannender macht. Heute arbeitet Michael als wissenschaftlicher Mitarbeiter, interessiert sich für Architektur und Städtebau, fotografiert und zeichnet Illustrationen.
Wie kam es eigentlich zu den Brachflächen im Osten Berlins? Gab es eine Art Massenflucht der Ostberliner nach der Wende?
Viele Brachen waren noch Kriegszerstörungen. Aber es wurde auch nach dem Krieg sehr viel abgerissen – auch in Westberlin. Nach der Wende standen dann zahllose Gebäude leer, weil die Betriebe nicht mehr konkurrenzfähig waren und schließen mussten. Etliche Leute sind in den Westen gegangen oder waren schon kurz vor dem Mauerfall geflohen. Deshalb gab es in Ostberlin plötzlich viele verlassene Wohnungen. Offenbar kam es gar nicht selten vor, dass Leute diese Wohnungen einfach geöffnet haben und eingezogen sind. 
In den beinahe verlassenen Bezirken passierten aufgrund der Ausnahmesituation viele spannende Sachen. Hast du damals nur fotografiert, oder warst du auch Teil irgendeiner Szene und hast diese Möglichkeiten quasi selbst mitgenutzt/mitgestaltet?
Nach meinem Umzug nach Berlin bin ich viel im Nachtleben unterwegs gewesen. Da es überall verwaiste Räume gab, entwickelte sich eine vielfältige Clubszene. Spannend fand ich, dass immer wieder neue kleine Clubs öffneten, meist improvisiert und temporär und mitten in der Stadt – also dort, wo heute Büros und Geschäfte sind. Viele Läden gab es zum Beispiel rund um den Hackeschen Markt. So etwas ist dort heute gar nicht mehr denkbar.
Hattest du damals schon das Gefühl, dass deine Fotos irgendwann einen historischen Wert haben würden und du sie in irgendeiner Form veröffentlichen würdest?
An eine Veröffentlichung habe ich überhaupt nicht gedacht. Aber als überall die Baustellen aus dem Boden schossen und immer mehr Häuser saniert wurden, war absehbar, dass sich das Gesicht der Stadt deutlich ändern würde. Die spezielle Übergangszeit wollte ich festhalten. Da ich mich sehr für Architektur interessiere, war ich auch neugierig auf das, was entstehen würde.
Wenn du dir Gesamtberlin damals und heute anguckst (in den westlichen Bezirken hat sich ja auch einiges verändert), welche Vorzüge hatte die Stadt damals und was gefällt dir heute besser?
Auf jeden Fall war das Jahrzehnt nach der Wende eine besondere Zeit des Übergangs und ist mit heute nur schwer vergleichbar. Das zerrüttete Stadtbild war sehr faszinierend, aber es macht keinen Sinn, dem nachzutrauern. Leider ist die Architektur der Nachwendezeit nicht sehr inspirierend und es mach keinen Spaß zu sehen, womit die Lücken gefüllt wurden. Auf den Straßen ging es für eine Stadt dieser Größe bemerkenswert ruhig zu, was seinen Charme hatte. Heute ist alles unglaublich viel belebter und internationaler, was ich durchaus als Gewinn betrachte. Rückblickend war die damalige Beschaulichkeit eher provinziell. Interessanterweise ist die Stadt immer noch sehr in Bewegung, was man ja gerade auch an der Renaissance des Westens beobachten kann. Gerade mit dem Berlin-Hype der letzten Jahre hat sich vieles verändert. Aber je mehr die Stadt boomt, desto mehr gehen auch die Nischen verloren und desto höher wird der kommerzielle Druck. Es wäre schön, wenn Berlin sich etwas vom Charakter des Unfertigen und Provisorischen bewahren könnte.
Foto:  Michael Lange

      Tumblr-User im Blickpunkt: Michael von Berlin in den 90ern

      Heute möchten wir euch Michael Lange vorstellen, der in Niedersachsen aufgewachsen ist und 1994 nach Berlin zog, um Publizistik- und Kommunikationswissenchaft zu studieren. In seinem Blog stellt er Fotografien aus, die er hauptsächlich zwischen 1991 und 2002 in den östlichen Teilen Berlins geschossen hat. Viele dieser Orte sind inzwischen verschwunden oder nur noch ansatzweise erkennbar, was diese Zeitreise in Bildern umso spannender macht. Heute arbeitet Michael als wissenschaftlicher Mitarbeiter, interessiert sich für Architektur und Städtebau, fotografiert und zeichnet Illustrationen.

      Wie kam es eigentlich zu den Brachflächen im Osten Berlins? Gab es eine Art Massenflucht der Ostberliner nach der Wende?

      Viele Brachen waren noch Kriegszerstörungen. Aber es wurde auch nach dem Krieg sehr viel abgerissen – auch in Westberlin. Nach der Wende standen dann zahllose Gebäude leer, weil die Betriebe nicht mehr konkurrenzfähig waren und schließen mussten. Etliche Leute sind in den Westen gegangen oder waren schon kurz vor dem Mauerfall geflohen. Deshalb gab es in Ostberlin plötzlich viele verlassene Wohnungen. Offenbar kam es gar nicht selten vor, dass Leute diese Wohnungen einfach geöffnet haben und eingezogen sind. 

      In den beinahe verlassenen Bezirken passierten aufgrund der Ausnahmesituation viele spannende Sachen. Hast du damals nur fotografiert, oder warst du auch Teil irgendeiner Szene und hast diese Möglichkeiten quasi selbst mitgenutzt/mitgestaltet?

      Nach meinem Umzug nach Berlin bin ich viel im Nachtleben unterwegs gewesen. Da es überall verwaiste Räume gab, entwickelte sich eine vielfältige Clubszene. Spannend fand ich, dass immer wieder neue kleine Clubs öffneten, meist improvisiert und temporär und mitten in der Stadt – also dort, wo heute Büros und Geschäfte sind. Viele Läden gab es zum Beispiel rund um den Hackeschen Markt. So etwas ist dort heute gar nicht mehr denkbar.

      Hattest du damals schon das Gefühl, dass deine Fotos irgendwann einen historischen Wert haben würden und du sie in irgendeiner Form veröffentlichen würdest?

      An eine Veröffentlichung habe ich überhaupt nicht gedacht. Aber als überall die Baustellen aus dem Boden schossen und immer mehr Häuser saniert wurden, war absehbar, dass sich das Gesicht der Stadt deutlich ändern würde. Die spezielle Übergangszeit wollte ich festhalten. Da ich mich sehr für Architektur interessiere, war ich auch neugierig auf das, was entstehen würde.

      Wenn du dir Gesamtberlin damals und heute anguckst (in den westlichen Bezirken hat sich ja auch einiges verändert), welche Vorzüge hatte die Stadt damals und was gefällt dir heute besser?

      Auf jeden Fall war das Jahrzehnt nach der Wende eine besondere Zeit des Übergangs und ist mit heute nur schwer vergleichbar. Das zerrüttete Stadtbild war sehr faszinierend, aber es macht keinen Sinn, dem nachzutrauern. Leider ist die Architektur der Nachwendezeit nicht sehr inspirierend und es mach keinen Spaß zu sehen, womit die Lücken gefüllt wurden. Auf den Straßen ging es für eine Stadt dieser Größe bemerkenswert ruhig zu, was seinen Charme hatte. Heute ist alles unglaublich viel belebter und internationaler, was ich durchaus als Gewinn betrachte. Rückblickend war die damalige Beschaulichkeit eher provinziell. Interessanterweise ist die Stadt immer noch sehr in Bewegung, was man ja gerade auch an der Renaissance des Westens beobachten kann. Gerade mit dem Berlin-Hype der letzten Jahre hat sich vieles verändert. Aber je mehr die Stadt boomt, desto mehr gehen auch die Nischen verloren und desto höher wird der kommerzielle Druck. Es wäre schön, wenn Berlin sich etwas vom Charakter des Unfertigen und Provisorischen bewahren könnte.

      Foto:  Michael Lange

    • Tumblr-Blog im Blickpunkt: RUN ZRH
Für unser heutiges Interview-Feature stand uns das Team vom noch recht jungen, aber schon sehr erfolgreichen Schweizer Modelabel RUN ZRH Rede und Antwort.
Wer steckt hinter eurem Label und wie seid ihr auf die Idee mit RUN ZRH gekommen? Den Schriftzug von RUN DMC sieht man ja in den letzten Jahren ständig in abgewandelter Form auf Shirts. Kommt ihr selbst aus der Hip-Hop-Ecke?
Hinter RUN ZRH steckt Samora Bazzarubusa (im Bild), in Zürich und der Schweiz besser bekannt als Rapper Samurai oder auch Sam Oibel von Oibel Troibel. Hier und in der übrigen Welt kennt man ihn auch als Künstler Oibel1. Zusammen mit einem Partner wurde das Label 2013 entworfen und gelaunched. Auch dieser hat mehr als zehn Jahre Geschichte in der Hip-Hop-Ecke hinter sich.  Die Idee hinter dem Label ist, den vielen aktiven Menschen, sei es aus dem Bereich Hip-Hop, Musik, Nightlife, Gastronomie oder Sport, einen gemeinsamen Nenner zu geben. Wir denken nicht in Schubladen und spreaden gerne love. Inspiriert wurden wir zu der Logoidee durch unsere vielen Reisen. 
Wer kauft eure Produkte hauptsächlich? Habt ihr noch andere Dinge außer Shirts im Angebot bzw. plant ihr weitere Artikel einzuführen?
Wir haben ein starkes Vertriebsnetz in der Stadt Zürich, du kannst unsere Shirts sowohl in der Bahnhofstrasse, „dem teuersten Pflaster in der ganzen Schweiz“, wie auch im Niederdorf kaufen. Dazu gibt es die Shirts natürlich auch online unter www.runzrh.ch oder bei www.urbanpeople.com .
Unsere Shirts werden sowohl von 14-jährigen wie auch von 50-jährigen gekauft und getragen, sei es von Bankern, Schülern,  Fabrikarbeitern oder auch DJs. Wie schon erwähnt, wir haben keine Scheuklappen und mögen diese auch nicht sonderlich. Klar kommen wir aus der Hip-Hop-Ecke, aber auch ein Banker kann für uns Hip-Hop sein, zumindest in der Schweiz… Wenn z. B. eine lokale Hardcore-Band wie Vale Tudo unser Shirt auf ihrer Tour in Marokko representet oder der Veranstalter des Future Sound Festivals , wo es um Electro & Bass-Line geht, in Zürich beim Event unser T-Shirt anhat, feiern wir das umso mehr. 
Trinidad James wurde übrigens auch schon im Shirt gesichtet und von keinem geringeren wie mistercap aka Wiz Khalifa fotografiert, welcher das Foto auch postete!
Neben den ersten beiden Frühjahrskollektionen mit T-Shirts und Tanktops und diversen Hoodies und Sweaters  für den Winter haben wir auch schon Kollabo-Shirts veröffentlicht, z. B.  mit der DJ-Agentur Gushi aus Zürich. In Zukunft wird es sicher noch einige neue Produkte geben.
Wenn ich zum ersten Mal nach Zürich komme, was sollte ich mir unbedingt ansehen? Und was sind deine Geheimtipps, die nicht unbedingt in jedem Reiseführer stehen?
Kein Geheimtipp ist sicher der Zürichsee. Uns gefällt die Aussicht vom Käferberg auf die Stadt, auch wenn in jedem Reiseführer fast nur vom Üetliberg geschrieben wird. Als Alternative zur den Bars in der Langstrasse, die in den letzten Jahren abends immer voller wird, gehen wir auch gerne im Dörfli z. B. ins Grande oder in die duDa Bar im Cabaret Voltaire.
Foto: RUN ZRH

