#user

    • Tumblr-User im Blickpunkt: The Tidal Sleep
Seit das zweite Album von The Tidal Sleep vor genau einem Monat erschienen ist, wird es so ziemlich überall abgefeiert. Der Titel „Vorstellungskraft“ soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier auf Englisch gesungen bzw. geschrien wird. Musikalisch kann man The Tidal Sleep nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen, und auch die Band selbst beschreibt sich vereinfacht als „Post-Everything“. Auf alle Fälle ist es laute, emotionale Gitarrenmusik von internationalem Format. Bassist Thomas stand uns für ein kurzes Interview Rede und Antwort.
Stell euch kurz als Band vor: Wer seid ihr, wo kommt ihr her, wo wollt ihr hin?
Wir sind The Tidal Sleep und haben uns im Sommer 2011 gegründet. In der Konstellation Nic, Armin, Thomas und Oliver nahmen wir die ersten beiden Releases auf und spielten die ersten drei Touren. Oliver verließ die Band im Winter 2012, Marc und Matthias kamen im Frühjahr 2013 dazu. Unsere Vorgaben für die Band lauteten immer: sehr viel spielen und Gitarren mit Hall/Delay. Das ist auch das „Rezept“, an das wir uns immer noch halten, haha.
Wir wohnen in ganz Deutschland verstreut (Leipzig, München, Berlin, Mannheim, Karlsruhe), das macht die Logistik für die Band nicht einfach. Wenn wir proben, sind das immer ganze Wochenenden, und wir proben dann wirklich ausschließlich – kein „Quatsch”, sondern echtes „Arbeiten“. Wir machen alle lange genug Musik und haben klare Vorstellungen, was wir wollen. Deshalb funktioniert die Band. :)

Ihr seid auf dem kleinen Label This Charming Man aus Münster. Was ist euch wichtig an einem Plattenlabel? Werdet ihr eigentlich in den USA von irgendeinem Label vertrieben bzw. gibt es ein Wunschlabel, auf dem ihr gerne wäret?
This Charming Man ist ein Ein-Mann-Label. Chris hat sich von dem Typ, der unsere Platte veröffentlichen will, zu einem sehr guten Freund entwickelt, und das schätzen wir sehr. Er ermöglicht uns alles, was wir machen wollen, wie fancy Vinyl-Verpackungen, und das persönliche Verhältnis ist super. Mehr wollen wir eigentlich gar nicht. :)
Aus den Staaten gab es immer mal wieder Anfragen, leider hat das nie so richtig geklappt. Aber dank dem Internet ist unsere Musik auch da erhältlich, haha. Es wäre schön, dort einen Vertrieb zu haben, um mal dort zu touren. Aber wir sind guter Dinge, dass wir früher oder später mal dort touren. Die Band wird’s noch eine Weile geben.
Nicht Wenige sehen euch ein bisschen in einer Reihe mit den amerikanischen “The Wave”-Vertretern (La Dispute, Touché Amoré, Make Do And Mend etc.). Kommt das für euch hin bzw. wenn nicht, welchen anderen Bands fühlt ihr euch nahe?
Das mit „The Wave“ ist so ‘ne Sache. Natürlich will man immer kategorisieren, und wir passen anscheinend in diese Schublade. „The Wave“ war ja ursprünglich ein Insider-Joke von Make Do And Mend und Touché Amoré und eben deren Freunden (Defeater, La Dispute, Pianos Become The Teeth). Musikalisch haben wir ähnliche Einflüsse, aber wir klauen sicher nicht bei „Wave“-Bands. Was einen großen Einfluss auf das neue Album hatte, waren eher Emo-/Screamo-Bands aus den 90ern, wie z. B. Appleseed Cast oder Yaphet Kotto.

      Tumblr-User im Blickpunkt: The Tidal Sleep

      Seit das zweite Album von The Tidal Sleep vor genau einem Monat erschienen ist, wird es so ziemlich überall abgefeiert. Der Titel „Vorstellungskraft“ soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier auf Englisch gesungen bzw. geschrien wird. Musikalisch kann man The Tidal Sleep nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen, und auch die Band selbst beschreibt sich vereinfacht als „Post-Everything“. Auf alle Fälle ist es laute, emotionale Gitarrenmusik von internationalem Format. Bassist Thomas stand uns für ein kurzes Interview Rede und Antwort.

      Stell euch kurz als Band vor: Wer seid ihr, wo kommt ihr her, wo wollt ihr hin?

      Wir sind The Tidal Sleep und haben uns im Sommer 2011 gegründet. In der Konstellation Nic, Armin, Thomas und Oliver nahmen wir die ersten beiden Releases auf und spielten die ersten drei Touren. Oliver verließ die Band im Winter 2012, Marc und Matthias kamen im Frühjahr 2013 dazu. Unsere Vorgaben für die Band lauteten immer: sehr viel spielen und Gitarren mit Hall/Delay. Das ist auch das „Rezept“, an das wir uns immer noch halten, haha.

      Wir wohnen in ganz Deutschland verstreut (Leipzig, München, Berlin, Mannheim, Karlsruhe), das macht die Logistik für die Band nicht einfach. Wenn wir proben, sind das immer ganze Wochenenden, und wir proben dann wirklich ausschließlich – kein „Quatsch”, sondern echtes „Arbeiten“. Wir machen alle lange genug Musik und haben klare Vorstellungen, was wir wollen. Deshalb funktioniert die Band. :)

      Ihr seid auf dem kleinen Label This Charming Man aus Münster. Was ist euch wichtig an einem Plattenlabel? Werdet ihr eigentlich in den USA von irgendeinem Label vertrieben bzw. gibt es ein Wunschlabel, auf dem ihr gerne wäret?

      This Charming Man ist ein Ein-Mann-Label. Chris hat sich von dem Typ, der unsere Platte veröffentlichen will, zu einem sehr guten Freund entwickelt, und das schätzen wir sehr. Er ermöglicht uns alles, was wir machen wollen, wie fancy Vinyl-Verpackungen, und das persönliche Verhältnis ist super. Mehr wollen wir eigentlich gar nicht. :)

      Aus den Staaten gab es immer mal wieder Anfragen, leider hat das nie so richtig geklappt. Aber dank dem Internet ist unsere Musik auch da erhältlich, haha.
      Es wäre schön, dort einen Vertrieb zu haben, um mal dort zu touren. Aber wir sind guter Dinge, dass wir früher oder später mal dort touren. Die Band wird’s noch eine Weile geben.

      Nicht Wenige sehen euch ein bisschen in einer Reihe mit den amerikanischen “The Wave”-Vertretern (La Dispute, Touché Amoré, Make Do And Mend etc.). Kommt das für euch hin bzw. wenn nicht, welchen anderen Bands fühlt ihr euch nahe?

      Das mit „The Wave“ ist so ‘ne Sache. Natürlich will man immer kategorisieren, und wir passen anscheinend in diese Schublade. „The Wave“ war ja ursprünglich ein Insider-Joke von Make Do And Mend und Touché Amoré und eben deren Freunden (Defeater, La Dispute, Pianos Become The Teeth). Musikalisch haben wir ähnliche Einflüsse, aber wir klauen sicher nicht bei „Wave“-Bands. Was einen großen Einfluss auf das neue Album hatte, waren eher Emo-/Screamo-Bands aus den 90ern, wie z. B. Appleseed Cast oder Yaphet Kotto.

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"Bilder sind Geschichten. Tinte lebt. Zeichnen sollte man täglich." - Wir haben uns diese Woche mit Illustrator und Graphiker Jesse Krauß unterhalten.


Wann hast du angefangen zu zeichnen, und wie bist du dazu gekommen, es beruflich zu machen?  

Gezeichnet habe ich im Grunde immer schon, das begann bereits im Kindergarten. Sobald ich dann Lesen und Schreiben gelernt hatte, zeichnete ich auch Comics mit Sprechblasen. Im Laufe der Zeit habe ich zwar noch vieles andere gemacht (gemalt, geschrieben, fotografiert, Filmchen gedreht und Hörspiele aufgenommen), doch das Zeichnen hörte nie auf und zieht sich wie roter Faden bis zum heutigen Tag.  Beruflich zeichne ich bei weitem noch nicht so viel, wie ich es gerne tun würde. Als studierter Kommunikationsdesigner mache ich noch viel reines Layout für Flyer, Plakate, Broschüren und Bücher. Doch das Illustrieren hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen, und immer öfter bekomme ich nun auch Aufträge in diesem Bereich.     

Wo findest du Inspiration für deine Illustrationen? Gibt es Motive, die du besonders gerne zeichnest?

Wenn ich ganz frei zeichne, kommt mir vieles wie von selbst in den Sinn und aufs Papier, oft zeichne ich dann auch spontan ohne Vorzeichnung. Inspirierend finde ich aber vor allem Kunst, die erzählerisch und bildreich ist und dem Auge ermöglicht, im Bild herumzuwandern und Details zu entdecken. Ich bin nicht der Typ für abstrakte Farbfeldmalerei; ein wirklich gutes Bild ist für mich eines, das ich mir auch längere Zeit ansehen kann. Besonders gern zeichne ich Figuren und dabei vor allem die Gesichter. Aus denen heraus entwickelt sich meist die ganze Figur. Meine Motive sind oft etwas melancholisch (vor allem wenn ich es selbst grad mal wieder bin), insgesamt aber immer freundlich. Extreme oder unangenehme Darstellungen wird man bei mir kaum finden, das interessiert mich auch nicht wirklich.

Kennst du noch andere gute Illustrations-Blogs? Hast du einen Traum-Follower für dein eigenes Blog?  

Von den 126 Tumblr-Blogs, denen ich aktuell folge, sind weit über die Hälfte Illustratoren-Blogs. Ich bin stets auf der Suche nach denen, die ihren eigenen individuellen Stil verfolgen und nicht so sehr den aktuellen graphischen Mainstream. Um nur einige wenige beispielhaft zu nennen: alexisdeacon, mattiasinks, phoebewahl, joncarling, lenapflueger, zeichenwege oder auch der immer an der Grenze zur Abstraktion zeichnende kaeghoro. Stolz bin ich schon ein wenig darauf, dass einige meiner Follower selbst Zeichner und Illustratoren sind und daher natürlich einen genaueren Blick haben. Darunter ist übrigens auch einer der echten Tumblr-Shooting-Stars, das aber nur am Rande. ;-)    