      Tumblr-Blog im Blickpunkt: RUN ZRH

      Für unser heutiges Interview-Feature stand uns das Team vom noch recht jungen, aber schon sehr erfolgreichen Schweizer Modelabel RUN ZRH Rede und Antwort.

      Wer steckt hinter eurem Label und wie seid ihr auf die Idee mit RUN ZRH gekommen? Den Schriftzug von RUN DMC sieht man ja in den letzten Jahren ständig in abgewandelter Form auf Shirts. Kommt ihr selbst aus der Hip-Hop-Ecke?

      Hinter RUN ZRH steckt Samora Bazzarubusa (im Bild), in Zürich und der Schweiz besser bekannt als Rapper Samurai oder auch Sam Oibel von Oibel Troibel. Hier und in der übrigen Welt kennt man ihn auch als Künstler Oibel1.
      Zusammen mit einem Partner wurde das Label 2013 entworfen und gelaunched. Auch dieser hat mehr als zehn Jahre Geschichte in der Hip-Hop-Ecke hinter sich.
      Die Idee hinter dem Label ist, den vielen aktiven Menschen, sei es aus dem Bereich Hip-Hop, Musik, Nightlife, Gastronomie oder Sport, einen gemeinsamen Nenner zu geben. Wir denken nicht in Schubladen und spreaden gerne love. Inspiriert wurden wir zu der Logoidee durch unsere vielen Reisen. 

      Wer kauft eure Produkte hauptsächlich? Habt ihr noch andere Dinge außer Shirts im Angebot bzw. plant ihr weitere Artikel einzuführen?

      Wir haben ein starkes Vertriebsnetz in der Stadt Zürich, du kannst unsere Shirts sowohl in der Bahnhofstrasse, „dem teuersten Pflaster in der ganzen Schweiz“, wie auch im Niederdorf kaufen. Dazu gibt es die Shirts natürlich auch online unter www.runzrh.ch oder bei www.urbanpeople.com .

      Unsere Shirts werden sowohl von 14-jährigen wie auch von 50-jährigen gekauft und getragen, sei es von Bankern, Schülern,  Fabrikarbeitern oder auch DJs. Wie schon erwähnt, wir haben keine Scheuklappen und mögen diese auch nicht sonderlich. Klar kommen wir aus der Hip-Hop-Ecke, aber auch ein Banker kann für uns Hip-Hop sein, zumindest in der Schweiz… Wenn z. B. eine lokale Hardcore-Band wie Vale Tudo unser Shirt auf ihrer Tour in Marokko representet oder der Veranstalter des Future Sound Festivals , wo es um Electro & Bass-Line geht, in Zürich beim Event unser T-Shirt anhat, feiern wir das umso mehr.

      Trinidad James wurde übrigens auch schon im Shirt gesichtet und von keinem geringeren wie mistercap aka Wiz Khalifa fotografiert, welcher das Foto auch postete!

      Neben den ersten beiden Frühjahrskollektionen mit T-Shirts und Tanktops und diversen Hoodies und Sweaters  für den Winter haben wir auch schon Kollabo-Shirts veröffentlicht, z. B.  mit der DJ-Agentur Gushi aus Zürich. In Zukunft wird es sicher noch einige neue Produkte geben.

      Wenn ich zum ersten Mal nach Zürich komme, was sollte ich mir unbedingt ansehen? Und was sind deine Geheimtipps, die nicht unbedingt in jedem Reiseführer stehen?

      Kein Geheimtipp ist sicher der Zürichsee. Uns gefällt die Aussicht vom Käferberg auf die Stadt, auch wenn in jedem Reiseführer fast nur vom Üetliberg geschrieben wird. Als Alternative zur den Bars in der Langstrasse, die in den letzten Jahren abends immer voller wird, gehen wir auch gerne im Dörfli z. B. ins Grande oder in die duDa Bar im Cabaret Voltaire.

      Foto: RUN ZRH

    • Tumblr-Blog im Blickpunkt: U[ni]TV Frankfurt
Für unseren heutigen Interview-Beitrag haben wir Michael Stadtnik von UTV-Frankfurt befragt – dem Studierendenfernsehen der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Bild seht ihr übrigens seinen Kollegen Martin Brüggemann. 
Erzähl doch bitte ein bisschen was über die Frankfurter Uni. 
An der Goethe-Universität studieren momentan ca. 45.000 Studierende. Unsere Universität verteilt einige Fachbereiche über die gesamte Stadt. Am Campus Bockenheim (dem alten Hauptstandort) befinden sich noch Fächer wie Kunstgeschichte. Die Goethe-Universität zieht seit mehr als zehn Jahren nach und nach auf den neuen Campus Westend/ IG-Farben-Campus um. Dort befindet sich inzwischen ein Großteil der Fachbereiche, z. B. die Geistes-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften. Fachbereiche wie Biologie oder Chemie befinden sich im „hohen Norden“ von Frankfurt, auf dem Campus Riedberg. Manche Fächerkombinationen führen also durchaus dazu, dass man manchmal eine halbe Stunde durch Frankfurt tingeln muss, um seine Seminare zu besuchen.
Und wie ist das Mensa-Essen? :-)
So unterschiedlich die Campusse sind, so unterschiedlich ist sogar das Essen. Während einige das Essen in Bockenheim verschmähen, werden die Mensen am Riedberg und im Westend gelobt. Die Preise sind dort jedoch zu diesem Semester rasant gestiegen, wozu wir auch einen Beitrag gemacht haben.
Was ist an der Uni Frankfurt verbesserungswürdig? Welche Probleme gibt es aktuell?
Wie viele Universitäten muss die Goethe-Universität mit einer gestiegenen Anzahl von Studienanfängern klarkommen. Das resultiert meistens in überfüllten Vorlese- und Seminarräumen. Einige der neu gebauten Seminargebäude wurden zu klein geplant, da man aufgrund der Studiengebühren vor ein paar Jahren mit weniger Studierenden rechnete. Brisant ist jedoch, dass in den Fächern Soziologie und Erziehungswissenschaften schon immer die Seminarräume überfüllt waren und dies sich trotz Neubauten und weiterer Hilfsbauten nicht geändert hat. Zudem ist die Universität unterfinanziert, es fehlt an Lehrpersonal, manche Professuren sind nicht besetzt, obwohl man sie wegen des Andrangs an Studierenden dringend bräuchte.
Und nun zu UTV: Seit wann gibt es UTV Frankfurt? Wie viele Leute arbeiten daran? Was für Beiträge dreht ihr hauptsächlich und wo kann man sie sehen?
UTV Frankfurt wurde ursprünglich 1993 gegründet. Laut Aussage des Gründers Boris Kreuter war es das erste regelmäßig „sendende“ Studierendenfernsehen in Deutschland. UTV produzierte ab dem Wintersemester 1993 drei halbstündige Sendungen, die auf Monitoren in der Uni gezeigt wurden. Die Sendungen wurden leider in den Jahren 1999/2000 eingestellt.
Vor knapp zwei Jahren wurde dann von Studierenden das Projekt wiederbelebt. Zunächst gab es nur kleine Clips zu aktuellen Ereignissen, wie z. B. Demos. Eine Neuerung war die Einrichtung eines YouTube-Accounts zur Verbreitung. Eine richtige Sendung gab es dann erstmals wieder im August 2013, und seit dem Wintersemester 2013 konnten wir wieder drei halbstündige Sendungen auf die Beine stellen. Inzwischen sind wir eine Gruppe von ca. 20 Leuten. Die Themen umfassen Sport, Musik, Comedy oder Hochschulpolitik. Von Anfang an waren hochschulpolitische oder studentische Themen unser Steckenpferd. Da wir uns als Studierende übergangen fühlten und aus unserer Sicht einiges an der Uni schief lief, haben wir UTV wiederbelebt, um der Studierendenschaft eine Stimme zu geben. So wurden z. B. auch Skandale, wie eine Bibliothek, in die es reinregnete und in der Bücher zerstört wurden, von uns publik gemacht. Von Anfang an dabei war die Vorstellung von Sportarten, die man an der Uni machen kann (z. B. Kuriositäten wie Einradhockey), und wir stellen in jeder Sendung talentierte Musikerinnen und Musiker, die an der Uni studieren, vor. Auch unsere Comedy-Rubrik gibt es seit der ersten Folge, denn wir sind der Überzeugung, dass man einige Zustände an der Uni nur mit Galgenhumor ertragen kann, und andererseits kann Humor manch trockene Thematik besser rüberbringen als bierernste Reportagen.
Wird UTV irgendwie finanziert, oder macht ihr das im Grunde aus Spaß in eurer Freizeit?
Im Unterschied zu manch anderen Studierendenfernsehen an Hochschulen oder Universitäten ist UTV ein hundertprozentig unabhängiges Fernsehprojekt, das von Studierenden für Studierende gestaltet wird. Das U im Namen steht auch für „Unabhängig“.  Das heißt konkret, dass die Organisation und redaktionelle Arbeit allein von Studierenden erbracht wird. Finanziert wird das Projekt durch die Studierendenschaft, wir erhalten einen Projektetat vom AStA (dem Allgemeinen Studierendenausschuss, die „Regierung“ der studentischen Selbstverwaltung). Dieser Etat erlaubt es uns, das nötige Equipment zu beschaffen und auch in der redaktionellen Arbeit unabhängigen und kritischen Journalismus zu betreiben – Journalismus, der von den UTV-Mitgliedern ehrenamtlich betrieben wird.
Foto: Michael Stadnik

      Tumblr-Blog im Blickpunkt: U[ni]TV Frankfurt

      Für unseren heutigen Interview-Beitrag haben wir Michael Stadtnik von UTV-Frankfurt befragt – dem Studierendenfernsehen der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Bild seht ihr übrigens seinen Kollegen Martin Brüggemann. 