Bild: Jesse Krauß
      "Bilder sind Geschichten. Tinte lebt. Zeichnen sollte man täglich." - Wir haben uns diese Woche mit Illustrator und Graphiker Jesse Krauß unterhalten.
      Wann hast du angefangen zu zeichnen, und wie bist du dazu gekommen, es beruflich zu machen?  
      Gezeichnet habe ich im Grunde immer schon, das begann bereits im Kindergarten. Sobald ich dann Lesen und Schreiben gelernt hatte, zeichnete ich auch Comics mit Sprechblasen. Im Laufe der Zeit habe ich zwar noch vieles andere gemacht (gemalt, geschrieben, fotografiert, Filmchen gedreht und Hörspiele aufgenommen), doch das Zeichnen hörte nie auf und zieht sich wie roter Faden bis zum heutigen Tag.  Beruflich zeichne ich bei weitem noch nicht so viel, wie ich es gerne tun würde. Als studierter Kommunikationsdesigner mache ich noch viel reines Layout für Flyer, Plakate, Broschüren und Bücher. Doch das Illustrieren hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen, und immer öfter bekomme ich nun auch Aufträge in diesem Bereich.     
      Wo findest du Inspiration für deine Illustrationen? Gibt es Motive, die du besonders gerne zeichnest?
      Wenn ich ganz frei zeichne, kommt mir vieles wie von selbst in den Sinn und aufs Papier, oft zeichne ich dann auch spontan ohne Vorzeichnung. Inspirierend finde ich aber vor allem Kunst, die erzählerisch und bildreich ist und dem Auge ermöglicht, im Bild herumzuwandern und Details zu entdecken. Ich bin nicht der Typ für abstrakte Farbfeldmalerei; ein wirklich gutes Bild ist für mich eines, das ich mir auch längere Zeit ansehen kann. Besonders gern zeichne ich Figuren und dabei vor allem die Gesichter. Aus denen heraus entwickelt sich meist die ganze Figur. Meine Motive sind oft etwas melancholisch (vor allem wenn ich es selbst grad mal wieder bin), insgesamt aber immer freundlich. Extreme oder unangenehme Darstellungen wird man bei mir kaum finden, das interessiert mich auch nicht wirklich.
      Kennst du noch andere gute Illustrations-Blogs? Hast du einen Traum-Follower für dein eigenes Blog?  
      Von den 126 Tumblr-Blogs, denen ich aktuell folge, sind weit über die Hälfte Illustratoren-Blogs. Ich bin stets auf der Suche nach denen, die ihren eigenen individuellen Stil verfolgen und nicht so sehr den aktuellen graphischen Mainstream. Um nur einige wenige beispielhaft zu nennen: alexisdeacon, mattiasinks, phoebewahl, joncarling, lenapflueger, zeichenwege oder auch der immer an der Grenze zur Abstraktion zeichnende kaeghoro. Stolz bin ich schon ein wenig darauf, dass einige meiner Follower selbst Zeichner und Illustratoren sind und daher natürlich einen genaueren Blick haben. Darunter ist übrigens auch einer der echten Tumblr-Shooting-Stars, das aber nur am Rande. ;-)    
      Bild: Jesse Krauß
    • Tumblr-User im Blickpunkt: Fabian von Goodsundays
In unserem heutigen Interview-Feature stellen wir euch den leidenschaftlichen Golfer Fabian Sixt vor. Der 34 Jahre alte Münchener ist von Beruf Art Director und betreibt seit 2008 das Portal Good Sundays, das sich dem Golfsport widmet.
Wie lange spielst du schon Golf, und was begeistert dich besonders daran?
Seit ca. sechs Jahren. Ein guter Freund hatte damals ein Golfturnier veranstaltet und für Familie und Freunde einen Schnupperkurs organisiert.
Davor hatte ich Feldhockey gespielt und somit schon ein gutes Schläger-Ball-Gefühl gehabt, es hat von Anfang an gut geklappt. Nach den ersten Schlägen war es um mich geschehen, und ich war von diesem Sport infiziert.
Golf ist für mich der perfekte Sport. Jeder, der behauptet Golf sei kein Sport, hat keine Ahnung. Um in diesem Sport erfolgreich zu sein und Spaß zu haben, muss man flexibel und dynamisch sein und Koordination besitzen. Man muss fähig sein, sich unter verschiedensten Umständen zu konzentrieren. Das Ganze unter freiem Himmel – einfach perfekt, wenn man normalerweise den ganzen Tag vor dem Rechner sitzt.
Golf als Sport hat ja für viele was Elitäres, es gilt als Sport für Wohlhabende. Ist es das tatsächlich? Was muss man für die Grundausrüstung und für monatliche Gebühren ausgeben, wenn man Golf lernen/spielen will? 
Dieses Bild von Golf ist leider noch immer sehr präsent, aber das ist genau der Grund, warum ich Good Sundays mache. Ich möchte aufzeigen, dass Golf als Sport im Grunde nichts mit diesen Vorurteilen zu tun hat. 
Die volle Ausrüstung, sprich Schläger, Bag und Bälle etc., ist etwa vergleichbar mit einer Ski- oder Snowboard-Ausrüstung oder einem durchschnittlichen Mountainbike. Wie in jeder anderen Sportart sind auch hier nach oben keine Grenzen gesetzt. Die Frage ist: Was willst du? Da man Golf nicht einfach irgendwo spielen kann, muss man eine Mitgliedschaft in einem anerkannten Golfclub haben. Auch hier kann man wieder aussuchen zwischen einfachem Spielrecht bis hin zu Premium-Mitgliedschaften in einem tollen Golfclub. Eigentlich ist für jeden was dabei.
Ist es bei Golf auch so wie bei vielen anderen Sportarten, dass man praktisch schon als Kind anfangen muss, um richtig gut zu werden?
Ich denke, dass man für Golf, wie für jeden Sport, Talent braucht, welches natürlich, je früher erkannt, umso effektiver umgesetzt werden kann. Aber um Spaß auf dem Platz zu haben, muss man nicht unbedingt als Kind angefangen haben.
Wo gibt es die schönsten Golfplätze der Welt? Und was hat Deutschland zu bieten?
Eigentlich fast überall, jeder Platz wird anders gespielt, und genau das ist das Tolle an diesem Sport. Landschaft, Boden, Wind, Wetter etc. – alles Parameter, die einen Platz von dem anderen unterscheiden.
Meine persönliche Traum-Destination ist natürlich Schottland, das Ursprungsland des Golfsports. Es gibt aber auch einige tolle Plätze in Deutschland: der Golfclub Falkenstein in Hamburg, der Golfclub Reichswald oder der Golfclub Habsburg in der Nähe von Nürnberg. Ich finde, je älter, umso schöner und besser. Eine weitere Besonderheit an Golf ist für mich auch, dass man auf Anlagen spielen kann, die teilweise 300 Jahre alt sind. 
Hast du Favoriten unter Golfspielern, und wenn ja, warum gerade diese?
Klar, für mich einfach zu beantworten: Tiger Woods ist rein sportlich gesehen einfach gigantisch. Wenn man bisschen was von diesem Sport versteht, ist es einfach überragend, was er als Golfer in dem letzten Jahrzehnt abgeliefert hat.
Was kann man auf deiner Seite und in deinem Blog finden?
Auf meinen Online-Blogs dokumentiere ich meine Auffassung und Impressionen des Golfsports. Wie schon erwähnt, wird Golf in der Gesellschaft viel zu oft noch mit den verstaubten, altbekannten Klischees in Verbindung gebracht: zu teuer, zu alt, zu langsam und zu unsportlich. Ich möchte dem Golfsport neuen Odem einhauchen: jung, frech, frisch und modern. Des weiteren schreibe ich Reviews über verschiedene Produkte, die mich als Designer ansprechen, und entwickle Koops mit Brands und Magazinen, die mir dabei helfen, meine Auffassung von Golf zu kommunizieren. Eben alles, was meinen Golf-Sonntag zu einen Good Sunday macht, will ich auf Good Sundays vorstellen.
Bild: Fabian Sixt

      Tumblr-User im Blickpunkt: Fabian von Goodsundays

      In unserem heutigen Interview-Feature stellen wir euch den leidenschaftlichen Golfer Fabian Sixt vor. Der 34 Jahre alte Münchener ist von Beruf Art Director und betreibt seit 2008 das Portal Good Sundays, das sich dem Golfsport widmet.

      Wie lange spielst du schon Golf, und was begeistert dich besonders daran?

      Seit ca. sechs Jahren. Ein guter Freund hatte damals ein Golfturnier veranstaltet und für Familie und Freunde einen Schnupperkurs organisiert.

      Davor hatte ich Feldhockey gespielt und somit schon ein gutes Schläger-Ball-Gefühl gehabt, es hat von Anfang an gut geklappt. Nach den ersten Schlägen war es um mich geschehen, und ich war von diesem Sport infiziert.

      Golf ist für mich der perfekte Sport. Jeder, der behauptet Golf sei kein Sport, hat keine Ahnung. Um in diesem Sport erfolgreich zu sein und Spaß zu haben, muss man flexibel und dynamisch sein und Koordination besitzen. Man muss fähig sein, sich unter verschiedensten Umständen zu konzentrieren. Das Ganze unter freiem Himmel – einfach perfekt, wenn man normalerweise den ganzen Tag vor dem Rechner sitzt.

      Golf als Sport hat ja für viele was Elitäres, es gilt als Sport für Wohlhabende. Ist es das tatsächlich? Was muss man für die Grundausrüstung und für monatliche Gebühren ausgeben, wenn man Golf lernen/spielen will?

      Dieses Bild von Golf ist leider noch immer sehr präsent, aber das ist genau der Grund, warum ich Good Sundays mache. Ich möchte aufzeigen, dass Golf als Sport im Grunde nichts mit diesen Vorurteilen zu tun hat. 

      Die volle Ausrüstung, sprich Schläger, Bag und Bälle etc., ist etwa vergleichbar mit einer Ski- oder Snowboard-Ausrüstung oder einem durchschnittlichen Mountainbike. Wie in jeder anderen Sportart sind auch hier nach oben keine Grenzen gesetzt. Die Frage ist: Was willst du? Da man Golf nicht einfach irgendwo spielen kann, muss man eine Mitgliedschaft in einem anerkannten Golfclub haben. Auch hier kann man wieder aussuchen zwischen einfachem Spielrecht bis hin zu Premium-Mitgliedschaften in einem tollen Golfclub. Eigentlich ist für jeden was dabei.

      Ist es bei Golf auch so wie bei vielen anderen Sportarten, dass man praktisch schon als Kind anfangen muss, um richtig gut zu werden?

      Ich denke, dass man für Golf, wie für jeden Sport, Talent braucht, welches natürlich, je früher erkannt, umso effektiver umgesetzt werden kann. Aber um Spaß auf dem Platz zu haben, muss man nicht unbedingt als Kind angefangen haben.

      Wo gibt es die schönsten Golfplätze der Welt? Und was hat Deutschland zu bieten?

      Eigentlich fast überall, jeder Platz wird anders gespielt, und genau das ist das Tolle an diesem Sport. Landschaft, Boden, Wind, Wetter etc. – alles Parameter, die einen Platz von dem anderen unterscheiden.

      Meine persönliche Traum-Destination ist natürlich Schottland, das Ursprungsland des Golfsports. Es gibt aber auch einige tolle Plätze in Deutschland: der Golfclub Falkenstein in Hamburg, der Golfclub Reichswald oder der Golfclub Habsburg in der Nähe von Nürnberg. Ich finde, je älter, umso schöner und besser. Eine weitere Besonderheit an Golf ist für mich auch, dass man auf Anlagen spielen kann, die teilweise 300 Jahre alt sind. 

      Hast du Favoriten unter Golfspielern, und wenn ja, warum gerade diese?

      Klar, für mich einfach zu beantworten: Tiger Woods ist rein sportlich gesehen einfach gigantisch. Wenn man bisschen was von diesem Sport versteht, ist es einfach überragend, was er als Golfer in dem letzten Jahrzehnt abgeliefert hat.

      Was kann man auf deiner Seite und in deinem Blog finden?

      Auf meinen Online-Blogs dokumentiere ich meine Auffassung und Impressionen des Golfsports. Wie schon erwähnt, wird Golf in der Gesellschaft viel zu oft noch mit den verstaubten, altbekannten Klischees in Verbindung gebracht: zu teuer, zu alt, zu langsam und zu unsportlich. Ich möchte dem Golfsport neuen Odem einhauchen: jung, frech, frisch und modern. Des weiteren schreibe ich Reviews über verschiedene Produkte, die mich als Designer ansprechen, und entwickle Koops mit Brands und Magazinen, die mir dabei helfen, meine Auffassung von Golf zu kommunizieren. Eben alles, was meinen Golf-Sonntag zu einen Good Sunday macht, will ich auf Good Sundays vorstellen.

      Bild: Fabian Sixt

    • Tumblr-User im Blickpunkt: Michael von Berlin in den 90ern
Heute möchten wir euch Michael Lange vorstellen, der in Niedersachsen aufgewachsen ist und 1994 nach Berlin zog, um Publizistik- und Kommunikationswissenchaft zu studieren. In seinem Blog stellt er Fotografien aus, die er hauptsächlich zwischen 1991 und 2002 in den östlichen Teilen Berlins geschossen hat. Viele dieser Orte sind inzwischen verschwunden oder nur noch ansatzweise erkennbar, was diese Zeitreise in Bildern umso spannender macht. Heute arbeitet Michael als wissenschaftlicher Mitarbeiter, interessiert sich für Architektur und Städtebau, fotografiert und zeichnet Illustrationen.
Wie kam es eigentlich zu den Brachflächen im Osten Berlins? Gab es eine Art Massenflucht der Ostberliner nach der Wende?
Viele Brachen waren noch Kriegszerstörungen. Aber es wurde auch nach dem Krieg sehr viel abgerissen – auch in Westberlin. Nach der Wende standen dann zahllose Gebäude leer, weil die Betriebe nicht mehr konkurrenzfähig waren und schließen mussten. Etliche Leute sind in den Westen gegangen oder waren schon kurz vor dem Mauerfall geflohen. Deshalb gab es in Ostberlin plötzlich viele verlassene Wohnungen. Offenbar kam es gar nicht selten vor, dass Leute diese Wohnungen einfach geöffnet haben und eingezogen sind. 
In den beinahe verlassenen Bezirken passierten aufgrund der Ausnahmesituation viele spannende Sachen. Hast du damals nur fotografiert, oder warst du auch Teil irgendeiner Szene und hast diese Möglichkeiten quasi selbst mitgenutzt/mitgestaltet?
Nach meinem Umzug nach Berlin bin ich viel im Nachtleben unterwegs gewesen. Da es überall verwaiste Räume gab, entwickelte sich eine vielfältige Clubszene. Spannend fand ich, dass immer wieder neue kleine Clubs öffneten, meist improvisiert und temporär und mitten in der Stadt – also dort, wo heute Büros und Geschäfte sind. Viele Läden gab es zum Beispiel rund um den Hackeschen Markt. So etwas ist dort heute gar nicht mehr denkbar.
Hattest du damals schon das Gefühl, dass deine Fotos irgendwann einen historischen Wert haben würden und du sie in irgendeiner Form veröffentlichen würdest?
An eine Veröffentlichung habe ich überhaupt nicht gedacht. Aber als überall die Baustellen aus dem Boden schossen und immer mehr Häuser saniert wurden, war absehbar, dass sich das Gesicht der Stadt deutlich ändern würde. Die spezielle Übergangszeit wollte ich festhalten. Da ich mich sehr für Architektur interessiere, war ich auch neugierig auf das, was entstehen würde.
Wenn du dir Gesamtberlin damals und heute anguckst (in den westlichen Bezirken hat sich ja auch einiges verändert), welche Vorzüge hatte die Stadt damals und was gefällt dir heute besser?
Auf jeden Fall war das Jahrzehnt nach der Wende eine besondere Zeit des Übergangs und ist mit heute nur schwer vergleichbar. Das zerrüttete Stadtbild war sehr faszinierend, aber es macht keinen Sinn, dem nachzutrauern. Leider ist die Architektur der Nachwendezeit nicht sehr inspirierend und es mach keinen Spaß zu sehen, womit die Lücken gefüllt wurden. Auf den Straßen ging es für eine Stadt dieser Größe bemerkenswert ruhig zu, was seinen Charme hatte. Heute ist alles unglaublich viel belebter und internationaler, was ich durchaus als Gewinn betrachte. Rückblickend war die damalige Beschaulichkeit eher provinziell. Interessanterweise ist die Stadt immer noch sehr in Bewegung, was man ja gerade auch an der Renaissance des Westens beobachten kann. Gerade mit dem Berlin-Hype der letzten Jahre hat sich vieles verändert. Aber je mehr die Stadt boomt, desto mehr gehen auch die Nischen verloren und desto höher wird der kommerzielle Druck. Es wäre schön, wenn Berlin sich etwas vom Charakter des Unfertigen und Provisorischen bewahren könnte.
Foto:  Michael Lange