      Erzähl doch bitte ein bisschen was über die Frankfurter Uni. 

      An der Goethe-Universität studieren momentan ca. 45.000 Studierende. Unsere Universität verteilt einige Fachbereiche über die gesamte Stadt. Am Campus Bockenheim (dem alten Hauptstandort) befinden sich noch Fächer wie Kunstgeschichte. Die Goethe-Universität zieht seit mehr als zehn Jahren nach und nach auf den neuen Campus Westend/ IG-Farben-Campus um. Dort befindet sich inzwischen ein Großteil der Fachbereiche, z. B. die Geistes-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften.
      Fachbereiche wie Biologie oder Chemie befinden sich im „hohen Norden“ von Frankfurt, auf dem Campus Riedberg. Manche Fächerkombinationen führen also durchaus dazu, dass man manchmal eine halbe Stunde durch Frankfurt tingeln muss, um seine Seminare zu besuchen.

      Und wie ist das Mensa-Essen? :-)

      So unterschiedlich die Campusse sind, so unterschiedlich ist sogar das Essen. Während einige das Essen in Bockenheim verschmähen, werden die Mensen am Riedberg und im Westend gelobt. Die Preise sind dort jedoch zu diesem Semester rasant gestiegen, wozu wir auch einen Beitrag gemacht haben.

      Was ist an der Uni Frankfurt verbesserungswürdig? Welche Probleme gibt es aktuell?

      Wie viele Universitäten muss die Goethe-Universität mit einer gestiegenen Anzahl von Studienanfängern klarkommen. Das resultiert meistens in überfüllten Vorlese- und Seminarräumen. Einige der neu gebauten Seminargebäude wurden zu klein geplant, da man aufgrund der Studiengebühren vor ein paar Jahren mit weniger Studierenden rechnete. Brisant ist jedoch, dass in den Fächern Soziologie und Erziehungswissenschaften schon immer die Seminarräume überfüllt waren und dies sich trotz Neubauten und weiterer Hilfsbauten nicht geändert hat. Zudem ist die Universität unterfinanziert, es fehlt an Lehrpersonal, manche Professuren sind nicht besetzt, obwohl man sie wegen des Andrangs an Studierenden dringend bräuchte.

      Und nun zu UTV: Seit wann gibt es UTV Frankfurt? Wie viele Leute arbeiten daran? Was für Beiträge dreht ihr hauptsächlich und wo kann man sie sehen?

      UTV Frankfurt wurde ursprünglich 1993 gegründet. Laut Aussage des Gründers Boris Kreuter war es das erste regelmäßig „sendende“ Studierendenfernsehen in Deutschland. UTV produzierte ab dem Wintersemester 1993 drei halbstündige Sendungen, die auf Monitoren in der Uni gezeigt wurden. Die Sendungen wurden leider in den Jahren 1999/2000 eingestellt.

      Vor knapp zwei Jahren wurde dann von Studierenden das Projekt wiederbelebt. Zunächst gab es nur kleine Clips zu aktuellen Ereignissen, wie z. B. Demos. Eine Neuerung war die Einrichtung eines YouTube-Accounts zur Verbreitung.
      Eine richtige Sendung gab es dann erstmals wieder im August 2013, und seit dem Wintersemester 2013 konnten wir wieder drei halbstündige Sendungen auf die Beine stellen. Inzwischen sind wir eine Gruppe von ca. 20 Leuten.
      Die Themen umfassen Sport, Musik, Comedy oder Hochschulpolitik. Von Anfang an waren hochschulpolitische oder studentische Themen unser Steckenpferd. Da wir uns als Studierende übergangen fühlten und aus unserer Sicht einiges an der Uni schief lief, haben wir UTV wiederbelebt, um der Studierendenschaft eine Stimme zu geben. So wurden z. B. auch Skandale, wie eine Bibliothek, in die es reinregnete und in der Bücher zerstört wurden, von uns publik gemacht. Von Anfang an dabei war die Vorstellung von Sportarten, die man an der Uni machen kann (z. B. Kuriositäten wie Einradhockey), und wir stellen in jeder Sendung talentierte Musikerinnen und Musiker, die an der Uni studieren, vor. Auch unsere Comedy-Rubrik gibt es seit der ersten Folge, denn wir sind der Überzeugung, dass man einige Zustände an der Uni nur mit Galgenhumor ertragen kann, und andererseits kann Humor manch trockene Thematik besser rüberbringen als bierernste Reportagen.

      Wird UTV irgendwie finanziert, oder macht ihr das im Grunde aus Spaß in eurer Freizeit?

      Im Unterschied zu manch anderen Studierendenfernsehen an Hochschulen oder Universitäten ist UTV ein hundertprozentig unabhängiges Fernsehprojekt, das von Studierenden für Studierende gestaltet wird. Das U im Namen steht auch für „Unabhängig“.
      Das heißt konkret, dass die Organisation und redaktionelle Arbeit allein von Studierenden erbracht wird.
      Finanziert wird das Projekt durch die Studierendenschaft, wir erhalten einen Projektetat vom AStA (dem Allgemeinen Studierendenausschuss, die „Regierung“ der studentischen Selbstverwaltung). Dieser Etat erlaubt es uns, das nötige Equipment zu beschaffen und auch in der redaktionellen Arbeit unabhängigen und kritischen Journalismus zu betreiben – Journalismus, der von den UTV-Mitgliedern ehrenamtlich betrieben wird.

      Foto: Michael Stadnik

    • Tumblr-User im Blickpunkt: Dennis von Tief in Marcellos Schuld
Das kleine Plattenlabel Tief in Marcellos Schuld wurde 2008 von Dennis (schwarze Katze) und Nikolas (weiße Katze) gegründet. Wir haben Dennis ein paar Fragen gestellt, um zu erfahren, wie so ein kleines DIY-Label funktioniert.
Wie ist die musikalische Ausrichtung eures Labels, und was steckt eigentlich hinter dem Namen?
Der Name ist eigentlich „nur“ ein Zitat, die Geschichte dahinter ist aber sehr amüsant. Allerdings wird die nur live von Angesicht zu Angesicht weitergegeben, da die Erzählung der Geschichte umfangreiche Gestik benötigt.

Die musikalische Ausrichtung ist schon in erster Linie „Gitarrenmusik“, das meiste zwischen den Richtungen Screamo / Hardcore, so wie die ersten Bands RHA. oder ALWAYS WANTED WAR, und Emo / Punk, wie STARRY, OLDE PINE oder 52 HERTZ. Ab und zu sind auch Singer-Songwriter-Geschichten dazwischen wie z. B. HENRI PARKER oder SHORT STORY SPORTS.
Bringt so ein kleines Label eigentlich Geld ein, oder ist es ein reines Hobby? Was machst du abgesehen vom Label? Wie kommt es eigentlich, dass gerade solche kleinen Labels, wo wenig Kapital hinter steckt, oft aufwändig verpackte und sehr liebevoll aufgemachte Produkte herausbringen?
Geld bringt es in unserem Fall so gut wie gar nicht. Es kostet eigentlich nur, also ist es für uns auf jeden Fall nur ein Hobby. „Fürs Tennisspielen würde uns ja auch keiner bezahlen“, wie ich gerne sage. Und eben genau weil es ein Hobby ist, finde ich, sollte es auch so liebevoll und schön wie möglich gemacht werden. Das ist ja auch eine Wertschätzung der Musik gegenüber, da muss in meinen Augen einfach das Gesamtpaket stimmen. In einem Review zu diversen TIMS-Releases stand einmal „Dieser Marcello macht bestimmt was mit Medien“ – und das stimmt so wohl auch.
Ihr habt auch Tapes im Repertoire. Dass sich Vinyl (wieder/immer noch) großer Beliebtheit erfreut, ist ja bekannt. Was spricht aber dafür, heutzutage noch Tapes herauszubringen?
Die Vinylproduktion ist ja doch sehr kostspielig, und Tapes sind in meinen Augen und Ohren auch ein interessantes Medium. Man kann schöne Sachen machen, und das zum kleinen Preis und bei wirklich kleinen Auflagen. Und einer der Hauptgründe ist natürlich, dass ich die Sachen dann unterwegs im Walkman hören kann.
Wie kommen neue Bands in der Regel zu euch? Lernt man sich auf Konzerten kennen, oder läuft es eher über eingeschickte Demos? 
Bei Marcello läuft es auf jeden Fall in erster Linie über Freundschaft, oder wenn ich mich dabei erwische, dass ich tagelang nur zwei Songs von einer Band auf repeat höre, dann frag ich auch mal vorsichtig nach, ob wir nicht irgendein Release draus machen wollen.
Über eine Anfrage bzw. zugeschicktes Demo kam erst eine einzige Platte zustande, und das habe ich auch nicht bereut, das war die „Crush on you“-LP von TIGER MAGIC. Hammerband und supernette Leute.
Von den eigenen Releases abgesehen, was waren deine musikalischen Highlights des Jahres 2013?
Das waren auf jeden Fall die aktuelle TIGERSCOUT-EP „Where and always will be“ und die Show der Band in Baltimore – eine der besten Liveshows, die ich bisher gesehen habe.
Und ein weiteres persönliches Highlight war die „Omega IQ“-LP von SHUTCOMBO. Es gab 2013 natürlich noch diverse geile Platten, aber wenn ich es runterbrechen muss, dann waren es diese beiden für mich.
Foto: Dennis
Tipp von uns: Dieser Sampler, den ihr auch als Tape kaufen könnt, bietet euch einen guten Überblick über das Repertoire von Tief in Marcellos Schuld.