      Tumblr-User im Blickpunkt: Michael von Berlin in den 90ern

      Heute möchten wir euch Michael Lange vorstellen, der in Niedersachsen aufgewachsen ist und 1994 nach Berlin zog, um Publizistik- und Kommunikationswissenchaft zu studieren. In seinem Blog stellt er Fotografien aus, die er hauptsächlich zwischen 1991 und 2002 in den östlichen Teilen Berlins geschossen hat. Viele dieser Orte sind inzwischen verschwunden oder nur noch ansatzweise erkennbar, was diese Zeitreise in Bildern umso spannender macht. Heute arbeitet Michael als wissenschaftlicher Mitarbeiter, interessiert sich für Architektur und Städtebau, fotografiert und zeichnet Illustrationen.

      Wie kam es eigentlich zu den Brachflächen im Osten Berlins? Gab es eine Art Massenflucht der Ostberliner nach der Wende?

      Viele Brachen waren noch Kriegszerstörungen. Aber es wurde auch nach dem Krieg sehr viel abgerissen – auch in Westberlin. Nach der Wende standen dann zahllose Gebäude leer, weil die Betriebe nicht mehr konkurrenzfähig waren und schließen mussten. Etliche Leute sind in den Westen gegangen oder waren schon kurz vor dem Mauerfall geflohen. Deshalb gab es in Ostberlin plötzlich viele verlassene Wohnungen. Offenbar kam es gar nicht selten vor, dass Leute diese Wohnungen einfach geöffnet haben und eingezogen sind. 

      In den beinahe verlassenen Bezirken passierten aufgrund der Ausnahmesituation viele spannende Sachen. Hast du damals nur fotografiert, oder warst du auch Teil irgendeiner Szene und hast diese Möglichkeiten quasi selbst mitgenutzt/mitgestaltet?

      Nach meinem Umzug nach Berlin bin ich viel im Nachtleben unterwegs gewesen. Da es überall verwaiste Räume gab, entwickelte sich eine vielfältige Clubszene. Spannend fand ich, dass immer wieder neue kleine Clubs öffneten, meist improvisiert und temporär und mitten in der Stadt – also dort, wo heute Büros und Geschäfte sind. Viele Läden gab es zum Beispiel rund um den Hackeschen Markt. So etwas ist dort heute gar nicht mehr denkbar.

      Hattest du damals schon das Gefühl, dass deine Fotos irgendwann einen historischen Wert haben würden und du sie in irgendeiner Form veröffentlichen würdest?

      An eine Veröffentlichung habe ich überhaupt nicht gedacht. Aber als überall die Baustellen aus dem Boden schossen und immer mehr Häuser saniert wurden, war absehbar, dass sich das Gesicht der Stadt deutlich ändern würde. Die spezielle Übergangszeit wollte ich festhalten. Da ich mich sehr für Architektur interessiere, war ich auch neugierig auf das, was entstehen würde.

      Wenn du dir Gesamtberlin damals und heute anguckst (in den westlichen Bezirken hat sich ja auch einiges verändert), welche Vorzüge hatte die Stadt damals und was gefällt dir heute besser?

      Auf jeden Fall war das Jahrzehnt nach der Wende eine besondere Zeit des Übergangs und ist mit heute nur schwer vergleichbar. Das zerrüttete Stadtbild war sehr faszinierend, aber es macht keinen Sinn, dem nachzutrauern. Leider ist die Architektur der Nachwendezeit nicht sehr inspirierend und es mach keinen Spaß zu sehen, womit die Lücken gefüllt wurden. Auf den Straßen ging es für eine Stadt dieser Größe bemerkenswert ruhig zu, was seinen Charme hatte. Heute ist alles unglaublich viel belebter und internationaler, was ich durchaus als Gewinn betrachte. Rückblickend war die damalige Beschaulichkeit eher provinziell. Interessanterweise ist die Stadt immer noch sehr in Bewegung, was man ja gerade auch an der Renaissance des Westens beobachten kann. Gerade mit dem Berlin-Hype der letzten Jahre hat sich vieles verändert. Aber je mehr die Stadt boomt, desto mehr gehen auch die Nischen verloren und desto höher wird der kommerzielle Druck. Es wäre schön, wenn Berlin sich etwas vom Charakter des Unfertigen und Provisorischen bewahren könnte.

      Foto:  Michael Lange

    • Tumblr-Blog im Blickpunkt: RUN ZRH
Für unser heutiges Interview-Feature stand uns das Team vom noch recht jungen, aber schon sehr erfolgreichen Schweizer Modelabel RUN ZRH Rede und Antwort.
Wer steckt hinter eurem Label und wie seid ihr auf die Idee mit RUN ZRH gekommen? Den Schriftzug von RUN DMC sieht man ja in den letzten Jahren ständig in abgewandelter Form auf Shirts. Kommt ihr selbst aus der Hip-Hop-Ecke?
Hinter RUN ZRH steckt Samora Bazzarubusa (im Bild), in Zürich und der Schweiz besser bekannt als Rapper Samurai oder auch Sam Oibel von Oibel Troibel. Hier und in der übrigen Welt kennt man ihn auch als Künstler Oibel1. Zusammen mit einem Partner wurde das Label 2013 entworfen und gelaunched. Auch dieser hat mehr als zehn Jahre Geschichte in der Hip-Hop-Ecke hinter sich.  Die Idee hinter dem Label ist, den vielen aktiven Menschen, sei es aus dem Bereich Hip-Hop, Musik, Nightlife, Gastronomie oder Sport, einen gemeinsamen Nenner zu geben. Wir denken nicht in Schubladen und spreaden gerne love. Inspiriert wurden wir zu der Logoidee durch unsere vielen Reisen. 
Wer kauft eure Produkte hauptsächlich? Habt ihr noch andere Dinge außer Shirts im Angebot bzw. plant ihr weitere Artikel einzuführen?
Wir haben ein starkes Vertriebsnetz in der Stadt Zürich, du kannst unsere Shirts sowohl in der Bahnhofstrasse, „dem teuersten Pflaster in der ganzen Schweiz“, wie auch im Niederdorf kaufen. Dazu gibt es die Shirts natürlich auch online unter www.runzrh.ch oder bei www.urbanpeople.com .
Unsere Shirts werden sowohl von 14-jährigen wie auch von 50-jährigen gekauft und getragen, sei es von Bankern, Schülern,  Fabrikarbeitern oder auch DJs. Wie schon erwähnt, wir haben keine Scheuklappen und mögen diese auch nicht sonderlich. Klar kommen wir aus der Hip-Hop-Ecke, aber auch ein Banker kann für uns Hip-Hop sein, zumindest in der Schweiz… Wenn z. B. eine lokale Hardcore-Band wie Vale Tudo unser Shirt auf ihrer Tour in Marokko representet oder der Veranstalter des Future Sound Festivals , wo es um Electro & Bass-Line geht, in Zürich beim Event unser T-Shirt anhat, feiern wir das umso mehr. 
Trinidad James wurde übrigens auch schon im Shirt gesichtet und von keinem geringeren wie mistercap aka Wiz Khalifa fotografiert, welcher das Foto auch postete!
Neben den ersten beiden Frühjahrskollektionen mit T-Shirts und Tanktops und diversen Hoodies und Sweaters  für den Winter haben wir auch schon Kollabo-Shirts veröffentlicht, z. B.  mit der DJ-Agentur Gushi aus Zürich. In Zukunft wird es sicher noch einige neue Produkte geben.
Wenn ich zum ersten Mal nach Zürich komme, was sollte ich mir unbedingt ansehen? Und was sind deine Geheimtipps, die nicht unbedingt in jedem Reiseführer stehen?
Kein Geheimtipp ist sicher der Zürichsee. Uns gefällt die Aussicht vom Käferberg auf die Stadt, auch wenn in jedem Reiseführer fast nur vom Üetliberg geschrieben wird. Als Alternative zur den Bars in der Langstrasse, die in den letzten Jahren abends immer voller wird, gehen wir auch gerne im Dörfli z. B. ins Grande oder in die duDa Bar im Cabaret Voltaire.
Foto: RUN ZRH

      Tumblr-Blog im Blickpunkt: RUN ZRH

      Für unser heutiges Interview-Feature stand uns das Team vom noch recht jungen, aber schon sehr erfolgreichen Schweizer Modelabel RUN ZRH Rede und Antwort.

      Wer steckt hinter eurem Label und wie seid ihr auf die Idee mit RUN ZRH gekommen? Den Schriftzug von RUN DMC sieht man ja in den letzten Jahren ständig in abgewandelter Form auf Shirts. Kommt ihr selbst aus der Hip-Hop-Ecke?

      Hinter RUN ZRH steckt Samora Bazzarubusa (im Bild), in Zürich und der Schweiz besser bekannt als Rapper Samurai oder auch Sam Oibel von Oibel Troibel. Hier und in der übrigen Welt kennt man ihn auch als Künstler Oibel1.
      Zusammen mit einem Partner wurde das Label 2013 entworfen und gelaunched. Auch dieser hat mehr als zehn Jahre Geschichte in der Hip-Hop-Ecke hinter sich.
      Die Idee hinter dem Label ist, den vielen aktiven Menschen, sei es aus dem Bereich Hip-Hop, Musik, Nightlife, Gastronomie oder Sport, einen gemeinsamen Nenner zu geben. Wir denken nicht in Schubladen und spreaden gerne love. Inspiriert wurden wir zu der Logoidee durch unsere vielen Reisen. 

      Wer kauft eure Produkte hauptsächlich? Habt ihr noch andere Dinge außer Shirts im Angebot bzw. plant ihr weitere Artikel einzuführen?

      Wir haben ein starkes Vertriebsnetz in der Stadt Zürich, du kannst unsere Shirts sowohl in der Bahnhofstrasse, „dem teuersten Pflaster in der ganzen Schweiz“, wie auch im Niederdorf kaufen. Dazu gibt es die Shirts natürlich auch online unter www.runzrh.ch oder bei www.urbanpeople.com .

      Unsere Shirts werden sowohl von 14-jährigen wie auch von 50-jährigen gekauft und getragen, sei es von Bankern, Schülern,  Fabrikarbeitern oder auch DJs. Wie schon erwähnt, wir haben keine Scheuklappen und mögen diese auch nicht sonderlich. Klar kommen wir aus der Hip-Hop-Ecke, aber auch ein Banker kann für uns Hip-Hop sein, zumindest in der Schweiz… Wenn z. B. eine lokale Hardcore-Band wie Vale Tudo unser Shirt auf ihrer Tour in Marokko representet oder der Veranstalter des Future Sound Festivals , wo es um Electro & Bass-Line geht, in Zürich beim Event unser T-Shirt anhat, feiern wir das umso mehr.

      Trinidad James wurde übrigens auch schon im Shirt gesichtet und von keinem geringeren wie mistercap aka Wiz Khalifa fotografiert, welcher das Foto auch postete!