      Tumblr-User im Blickpunkt: Dennis von Tief in Marcellos Schuld

      Das kleine Plattenlabel Tief in Marcellos Schuld wurde 2008 von Dennis (schwarze Katze) und Nikolas (weiße Katze) gegründet. Wir haben Dennis ein paar Fragen gestellt, um zu erfahren, wie so ein kleines DIY-Label funktioniert.

      Wie ist die musikalische Ausrichtung eures Labels, und was steckt eigentlich hinter dem Namen?

      Der Name ist eigentlich „nur“ ein Zitat, die Geschichte dahinter ist aber sehr amüsant. Allerdings wird die nur live von Angesicht zu Angesicht weitergegeben, da die Erzählung der Geschichte umfangreiche Gestik benötigt.

      Die musikalische Ausrichtung ist schon in erster Linie „Gitarrenmusik“, das meiste zwischen den Richtungen Screamo / Hardcore, so wie die ersten Bands RHA. oder ALWAYS WANTED WAR, und Emo / Punk, wie STARRY, OLDE PINE oder 52 HERTZ. Ab und zu sind auch Singer-Songwriter-Geschichten dazwischen wie z. B. HENRI PARKER oder SHORT STORY SPORTS.

      Bringt so ein kleines Label eigentlich Geld ein, oder ist es ein reines Hobby? Was machst du abgesehen vom Label? Wie kommt es eigentlich, dass gerade solche kleinen Labels, wo wenig Kapital hinter steckt, oft aufwändig verpackte und sehr liebevoll aufgemachte Produkte herausbringen?

      Geld bringt es in unserem Fall so gut wie gar nicht. Es kostet eigentlich nur, also ist es für uns auf jeden Fall nur ein Hobby. „Fürs Tennisspielen würde uns ja auch keiner bezahlen“, wie ich gerne sage. Und eben genau weil es ein Hobby ist, finde ich, sollte es auch so liebevoll und schön wie möglich gemacht werden. Das ist ja auch eine Wertschätzung der Musik gegenüber, da muss in meinen Augen einfach das Gesamtpaket stimmen. In einem Review zu diversen TIMS-Releases stand einmal „Dieser Marcello macht bestimmt was mit Medien“ – und das stimmt so wohl auch.

      Ihr habt auch Tapes im Repertoire. Dass sich Vinyl (wieder/immer noch) großer Beliebtheit erfreut, ist ja bekannt. Was spricht aber dafür, heutzutage noch Tapes herauszubringen?

      Die Vinylproduktion ist ja doch sehr kostspielig, und Tapes sind in meinen Augen und Ohren auch ein interessantes Medium. Man kann schöne Sachen machen, und das zum kleinen Preis und bei wirklich kleinen Auflagen. Und einer der Hauptgründe ist natürlich, dass ich die Sachen dann unterwegs im Walkman hören kann.

      Wie kommen neue Bands in der Regel zu euch? Lernt man sich auf Konzerten kennen, oder läuft es eher über eingeschickte Demos? 

      Bei Marcello läuft es auf jeden Fall in erster Linie über Freundschaft, oder wenn ich mich dabei erwische, dass ich tagelang nur zwei Songs von einer Band auf repeat höre, dann frag ich auch mal vorsichtig nach, ob wir nicht irgendein Release draus machen wollen.

      Über eine Anfrage bzw. zugeschicktes Demo kam erst eine einzige Platte zustande, und das habe ich auch nicht bereut, das war die „Crush on you“-LP von TIGER MAGIC. Hammerband und supernette Leute.

      Von den eigenen Releases abgesehen, was waren deine musikalischen Highlights des Jahres 2013?

      Das waren auf jeden Fall die aktuelle TIGERSCOUT-EP „Where and always will be“ und die Show der Band in Baltimore – eine der besten Liveshows, die ich bisher gesehen habe.

      Und ein weiteres persönliches Highlight war die „Omega IQ“-LP von SHUTCOMBO. Es gab 2013 natürlich noch diverse geile Platten, aber wenn ich es runterbrechen muss, dann waren es diese beiden für mich.

      Foto: Dennis

      Tipp von uns: Dieser Sampler, den ihr auch als Tape kaufen könnt, bietet euch einen guten Überblick über das Repertoire von Tief in Marcellos Schuld.

    • Tumblr-User im Blickpunkt: Svea (links) und Lisa (rechts) von Tintenfäßchen
Die Freundinnen Svea und Lisa, beide 23, studieren Literatur, und eben diesem Thema haben sie ihr Blog Tintenfäßchen gewidmet. Für unser Interview-Feature standen sie uns Rede und Antwort.
Wenn ihr an eure Kindheit zurückdenkt, was hat damals eure Liebe zum Lesen geweckt? 
Lisa: So genau kann ich das gar nicht sagen. Ich liebe Bücher, seit ich denken kann. Meine Eltern haben meiner Schwester und mir immer vorgelesen. Ich schätze, von da aus hat es sich einfach entwickelt. Mein erstes Lieblingsbuch war, so weit ich mich erinnern kann, “Wir Kinder aus Bullerbü" von Astrid Lindgren.
Svea: Auch bei mir haben meine Eltern meine Liebe zu den Büchern maßgeblich geprägt. Sie haben mir und meinen Geschwistern früher gerne und viel vorgelesen. Zu meinen Lieblingsautoren zählten Michael Ende und Michael Bond.
 Ihr studiert ja beide Literatur. Ist ein begeisterter Leser automatisch auch jemand, der gern Literatur studieren wird? Wisst ihr schon, was ihr gern beruflich machen würdet?
Ein begeisterter Leser ist unserer Meinung nach nicht automatisch ein begeisterter Literaturstudent. Nicht jeder, der gerne Geschichten liest, hat auch Spaß/Interesse daran, sich danach anhand einer wissenschaftlichen Fragestellung weiter mit dem Text auseinanderzusetzen. Gerade das ist es aber, was wir im Studium machen. Uns macht das Spaß. Meistens jedenfalls. 
Wir hoffen beide, dass wir nach dem Studium in irgendeiner Form mit Büchern arbeiten können, sei es jetzt wirklich später in einem Buchverlag oder doch in einem anderen Bereich.
 Ihr beschäftigt euch ja auch mit Buchverfilmungen. Was sind jeweils eure liebsten Verfilmungen, und welche findet ihr besonders misslungen?
Lisa: Nach langem Überlegen (es gibt so viele gute Verfilmungen) bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Film “Emma" (1996) mit Gwyneth Paltrow meine liebste Buchverfilmung ist. Der Film erfasst genau das Gefühl des Romans, ist toll besetzt und hat einen wunderschönen Soundtrack. Außerdem hat er mich dazu gebracht, die Bücher von Jane Austen zu lesen, die dann zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden ist.
Ziemlich mies fand ich die Verfilmung von “Die drei Musketiere” (2011), die angeblich auf Alexandre Dumas’ Roman beruhen soll. Allerdings sehe ich eher wenige Gemeinsamkeiten abgesehen von den Namen der Charaktere. Ich habe ja nichts gegen freie Adaptionen; aber wenn ich mir “Die drei Musketiere” anschaue, will ich keinen 08/15-Actionfilm mit Explosionen und fliegenden Piratenschiffen sehen.
Svea: “Der große Gatsby” mit Leonardo DiCaprio ist meiner Meinung nach eine gelungene Buchverfilmung, um noch eine aktuelle Adaption zu nennen. Tolle Besetzung, tolle Kostüme und alles mit maßvoll abgestimmten modernen Elementen. Besonders enttäuscht war ich von “Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht”, Teil 2. Davon mal abgesehen, dass ich das Buch auch nicht besonders gut fand, haben die Macher es bei diesem Film echt auf die Spitze getrieben. Wer kam auf die brillante Idee das Kind von Edward und Bella als Computeranimation darzustellen? Das sah ja schlimmer aus als Chuckys Baby :-). Spätestens ab der Szene konnte ich den Film nicht mehr ernst nehmen.
Verwendet ihr auch E-Reader, oder habt ihr grundsätzlich lieber “das richtige Ding” in der Hand?
Wir haben beide einen Kindle und lieben ihn. Für uns sind E-Reader eine nützliche und praktische Ergänzung zu Büchern. Natürlich sind Bücher etwas Besonderes. Bei Büchern verbinden sich der Gegenstand, die Geschichte und der Moment, in dem man das Buch liest, auf eine Weise wie es bei E-Readern einfach nicht möglich ist. Deshalb können E-Reader Bücher auch niemals vollkommen ersetzen. Aber ergänzen können sie sie schon, denn: “Books are wonderful things, but they’re not as good as reading” (Alastair Horne, Society of Young Publishers) und das kann man auch mit E-Readern.
Foto: Svea 

      Tumblr-User im Blickpunkt: Svea (links) und Lisa (rechts) von Tintenfäßchen

      Die Freundinnen Svea und Lisa, beide 23, studieren Literatur, und eben diesem Thema haben sie ihr Blog Tintenfäßchen gewidmet. Für unser Interview-Feature standen sie uns Rede und Antwort.

      Wenn ihr an eure Kindheit zurückdenkt, was hat damals eure Liebe zum Lesen geweckt? 

      Lisa: So genau kann ich das gar nicht sagen. Ich liebe Bücher, seit ich denken kann. Meine Eltern haben meiner Schwester und mir immer vorgelesen. Ich schätze, von da aus hat es sich einfach entwickelt. Mein erstes Lieblingsbuch war, so weit ich mich erinnern kann, “Wir Kinder aus Bullerbüvon Astrid Lindgren.

      Svea: Auch bei mir haben meine Eltern meine Liebe zu den Büchern maßgeblich geprägt. Sie haben mir und meinen Geschwistern früher gerne und viel vorgelesen. Zu meinen Lieblingsautoren zählten Michael Ende und Michael Bond.