      Neben den ersten beiden Frühjahrskollektionen mit T-Shirts und Tanktops und diversen Hoodies und Sweaters  für den Winter haben wir auch schon Kollabo-Shirts veröffentlicht, z. B.  mit der DJ-Agentur Gushi aus Zürich. In Zukunft wird es sicher noch einige neue Produkte geben.

      Wenn ich zum ersten Mal nach Zürich komme, was sollte ich mir unbedingt ansehen? Und was sind deine Geheimtipps, die nicht unbedingt in jedem Reiseführer stehen?

      Kein Geheimtipp ist sicher der Zürichsee. Uns gefällt die Aussicht vom Käferberg auf die Stadt, auch wenn in jedem Reiseführer fast nur vom Üetliberg geschrieben wird. Als Alternative zur den Bars in der Langstrasse, die in den letzten Jahren abends immer voller wird, gehen wir auch gerne im Dörfli z. B. ins Grande oder in die duDa Bar im Cabaret Voltaire.

      Foto: RUN ZRH

    • Tumblr-Blog im Blickpunkt: U[ni]TV Frankfurt
Für unseren heutigen Interview-Beitrag haben wir Michael Stadtnik von UTV-Frankfurt befragt – dem Studierendenfernsehen der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Bild seht ihr übrigens seinen Kollegen Martin Brüggemann. 
Erzähl doch bitte ein bisschen was über die Frankfurter Uni. 
An der Goethe-Universität studieren momentan ca. 45.000 Studierende. Unsere Universität verteilt einige Fachbereiche über die gesamte Stadt. Am Campus Bockenheim (dem alten Hauptstandort) befinden sich noch Fächer wie Kunstgeschichte. Die Goethe-Universität zieht seit mehr als zehn Jahren nach und nach auf den neuen Campus Westend/ IG-Farben-Campus um. Dort befindet sich inzwischen ein Großteil der Fachbereiche, z. B. die Geistes-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften. Fachbereiche wie Biologie oder Chemie befinden sich im „hohen Norden“ von Frankfurt, auf dem Campus Riedberg. Manche Fächerkombinationen führen also durchaus dazu, dass man manchmal eine halbe Stunde durch Frankfurt tingeln muss, um seine Seminare zu besuchen.
Und wie ist das Mensa-Essen? :-)
So unterschiedlich die Campusse sind, so unterschiedlich ist sogar das Essen. Während einige das Essen in Bockenheim verschmähen, werden die Mensen am Riedberg und im Westend gelobt. Die Preise sind dort jedoch zu diesem Semester rasant gestiegen, wozu wir auch einen Beitrag gemacht haben.
Was ist an der Uni Frankfurt verbesserungswürdig? Welche Probleme gibt es aktuell?
Wie viele Universitäten muss die Goethe-Universität mit einer gestiegenen Anzahl von Studienanfängern klarkommen. Das resultiert meistens in überfüllten Vorlese- und Seminarräumen. Einige der neu gebauten Seminargebäude wurden zu klein geplant, da man aufgrund der Studiengebühren vor ein paar Jahren mit weniger Studierenden rechnete. Brisant ist jedoch, dass in den Fächern Soziologie und Erziehungswissenschaften schon immer die Seminarräume überfüllt waren und dies sich trotz Neubauten und weiterer Hilfsbauten nicht geändert hat. Zudem ist die Universität unterfinanziert, es fehlt an Lehrpersonal, manche Professuren sind nicht besetzt, obwohl man sie wegen des Andrangs an Studierenden dringend bräuchte.
Und nun zu UTV: Seit wann gibt es UTV Frankfurt? Wie viele Leute arbeiten daran? Was für Beiträge dreht ihr hauptsächlich und wo kann man sie sehen?
UTV Frankfurt wurde ursprünglich 1993 gegründet. Laut Aussage des Gründers Boris Kreuter war es das erste regelmäßig „sendende“ Studierendenfernsehen in Deutschland. UTV produzierte ab dem Wintersemester 1993 drei halbstündige Sendungen, die auf Monitoren in der Uni gezeigt wurden. Die Sendungen wurden leider in den Jahren 1999/2000 eingestellt.
Vor knapp zwei Jahren wurde dann von Studierenden das Projekt wiederbelebt. Zunächst gab es nur kleine Clips zu aktuellen Ereignissen, wie z. B. Demos. Eine Neuerung war die Einrichtung eines YouTube-Accounts zur Verbreitung. Eine richtige Sendung gab es dann erstmals wieder im August 2013, und seit dem Wintersemester 2013 konnten wir wieder drei halbstündige Sendungen auf die Beine stellen. Inzwischen sind wir eine Gruppe von ca. 20 Leuten. Die Themen umfassen Sport, Musik, Comedy oder Hochschulpolitik. Von Anfang an waren hochschulpolitische oder studentische Themen unser Steckenpferd. Da wir uns als Studierende übergangen fühlten und aus unserer Sicht einiges an der Uni schief lief, haben wir UTV wiederbelebt, um der Studierendenschaft eine Stimme zu geben. So wurden z. B. auch Skandale, wie eine Bibliothek, in die es reinregnete und in der Bücher zerstört wurden, von uns publik gemacht. Von Anfang an dabei war die Vorstellung von Sportarten, die man an der Uni machen kann (z. B. Kuriositäten wie Einradhockey), und wir stellen in jeder Sendung talentierte Musikerinnen und Musiker, die an der Uni studieren, vor. Auch unsere Comedy-Rubrik gibt es seit der ersten Folge, denn wir sind der Überzeugung, dass man einige Zustände an der Uni nur mit Galgenhumor ertragen kann, und andererseits kann Humor manch trockene Thematik besser rüberbringen als bierernste Reportagen.
Wird UTV irgendwie finanziert, oder macht ihr das im Grunde aus Spaß in eurer Freizeit?
Im Unterschied zu manch anderen Studierendenfernsehen an Hochschulen oder Universitäten ist UTV ein hundertprozentig unabhängiges Fernsehprojekt, das von Studierenden für Studierende gestaltet wird. Das U im Namen steht auch für „Unabhängig“.  Das heißt konkret, dass die Organisation und redaktionelle Arbeit allein von Studierenden erbracht wird. Finanziert wird das Projekt durch die Studierendenschaft, wir erhalten einen Projektetat vom AStA (dem Allgemeinen Studierendenausschuss, die „Regierung“ der studentischen Selbstverwaltung). Dieser Etat erlaubt es uns, das nötige Equipment zu beschaffen und auch in der redaktionellen Arbeit unabhängigen und kritischen Journalismus zu betreiben – Journalismus, der von den UTV-Mitgliedern ehrenamtlich betrieben wird.
Foto: Michael Stadnik

      Tumblr-Blog im Blickpunkt: U[ni]TV Frankfurt

      Für unseren heutigen Interview-Beitrag haben wir Michael Stadtnik von UTV-Frankfurt befragt – dem Studierendenfernsehen der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Bild seht ihr übrigens seinen Kollegen Martin Brüggemann. 