      Ihr studiert ja beide Literatur. Ist ein begeisterter Leser automatisch auch jemand, der gern Literatur studieren wird? Wisst ihr schon, was ihr gern beruflich machen würdet?

      Ein begeisterter Leser ist unserer Meinung nach nicht automatisch ein begeisterter Literaturstudent. Nicht jeder, der gerne Geschichten liest, hat auch Spaß/Interesse daran, sich danach anhand einer wissenschaftlichen Fragestellung weiter mit dem Text auseinanderzusetzen. Gerade das ist es aber, was wir im Studium machen. Uns macht das Spaß. Meistens jedenfalls. 

      Wir hoffen beide, dass wir nach dem Studium in irgendeiner Form mit Büchern arbeiten können, sei es jetzt wirklich später in einem Buchverlag oder doch in einem anderen Bereich.

      Ihr beschäftigt euch ja auch mit Buchverfilmungen. Was sind jeweils eure liebsten Verfilmungen, und welche findet ihr besonders misslungen?

      Lisa: Nach langem Überlegen (es gibt so viele gute Verfilmungen) bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Film “Emma(1996) mit Gwyneth Paltrow meine liebste Buchverfilmung ist. Der Film erfasst genau das Gefühl des Romans, ist toll besetzt und hat einen wunderschönen Soundtrack. Außerdem hat er mich dazu gebracht, die Bücher von Jane Austen zu lesen, die dann zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden ist.

      Ziemlich mies fand ich die Verfilmung von “Die drei Musketiere (2011), die angeblich auf Alexandre Dumas’ Roman beruhen soll. Allerdings sehe ich eher wenige Gemeinsamkeiten abgesehen von den Namen der Charaktere. Ich habe ja nichts gegen freie Adaptionen; aber wenn ich mir “Die drei Musketiere” anschaue, will ich keinen 08/15-Actionfilm mit Explosionen und fliegenden Piratenschiffen sehen.

      Svea: “Der große Gatsby mit Leonardo DiCaprio ist meiner Meinung nach eine gelungene Buchverfilmung, um noch eine aktuelle Adaption zu nennen. Tolle Besetzung, tolle Kostüme und alles mit maßvoll abgestimmten modernen Elementen. Besonders enttäuscht war ich von “Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht”, Teil 2. Davon mal abgesehen, dass ich das Buch auch nicht besonders gut fand, haben die Macher es bei diesem Film echt auf die Spitze getrieben. Wer kam auf die brillante Idee das Kind von Edward und Bella als Computeranimation darzustellen? Das sah ja schlimmer aus als Chuckys Baby :-). Spätestens ab der Szene konnte ich den Film nicht mehr ernst nehmen.

      Verwendet ihr auch E-Reader, oder habt ihr grundsätzlich lieber “das richtige Ding” in der Hand?

      Wir haben beide einen Kindle und lieben ihn. Für uns sind E-Reader eine nützliche und praktische Ergänzung zu Büchern. Natürlich sind Bücher etwas Besonderes. Bei Büchern verbinden sich der Gegenstand, die Geschichte und der Moment, in dem man das Buch liest, auf eine Weise wie es bei E-Readern einfach nicht möglich ist. Deshalb können E-Reader Bücher auch niemals vollkommen ersetzen. Aber ergänzen können sie sie schon, denn: “Books are wonderful things, but they’re not as good as reading” (Alastair Horne, Society of Young Publishers) und das kann man auch mit E-Readern.

      Foto: Svea 

    • Tumblr-User im Blickpunkt: Fiona und Moritz von Zeit–Raum
"Zeit–Raum. Ein zeitlich begrenzter Raum. Von hier bis da. Und nicht weiter. Zwischennutzung ist die Option für Subkultur in Stuttgart." 
Wir haben diese Woche mit Fiona und Moritz von Zeit–Raum über sterbende Clubs und  die Subkultur in Stuttgart gesprochen und darüber, wie sie diese Dinge dokumentieren.
Worum geht es bei eurem Blog Zeit–Raum?

Zeit–Raum ist ursprünglich im Rahmen des Stuttgarter Filmwinters 2014 mit dem Thema “What happened to Underground?” entstanden. Wir als Studenten des Kommunikationsdesigns an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart beschäftigen uns schon länger mit dem Thema des “Clubsterbens” und dem fehlenden Platz für Subkultur in unserer Stadt. Unser Blog ist ein Porträt der Orte in Stuttgart, an denen früher Subkultur existierte. Unsere kurzen Videos sollen eine Hommage an diese verschwundenen, aber nicht vergessenen Orte sein. Darüber hinaus soll das Projekt die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisieren. Wir wollen auch weiterhin in regelmäßigen Abständen nach solchen uns bisher noch nicht bekannten Orten suchen und hoffen weiterhin auf ein großes Interesse an unserem Tumblr-Blog.  

Warum sterben in Stuttgart die Clubs aus? Was könnte man dagegen tun?

Stuttgart ist eine Industriestadt. Das heißt Raum für Banken, Parkplätze, Einkaufszentren, eben alles was Konsum und Wirtschaft fördert, steht an erster Stelle. Da müssen kleinere Projekte, die nicht den Mainstream ansprechen und auch gar nicht dafür konzipiert sind, weichen. Wirtschaftliches Wachstum vor Charakter und Individualität sozusagen. Stuttgart an sich ist ja eine einzige Baustelle, da auch viele Lokalitäten wegen Bauprojekten wie zum Beispiel Stuttgart 21 abgerissen werden. Von daher gibt es häufig Orte, die die Möglichkeit der Zwischennutzung bieten. Schön und gut, immerhin gibt es so überhaupt eine Möglichkeit einen Platz in der Stadt für die Subkultur zu finden. Eine wirkliche Entwicklung oder zum Beispiel allein das Einladen größerer Acts ist unmöglich, wenn man zeitlich nicht ein wenig im voraus planen kann. Interessante und vor allem bezahlbare Räumlichkeiten auf längere Zeit gibt es hier leider so gut wie gar nicht.

Wie geht es für euch weiter? 

Ursprünglich war das Ganze nur als Filmmaterial gedacht, das im Rahmen des Stuttgarter Filmwinters als installative Arbeit und als Einspieler zwischen den Hauptfilmen laufen sollte. Während der Arbeit am Projekt wurde uns klar, dass dieses Projekt auf jeden Fall eine Internet-Präsenz braucht. Zum einen ist die Thematik ja nicht auf den Filmwinter 2014 mit dem Motto “What happened to Underground” begrenzt. Zum anderen ist es keine abgeschlossene Arbeit, sondern ein fortlaufendes, wachsendes Projekt, an dem sich jeder beteiligen kann.
Foto: Fiona Frahm/Moritz Hahn

      Tumblr-User im Blickpunkt: Fiona und Moritz von Zeit–Raum

      "Zeit–Raum. Ein zeitlich begrenzter Raum. Von hier bis da. Und nicht weiter. Zwischennutzung ist die Option für Subkultur in Stuttgart." 

      Wir haben diese Woche mit Fiona und Moritz von ZeitRaum über sterbende Clubs und  die Subkultur in Stuttgart gesprochen und darüber, wie sie diese Dinge dokumentieren.

      Worum geht es bei eurem Blog ZeitRaum?
      ZeitRaum ist ursprünglich im Rahmen des Stuttgarter Filmwinters 2014 mit dem Thema “What happened to Underground?” entstanden. Wir als Studenten des Kommunikationsdesigns an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart beschäftigen uns schon länger mit dem Thema des “Clubsterbens” und dem fehlenden Platz für Subkultur in unserer Stadt. Unser Blog ist ein Porträt der Orte in Stuttgart, an denen früher Subkultur existierte. Unsere kurzen Videos sollen eine Hommage an diese verschwundenen, aber nicht vergessenen Orte sein. Darüber hinaus soll das Projekt die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisieren. Wir wollen auch weiterhin in regelmäßigen Abständen nach solchen uns bisher noch nicht bekannten Orten suchen und hoffen weiterhin auf ein großes Interesse an unserem Tumblr-Blog.  
      Warum sterben in Stuttgart die Clubs aus? Was könnte man dagegen tun?
      Stuttgart ist eine Industriestadt. Das heißt Raum für Banken, Parkplätze, Einkaufszentren, eben alles was Konsum und Wirtschaft fördert, steht an erster Stelle. Da müssen kleinere Projekte, die nicht den Mainstream ansprechen und auch gar nicht dafür konzipiert sind, weichen. Wirtschaftliches Wachstum vor Charakter und Individualität sozusagen. Stuttgart an sich ist ja eine einzige Baustelle, da auch viele Lokalitäten wegen Bauprojekten wie zum Beispiel Stuttgart 21 abgerissen werden. Von daher gibt es häufig Orte, die die Möglichkeit der Zwischennutzung bieten. Schön und gut, immerhin gibt es so überhaupt eine Möglichkeit einen Platz in der Stadt für die Subkultur zu finden. Eine wirkliche Entwicklung oder zum Beispiel allein das Einladen größerer Acts ist unmöglich, wenn man zeitlich nicht ein wenig im voraus planen kann. Interessante und vor allem bezahlbare Räumlichkeiten auf längere Zeit gibt es hier leider so gut wie gar nicht.
      Wie geht es für euch weiter? 
      Ursprünglich war das Ganze nur als Filmmaterial gedacht, das im Rahmen des Stuttgarter Filmwinters als installative Arbeit und als Einspieler zwischen den Hauptfilmen laufen sollte. Während der Arbeit am Projekt wurde uns klar, dass dieses Projekt auf jeden Fall eine Internet-Präsenz braucht. Zum einen ist die Thematik ja nicht auf den Filmwinter 2014 mit dem Motto “What happened to Underground” begrenzt. Zum anderen ist es keine abgeschlossene Arbeit, sondern ein fortlaufendes, wachsendes Projekt, an dem sich jeder beteiligen kann.

      Foto: Fiona Frahm/Moritz Hahn

    • Tumblr-User im Blickpunkt: Sophie von Sophie Krische Fotografie
In unserem heutigen Interview stellen wir Sophie Krische vor, eine in Hannover aufgewachsene Fotografin, die seit 2007 in Berlin wohnt. Neben Konzerten, Spaziergängen und Kaffeetrinken hat sie vor allem ein Hobby, nämlich ihren Beruf – das Fotografieren. Ist das nicht ein Glücksfall, wenn man seine größte Leidenschaft zum Beruf machen kann?
Wann hast du angefangen zu fotografieren, und seit wann machst du es professionell?
Ich habe meine Leidenschaft für Bilder eher spät entdeckt: einige Zeit nach meinem Abitur. Aber das war so ein „Wow-Moment“, und irgendwas in mir wusste, dass ich genau das machen muss. Ich habe mir dann erst Zeit dafür genommen die Fotografie zu entdecken und anschließend in Berlin studiert. Im Sommer 2012 habe ich angefangen mich selbstständig zu machen.

Dieser Tage erscheint dein erster Fotoband – erzähl mal was darüber.
Mein erster Fotoband „von Haus aus“ erscheint im Rahmen eines Projektes mit der Band ClickClickDecker. Ich habe sie ins Studio begleitet, in eine ehemalige Bauernschule in Nordfriesland, und habe die Zeit dort festgehalten.
Das war sehr besonders, weil wir nur zu dritt da waren. Kevin, Olli, eine menge Musikinstrumente und ich (mit meiner Kamera vor der Nase). Aber sie haben einfach gesagt „Wir vertrauen dir“ und dadurch die Kamera vergessen.
Die Bilder haben wir dann auf ihrem Label Audiolith Records als Buch zum Album veröffentlicht, in limitierter Auflage. Und mein Herz springt, wenn ich daran denke, weil es das erste Mal ist, dass meine Bilder ihren eigenen Raum bekommen, für sich stehen, und nicht nur Beiwerk sind. Ich bin sehr dankbar dafür – für die Möglichkeit, aber auch für die Freiheit, die ich hatte bei dem ganzen Projekt. Das empfinde ich als etwas sehr Besonderes.
Du fotografierst generell viele Musiker/Bands. Wie bist du in diesen Bereich „reingekommen“? Hast du irgendwelche Traumsessions?
Nachdem mein erster Blog online war, hatte ich mein erstes Bandshooting. Pressefotos sollten es werden – und eins der Fotos hat es dann aufs Cover geschafft. Rückblickend kam der Stein dadurch ins Rollen, wie man so schön sagt. Und dann hat sich das immer so ergeben. Klar habe ich mich immer für Musik interessiert, aber ich habe das nie so geplant. Und ja, seitdem habe ich eigentlich nie wieder wirklich was anderes gemacht.
Ob ich eine Traumsession habe? Eigentlich nein… Aber Efterklang hätte ich z. B. schon gerne in meinem Portfolio!
Gibt es andere Fotoblogs auf Tumblr, die du empfehlen würdest?
Ich interessiere mich, was Blogs angeht, verrückterweise eher für wilde Sammelseiten als für Fotoblogs von Fotografen, also so was wie z. B. http://vjeranski.tumblr.com
Foto: Sophie Krische 

      Tumblr-User im Blickpunkt: Sophie von Sophie Krische Fotografie

      In unserem heutigen Interview stellen wir Sophie Krische vor, eine in Hannover aufgewachsene Fotografin, die seit 2007 in Berlin wohnt. Neben Konzerten, Spaziergängen und Kaffeetrinken hat sie vor allem ein Hobby, nämlich ihren Beruf – das Fotografieren. Ist das nicht ein Glücksfall, wenn man seine größte Leidenschaft zum Beruf machen kann?

      Wann hast du angefangen zu fotografieren, und seit wann machst du es professionell?

      Ich habe meine Leidenschaft für Bilder eher spät entdeckt: einige Zeit nach meinem Abitur. Aber das war so ein „Wow-Moment“, und irgendwas in mir wusste, dass ich genau das machen muss. Ich habe mir dann erst Zeit dafür genommen die Fotografie zu entdecken und anschließend in Berlin studiert. Im Sommer 2012 habe ich angefangen mich selbstständig zu machen.

      Dieser Tage erscheint dein erster Fotoband – erzähl mal was darüber.

      Mein erster Fotoband „von Haus aus“ erscheint im Rahmen eines Projektes mit der Band ClickClickDecker. Ich habe sie ins Studio begleitet, in eine ehemalige Bauernschule in Nordfriesland, und habe die Zeit dort festgehalten.

      Das war sehr besonders, weil wir nur zu dritt da waren. Kevin, Olli, eine menge Musikinstrumente und ich (mit meiner Kamera vor der Nase). Aber sie haben einfach gesagt „Wir vertrauen dir“ und dadurch die Kamera vergessen.

      Die Bilder haben wir dann auf ihrem Label Audiolith Records als Buch zum Album veröffentlicht, in limitierter Auflage. Und mein Herz springt, wenn ich daran denke, weil es das erste Mal ist, dass meine Bilder ihren eigenen Raum bekommen, für sich stehen, und nicht nur Beiwerk sind. Ich bin sehr dankbar dafür – für die Möglichkeit, aber auch für die Freiheit, die ich hatte bei dem ganzen Projekt. Das empfinde ich als etwas sehr Besonderes.

      Du fotografierst generell viele Musiker/Bands. Wie bist du in diesen Bereich „reingekommen“? Hast du irgendwelche Traumsessions?

      Nachdem mein erster Blog online war, hatte ich mein erstes Bandshooting. Pressefotos sollten es werden – und eins der Fotos hat es dann aufs Cover geschafft. Rückblickend kam der Stein dadurch ins Rollen, wie man so schön sagt. Und dann hat sich das immer so ergeben. Klar habe ich mich immer für Musik interessiert, aber ich habe das nie so geplant. Und ja, seitdem habe ich eigentlich nie wieder wirklich was anderes gemacht.

      Ob ich eine Traumsession habe? Eigentlich nein… Aber Efterklang hätte ich z. B. schon gerne in meinem Portfolio!

      Gibt es andere Fotoblogs auf Tumblr, die du empfehlen würdest?

      Ich interessiere mich, was Blogs angeht, verrückterweise eher für wilde Sammelseiten als für Fotoblogs von Fotografen, also so was wie z. B. http://vjeranski.tumblr.com

      Foto: Sophie Krische 

    • Tumblr-User im Blickpunkt: Chris von Das schwarze Brett der Fliegerszene
Der Traum vom Fliegen – er wird uns Menschen wohl bis in alle Ewigkeit begleiten und für die meisten doch immer unerfüllt bleiben. Mit ein bisschen Mut und der richtigen Ausrüstung kann man aber durchaus wie ein Vogel durch die Luft schweben. Wollt ihr mehr erfahren? Dann lest unser Interview mit Chris Arnu, der ein Blog für Gleitschirm- und Drachenflieger führt.
Wie funktioniert eigentlich “Das schwarze Brett der Fliegerszene”? An wen richtet es sich und was gibt es da zu lesen?
Die Mitglieder vieler kleiner und mittlerer Vereine kümmern sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit darum die Voraussetzungen zu schaffen und dafür Sorge zu tragen, dass dies so bleibt, indem sie sich für Pflege und Erhalt von geeigneten Geländen einsetzen. Nur durch das unermüdliche Engagement dieser Leute ist es möglich diese Vielfalt an Geländen zu erhalten. So werden Fahrdienste zu den Startplätzen, Trainings, Testivals und viele Feste organisiert. Gäste sind stets willkommen. Sprachrohr der Vereine sind zunehmend die Vereinsseiten im Netz. Leider ist es dem gemeinen Piloten nicht ohne Weiteres möglich über alle Neuigkeiten und Geschichten aus der Region auf dem Laufenden zu bleiben. So wurde die Idee geboren diese Infos zu Veranstaltungen, Aktionen, Impressionen und Events gebündelt an einer Stelle zu sammeln und zu präsentieren. Um den thematischen Rahmen  abzurunden und den Einblick in weitere wertvolle Infos zu gestatten, stellt das Blog auch wichtige Informationen wie Kontakte zu den Vereinen, aktuelle Webcambilder aus den Fluggebieten und natürlich sehr detailliert die topaktuellen Wetterdaten bereit.
Wenn man sich im deutschsprachigen Raum fürs Fliegen interessiert und gern anfangen würde, wohin begibt man sich am besten?
Es gibt im (im Grunde genommen recht übersichtlichen) Südwesten der Republik eine Menge Möglichkeiten in die Luft zu kommen. Flugschulen aus der Region schulen auf den Vereinsgeländen motivierte Menschen, und es ist schon mancher Fußgänger nach einigen Wochen als fliegender Mensch nach Hause zurückgekehrt. Selbstverständlich gibt es die Möglichkeit in ganz Deutschland die Pilotenlizenz abzulegen. Baden-Württemberg ist von Karlsruhe im Norden ausgehend bis in den Süden hinunter nach Freiburg gesegnet mit attraktiven Ausbildungsangeboten. 
Das Fliegen ist wahrscheinlich ein wahnsinnig tolles Gefühl, aber anfangs muss man sicher eine gewisse Angst überwinden. Wie lange dauert es in der Regel, bis man alleine fliegt?
Hat man das Glück in einer Gut-Wetter-Phase mit der Schulung zu beginnen, kann man oft schon nach 14 Tagen Urlaub die Pilotenprüfung ablegen. Unglaublich, wenn man das erste Mal am Ende des Tages mit den Füßen vom Boden abhebt und sanft über die Erde schwebt. Die Ausbildung kann man mit der anderer Sportarten vergleichen. Spontan fallen mir das Windsurfen, das Kiten oder auch Wintersportarten ein.
Spätestens wenn die Prüfung bestanden ist, wird man Teil einer weltweiten Gemeinschaft flugbegeisterter “Vögel”. Die Kameradschaft und gegenseitige Hilfsbereitschaft wird großgeschrieben. Fluggelände gibt es in der ganzen Welt, und man ist unter Gleichgesinnten schnell zu Hause. Vor allem im Frühjahr und Sommer bieten sich die heimischen Gebiete und Alpen an, im Herbst auch südlichere Gefilde wie Monaco, Spanien und Marokko. Im Winter beliebte Ziele sind Mexiko, Brasilien, Kolumbien, Chile, Australien, Südafrika, Bali, China und viele andere, warme Orte. Aber selbst bei uns sind wundervolle Flüge über sonnenbeschienene, schneebedeckte Landschaften möglich.
Wann hast du mit dem Fliegen angefangen?
Ich selbst habe spät angefangen, denke aber manchmal im Stillen bei mir: “Was bist du doch für ein Jungspund?”, wenn ich die älteren Semester betrachte, die oft erst im Renten- bzw. Pensionsalter überhaupt erst mit diesem wunderbaren Hobby begannen und dennoch ihren Einstieg wagten. Ich freue mich ganz persönlich auch sehr, dass diese anfangs noch stark von Männern besetzte Domäne mehr und mehr Breitensportcharakter annimmt und beide Geschlechter gut vertreten sind. Mancher Fluglehrer hat das schon so kommentiert: “Die Mädels (unabhängig vom Alter) haben’s eben drauf!”

Mittlerweile gibt es eine riesige Bandbreite an Geräten um fast jeden Geschmack zu bedienen. Populär sind zur Zeit unter anderem kleine Flügel  (Speedflyer und Miniwings) um geländenah (im Winter auch mit Ski) ins Tal zu schießen oder extrem leichte Ausrüstungen mit geringem Packmaß, die kaum mehr als 6 Kilo auf die Waage bringen und von außen einem Tagesrucksack gleichen. Mit diesen Bergschirmen lässt es sich wunderbar wandern, klettern und mancher Hügel oder Berg erklimmen um nach Genuss der Tour als Pilot ins Tal zu gleiten.
Foto: Chris Arnu 

      Tumblr-User im Blickpunkt: Chris von Das schwarze Brett der Fliegerszene

      Der Traum vom Fliegen – er wird uns Menschen wohl bis in alle Ewigkeit begleiten und für die meisten doch immer unerfüllt bleiben. Mit ein bisschen Mut und der richtigen Ausrüstung kann man aber durchaus wie ein Vogel durch die Luft schweben. Wollt ihr mehr erfahren? Dann lest unser Interview mit Chris Arnu, der ein Blog für Gleitschirm- und Drachenflieger führt.

      Wie funktioniert eigentlich “Das schwarze Brett der Fliegerszene”? An wen richtet es sich und was gibt es da zu lesen?

      Die Mitglieder vieler kleiner und mittlerer Vereine kümmern sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit darum die Voraussetzungen zu schaffen und dafür Sorge zu tragen, dass dies so bleibt, indem sie sich für Pflege und Erhalt von geeigneten Geländen einsetzen. Nur durch das unermüdliche Engagement dieser Leute ist es möglich diese Vielfalt an Geländen zu erhalten. So werden Fahrdienste zu den Startplätzen, Trainings, Testivals und viele Feste organisiert. Gäste sind stets willkommen. Sprachrohr der Vereine sind zunehmend die Vereinsseiten im Netz. Leider ist es dem gemeinen Piloten nicht ohne Weiteres möglich über alle Neuigkeiten und Geschichten aus der Region auf dem Laufenden zu bleiben. So wurde die Idee geboren diese Infos zu Veranstaltungen, Aktionen, Impressionen und Events gebündelt an einer Stelle zu sammeln und zu präsentieren. Um den thematischen Rahmen  abzurunden und den Einblick in weitere wertvolle Infos zu gestatten, stellt das Blog auch wichtige Informationen wie Kontakte zu den Vereinen, aktuelle Webcambilder aus den Fluggebieten und natürlich sehr detailliert die topaktuellen Wetterdaten bereit.

      Wenn man sich im deutschsprachigen Raum fürs Fliegen interessiert und gern anfangen würde, wohin begibt man sich am besten?

      Es gibt im (im Grunde genommen recht übersichtlichen) Südwesten der Republik eine Menge Möglichkeiten in die Luft zu kommen. Flugschulen aus der Region schulen auf den Vereinsgeländen motivierte Menschen, und es ist schon mancher Fußgänger nach einigen Wochen als fliegender Mensch nach Hause zurückgekehrt. Selbstverständlich gibt es die Möglichkeit in ganz Deutschland die Pilotenlizenz abzulegen. Baden-Württemberg ist von Karlsruhe im Norden ausgehend bis in den Süden hinunter nach Freiburg gesegnet mit attraktiven Ausbildungsangeboten. 

      Das Fliegen ist wahrscheinlich ein wahnsinnig tolles Gefühl, aber anfangs muss man sicher eine gewisse Angst überwinden. Wie lange dauert es in der Regel, bis man alleine fliegt?

      Hat man das Glück in einer Gut-Wetter-Phase mit der Schulung zu beginnen, kann man oft schon nach 14 Tagen Urlaub die Pilotenprüfung ablegen. Unglaublich, wenn man das erste Mal am Ende des Tages mit den Füßen vom Boden abhebt und sanft über die Erde schwebt. Die Ausbildung kann man mit der anderer Sportarten vergleichen. Spontan fallen mir das Windsurfen, das Kiten oder auch Wintersportarten ein.

      Spätestens wenn die Prüfung bestanden ist, wird man Teil einer weltweiten Gemeinschaft flugbegeisterter “Vögel”. Die Kameradschaft und gegenseitige Hilfsbereitschaft wird großgeschrieben. Fluggelände gibt es in der ganzen Welt, und man ist unter Gleichgesinnten schnell zu Hause. Vor allem im Frühjahr und Sommer bieten sich die heimischen Gebiete und Alpen an, im Herbst auch südlichere Gefilde wie Monaco, Spanien und Marokko. Im Winter beliebte Ziele sind Mexiko, Brasilien, Kolumbien, Chile, Australien, Südafrika, Bali, China und viele andere, warme Orte. Aber selbst bei uns sind wundervolle Flüge über sonnenbeschienene, schneebedeckte Landschaften möglich.

      Wann hast du mit dem Fliegen angefangen?

      Ich selbst habe spät angefangen, denke aber manchmal im Stillen bei mir: “Was bist du doch für ein Jungspund?”, wenn ich die älteren Semester betrachte, die oft erst im Renten- bzw. Pensionsalter überhaupt erst mit diesem wunderbaren Hobby begannen und dennoch ihren Einstieg wagten. Ich freue mich ganz persönlich auch sehr, dass diese anfangs noch stark von Männern besetzte Domäne mehr und mehr Breitensportcharakter annimmt und beide Geschlechter gut vertreten sind. Mancher Fluglehrer hat das schon so kommentiert: “Die Mädels (unabhängig vom Alter) haben’s eben drauf!”

      Mittlerweile gibt es eine riesige Bandbreite an Geräten um fast jeden Geschmack zu bedienen. Populär sind zur Zeit unter anderem kleine Flügel  (Speedflyer und Miniwings) um geländenah (im Winter auch mit Ski) ins Tal zu schießen oder extrem leichte Ausrüstungen mit geringem Packmaß, die kaum mehr als 6 Kilo auf die Waage bringen und von außen einem Tagesrucksack gleichen. Mit diesen Bergschirmen lässt es sich wunderbar wandern, klettern und mancher Hügel oder Berg erklimmen um nach Genuss der Tour als Pilot ins Tal zu gleiten.

      Foto: Chris Arnu 

    • Tumblr-User im Blickpunkt: Caro von Frau Schröder
Heute stellen wir Caro Schröder aus Hamburg vor, die ein kleines Modelabel betreibt. Lest unser Interview und werft unbedingt einen Blick auf ihre wirklich saucoolen Kreationen!
Wann wurde dein Label gegründet und wie sahen die Anfänge aus? Welches Konzept steht hinter deinem Label und was bietest du an?
Unter dem 2007 gegründeten Upcycling Fashion Label Frau Schröder *eco fashion & accessoires* stelle ich in Handarbeit Unikate und Kleinstserien her. Besonders die Nachhaltigkeit liegt mir dabei am Herzen. Meine Rohstoffe für die Kreationen stammen aus zweiter Hand, Resten und Abfällen der Modeindustrie. Diese Materialien würden ansonsten auf dem Müll landen. Angefangen hat Frau Schröder mit Mode für Frauen und einer kleinen Taschenserie. Nach und nach kamen immer mehr Produkte hinzu. Ich habe in den Jahren viel ausprobiert und beobachtet. Heute habe ich eine feste Accessoires Kollektion die durch Upcycling Schmuck ergänzt wird. 2011 habe ich dann meine erste Kinderkollektion angefertigt und ab letztem Winter können auch endlich Männer Frau Schröder tragen! Besonders beliebt sind dieses Jahr Hoodies, Shirts und Leggings.
Wird eigentlich alles von dir selbst genäht, oder bist du inzwischen auf Hilfe angewiesen?
Noch nähe ich alles selbst, im nächsten Jahr werde ich aber noch mal darüber nachdenken. ;)
Du bietest auch Nähkurse an – wie läuft das ab?
In meinen privaten Nähkursen in Hamburg gebe ich mein Wissen über Upcycling an andere weiter. Informationen über die Kurse kann man direkt bei mir anfordern. Es kommen meistens Anfänger zu mir, denen ich neben der Nähmaschine auch viele Tricks beibringe, wie man sich das Näh-Leben einfach machen kann. Geübt wird an einem Projekt ihrer Wahl: Kissenbezug, Loopschal oder Kosmetiktasche stehen immer hoch im Kurs.
Was machst du so in deiner Freizeit?
Freizeit? Nee, jetzt mal im Ernst: Wenn ich welche habe, dann geh ich supergern tanzen, zum Soul oder Swing. Im Sommer findet man mich auch öfters auf einer Slackline. Und wenn ich mal richtig Zeit habe, nähe ich was für mich!
Was kann man sonst noch in deinem Blog finden?

Im Moment viele vegetarische oder vegane, gesunde Rezeptideen, die ich täglich im Adventskalender veröffentliche. Ansonsten schreibe ich über Neuigkeiten bei Frau Schröder und über Themen, die mich bewegen. Ein nachhaltiges Label zu führen geht über die Produkte hinaus, so gibt es auch mal einen Doku- oder Buchtipp.
Foto: Caro Schröder

      Tumblr-User im Blickpunkt: Caro von Frau Schröder

      Heute stellen wir Caro Schröder aus Hamburg vor, die ein kleines Modelabel betreibt. Lest unser Interview und werft unbedingt einen Blick auf ihre wirklich saucoolen Kreationen!

      Wann wurde dein Label gegründet und wie sahen die Anfänge aus? Welches Konzept steht hinter deinem Label und was bietest du an?

      Unter dem 2007 gegründeten Upcycling Fashion Label Frau Schröder *eco fashion & accessoires* stelle ich in Handarbeit Unikate und Kleinstserien her. Besonders die Nachhaltigkeit liegt mir dabei am Herzen. Meine Rohstoffe für
      die Kreationen stammen aus zweiter Hand, Resten und Abfällen der Modeindustrie. Diese Materialien würden ansonsten auf dem Müll landen.
      Angefangen hat Frau Schröder mit Mode für Frauen und einer kleinen Taschenserie. Nach und nach kamen immer mehr Produkte hinzu. Ich habe in den Jahren viel ausprobiert und beobachtet. Heute habe ich eine feste Accessoires Kollektion die durch Upcycling Schmuck ergänzt wird. 2011 habe ich dann meine erste Kinderkollektion angefertigt und ab letztem Winter können auch endlich Männer Frau Schröder tragen! Besonders beliebt sind dieses Jahr Hoodies, Shirts und Leggings.

      Wird eigentlich alles von dir selbst genäht, oder bist du inzwischen auf Hilfe angewiesen?

      Noch nähe ich alles selbst, im nächsten Jahr werde ich aber noch mal darüber nachdenken. ;)

      Du bietest auch Nähkurse an – wie läuft das ab?

      In meinen privaten Nähkursen in Hamburg gebe ich mein Wissen über Upcycling an andere weiter. Informationen über die Kurse kann man direkt bei mir anfordern.
      Es kommen meistens Anfänger zu mir, denen ich neben der Nähmaschine auch viele Tricks beibringe, wie man sich das Näh-Leben einfach machen kann. Geübt wird an einem Projekt ihrer Wahl: Kissenbezug, Loopschal oder Kosmetiktasche stehen immer hoch im Kurs.

      Was machst du so in deiner Freizeit?

      Freizeit? Nee, jetzt mal im Ernst: Wenn ich welche habe, dann geh ich supergern tanzen, zum Soul oder Swing. Im Sommer findet man mich auch öfters auf einer Slackline. Und wenn ich mal richtig Zeit habe, nähe ich was für mich!

      Was kann man sonst noch in deinem Blog finden?

      Im Moment viele vegetarische oder vegane, gesunde Rezeptideen, die ich täglich im Adventskalender veröffentliche. Ansonsten schreibe ich über Neuigkeiten bei Frau Schröder und über Themen, die mich bewegen. Ein nachhaltiges Label zu führen geht über die Produkte hinaus, so gibt es auch mal einen Doku- oder Buchtipp.

      Foto: Caro Schröder

    • Tumblr-User im Blickpunkt:
Markus Harner von Schnupf-Club Oberlauterbach 1960 e. V.
Wir sind immer wieder überrascht, welche Kuriositäten uns in der großen, weiten Welt von Tumblr begegnen. So hatten wir zum Bespiel bis vor Kurzem noch nie was von Schnupfwettkämpfen gehört, dabei führt der Schnupf-Club Oberlauterbach bereits seit Juni 2011 ein Tumblr-Blog. Und auch wenn wir niemanden zum Schnupfen von Tabak animieren möchten, wollten wir erfahren, was sich hinter diesem Phänomen verbirgt, und haben uns beim 1. Vorstand Markus Harner erkundigt.
Ich denke, viele wissen gar nicht, dass es so etwas wie Schnupfen gibt oder wie das abläuft. Könnten Sie ein bisschen was dazu erzählen, wie die Wettkämpfe aussehen und wo die Ursprünge liegen?
Die Ursprünge der Wettkämpfe liegen in der Entstehung der meisten Schnupf-Clubs in den 1960ger Jahren. Hier wurden die Vereine meist zur Erhaltung der alten Tradition des Schnupfens gegründet. Die Wettkämpfe haben folgenden Ablauf: Jeder Teilnehmer bekommt eine Dose mit 5g Schmalzler (einheitliche Sorte “Doppelaroma” von Pöschl). Anschließend hat jeder Schnupfer 1 Minute Zeit, um möglichst viel Tabak in die Nase zu bekommen. Dies sollte zudem möglichst sauber geschehen, da nach dieser Minute die Schiedsrichter Sauberkeitspunkte (1-20) vergeben, die anschließend mit in die Wertung kommen. Der Teilnehmer mit der besten Punktewertung aus Menge und Sauberkeit hat gewonnen. Neben der Einzelwertung (getrennt nach Damen und Herren) findet auch immer eine Mannschaftswertung statt. Eine Mannschaft besteht aus 6 Mitgliedern, wobei die besten 4 in die Wertung kommen.
Gibt es in Deutschland eine Art Liga? Gibt es auch internationale Wettbewerbe?
Es gibt keine Liga. Die Mannschaften sind im deutschen bzw. internationalen Schnupferverband organisiert. Es werden national jährlich eine bayrische, deutsche und eine Verbandspokal-Meisterschaft ausgetragen. Weiterhin finden noch regionale Meisterschaften statt, wie in unserem Fall der Landkreispokal Neuburg-Schrobenhausen. Alle 2 Jahre findet zudem die Weltmeisterschaft statt, mit Teilnehmern aus (Süd-)Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es ist meist auch ein “Team USA” am Start, hierbei handelt es sich aber um in Deutschland lebende Amerikaner. 
Wie viele Mitglieder hat euer Club und welche Aktivitäten bietet er noch an? Gibt es eigentlich auch viel Schnupfernachwuchs, oder ist das eher was für ältere Herren? :)
Unser Verein hat ca. 200 Mitglieder, die alle Altersklassen umfassen. Aktive Wettkampf-Schnupfer haben wir ca. 20, mit einem Alterspektrum von 30 - 70 Jahren. Im Verein selbst sind auch jüngere Mitglieder, von denen sich immer mal wieder ein Nachwuchstalent findet. Man muss aber zugeben, dass bei Meisterschaften doch die älteren Teilnehmer in der Überzahl sind. Unser Club bietet neben der “sportlichen” Aktivität hauptsächlich gesellige Veranstaltungen, wie z. B. das traditionelle Waldfest, welches jährlich an einem Wochenende im Sommer stattfindet, aber auch Weihnachtsfeier, Vatertagsfest und die Vereinsmeisterschaft. Zudem organisieren wir für unsere Mitglieder regelmäßig mehrtägige Ausflüge.
Foto: Markus Harner

      Tumblr-User im Blickpunkt:

      Markus Harner von Schnupf-Club Oberlauterbach 1960 e. V.

      Wir sind immer wieder überrascht, welche Kuriositäten uns in der großen, weiten Welt von Tumblr begegnen. So hatten wir zum Bespiel bis vor Kurzem noch nie was von Schnupfwettkämpfen gehört, dabei führt der Schnupf-Club Oberlauterbach bereits seit Juni 2011 ein Tumblr-Blog. Und auch wenn wir niemanden zum Schnupfen von Tabak animieren möchten, wollten wir erfahren, was sich hinter diesem Phänomen verbirgt, und haben uns beim 1. Vorstand Markus Harner erkundigt.

      Ich denke, viele wissen gar nicht, dass es so etwas wie Schnupfen gibt oder wie das abläuft. Könnten Sie ein bisschen was dazu erzählen, wie die Wettkämpfe aussehen und wo die Ursprünge liegen?

      Die Ursprünge der Wettkämpfe liegen in der Entstehung der meisten Schnupf-Clubs in den 1960ger Jahren. Hier wurden die Vereine meist zur Erhaltung der alten Tradition des Schnupfens gegründet. Die Wettkämpfe haben folgenden Ablauf: Jeder Teilnehmer bekommt eine Dose mit 5g Schmalzler (einheitliche Sorte “Doppelaroma” von Pöschl). Anschließend hat jeder Schnupfer 1 Minute Zeit, um möglichst viel Tabak in die Nase zu bekommen. Dies sollte zudem möglichst sauber geschehen, da nach dieser Minute die Schiedsrichter Sauberkeitspunkte (1-20) vergeben, die anschließend mit in die Wertung kommen. Der Teilnehmer mit der besten Punktewertung aus Menge und Sauberkeit hat gewonnen. Neben der Einzelwertung (getrennt nach Damen und Herren) findet auch immer eine Mannschaftswertung statt. Eine Mannschaft besteht aus 6 Mitgliedern, wobei die besten 4 in die Wertung kommen.

      Gibt es in Deutschland eine Art Liga? Gibt es auch internationale Wettbewerbe?

      Es gibt keine Liga. Die Mannschaften sind im deutschen bzw. internationalen Schnupferverband organisiert. Es werden national jährlich eine bayrische, deutsche und eine Verbandspokal-Meisterschaft ausgetragen. Weiterhin finden noch regionale Meisterschaften statt, wie in unserem Fall der Landkreispokal Neuburg-Schrobenhausen. Alle 2 Jahre findet zudem die Weltmeisterschaft statt, mit Teilnehmern aus (Süd-)Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es ist meist auch ein “Team USA” am Start, hierbei handelt es sich aber um in Deutschland lebende Amerikaner. 

      Wie viele Mitglieder hat euer Club und welche Aktivitäten bietet er noch an? Gibt es eigentlich auch viel Schnupfernachwuchs, oder ist das eher was für ältere Herren? :)

      Unser Verein hat ca. 200 Mitglieder, die alle Altersklassen umfassen. Aktive Wettkampf-Schnupfer haben wir ca. 20, mit einem Alterspektrum von 30 - 70 Jahren. Im Verein selbst sind auch jüngere Mitglieder, von denen sich immer mal wieder ein Nachwuchstalent findet. Man muss aber zugeben, dass bei Meisterschaften doch die älteren Teilnehmer in der Überzahl sind. Unser Club bietet neben der “sportlichen” Aktivität hauptsächlich gesellige Veranstaltungen, wie z. B. das traditionelle Waldfest, welches jährlich an einem Wochenende im Sommer stattfindet, aber auch Weihnachtsfeier, Vatertagsfest und die Vereinsmeisterschaft. Zudem organisieren wir für unsere Mitglieder regelmäßig mehrtägige Ausflüge.

      Foto: Markus Harner