      Erzähl doch bitte ein bisschen was über die Frankfurter Uni. 

      An der Goethe-Universität studieren momentan ca. 45.000 Studierende. Unsere Universität verteilt einige Fachbereiche über die gesamte Stadt. Am Campus Bockenheim (dem alten Hauptstandort) befinden sich noch Fächer wie Kunstgeschichte. Die Goethe-Universität zieht seit mehr als zehn Jahren nach und nach auf den neuen Campus Westend/ IG-Farben-Campus um. Dort befindet sich inzwischen ein Großteil der Fachbereiche, z. B. die Geistes-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften.
      Fachbereiche wie Biologie oder Chemie befinden sich im „hohen Norden“ von Frankfurt, auf dem Campus Riedberg. Manche Fächerkombinationen führen also durchaus dazu, dass man manchmal eine halbe Stunde durch Frankfurt tingeln muss, um seine Seminare zu besuchen.

      Und wie ist das Mensa-Essen? :-)

      So unterschiedlich die Campusse sind, so unterschiedlich ist sogar das Essen. Während einige das Essen in Bockenheim verschmähen, werden die Mensen am Riedberg und im Westend gelobt. Die Preise sind dort jedoch zu diesem Semester rasant gestiegen, wozu wir auch einen Beitrag gemacht haben.

      Was ist an der Uni Frankfurt verbesserungswürdig? Welche Probleme gibt es aktuell?

      Wie viele Universitäten muss die Goethe-Universität mit einer gestiegenen Anzahl von Studienanfängern klarkommen. Das resultiert meistens in überfüllten Vorlese- und Seminarräumen. Einige der neu gebauten Seminargebäude wurden zu klein geplant, da man aufgrund der Studiengebühren vor ein paar Jahren mit weniger Studierenden rechnete. Brisant ist jedoch, dass in den Fächern Soziologie und Erziehungswissenschaften schon immer die Seminarräume überfüllt waren und dies sich trotz Neubauten und weiterer Hilfsbauten nicht geändert hat. Zudem ist die Universität unterfinanziert, es fehlt an Lehrpersonal, manche Professuren sind nicht besetzt, obwohl man sie wegen des Andrangs an Studierenden dringend bräuchte.

      Und nun zu UTV: Seit wann gibt es UTV Frankfurt? Wie viele Leute arbeiten daran? Was für Beiträge dreht ihr hauptsächlich und wo kann man sie sehen?

      UTV Frankfurt wurde ursprünglich 1993 gegründet. Laut Aussage des Gründers Boris Kreuter war es das erste regelmäßig „sendende“ Studierendenfernsehen in Deutschland. UTV produzierte ab dem Wintersemester 1993 drei halbstündige Sendungen, die auf Monitoren in der Uni gezeigt wurden. Die Sendungen wurden leider in den Jahren 1999/2000 eingestellt.

      Vor knapp zwei Jahren wurde dann von Studierenden das Projekt wiederbelebt. Zunächst gab es nur kleine Clips zu aktuellen Ereignissen, wie z. B. Demos. Eine Neuerung war die Einrichtung eines YouTube-Accounts zur Verbreitung.
      Eine richtige Sendung gab es dann erstmals wieder im August 2013, und seit dem Wintersemester 2013 konnten wir wieder drei halbstündige Sendungen auf die Beine stellen. Inzwischen sind wir eine Gruppe von ca. 20 Leuten.
      Die Themen umfassen Sport, Musik, Comedy oder Hochschulpolitik. Von Anfang an waren hochschulpolitische oder studentische Themen unser Steckenpferd. Da wir uns als Studierende übergangen fühlten und aus unserer Sicht einiges an der Uni schief lief, haben wir UTV wiederbelebt, um der Studierendenschaft eine Stimme zu geben. So wurden z. B. auch Skandale, wie eine Bibliothek, in die es reinregnete und in der Bücher zerstört wurden, von uns publik gemacht. Von Anfang an dabei war die Vorstellung von Sportarten, die man an der Uni machen kann (z. B. Kuriositäten wie Einradhockey), und wir stellen in jeder Sendung talentierte Musikerinnen und Musiker, die an der Uni studieren, vor. Auch unsere Comedy-Rubrik gibt es seit der ersten Folge, denn wir sind der Überzeugung, dass man einige Zustände an der Uni nur mit Galgenhumor ertragen kann, und andererseits kann Humor manch trockene Thematik besser rüberbringen als bierernste Reportagen.

      Wird UTV irgendwie finanziert, oder macht ihr das im Grunde aus Spaß in eurer Freizeit?

      Im Unterschied zu manch anderen Studierendenfernsehen an Hochschulen oder Universitäten ist UTV ein hundertprozentig unabhängiges Fernsehprojekt, das von Studierenden für Studierende gestaltet wird. Das U im Namen steht auch für „Unabhängig“.
      Das heißt konkret, dass die Organisation und redaktionelle Arbeit allein von Studierenden erbracht wird.
      Finanziert wird das Projekt durch die Studierendenschaft, wir erhalten einen Projektetat vom AStA (dem Allgemeinen Studierendenausschuss, die „Regierung“ der studentischen Selbstverwaltung). Dieser Etat erlaubt es uns, das nötige Equipment zu beschaffen und auch in der redaktionellen Arbeit unabhängigen und kritischen Journalismus zu betreiben – Journalismus, der von den UTV-Mitgliedern ehrenamtlich betrieben wird.

      Foto: Michael Stadnik

    • Tumblr-User im Blickpunkt: Dennis von Tief in Marcellos Schuld
Das kleine Plattenlabel Tief in Marcellos Schuld wurde 2008 von Dennis (schwarze Katze) und Nikolas (weiße Katze) gegründet. Wir haben Dennis ein paar Fragen gestellt, um zu erfahren, wie so ein kleines DIY-Label funktioniert.
Wie ist die musikalische Ausrichtung eures Labels, und was steckt eigentlich hinter dem Namen?
Der Name ist eigentlich „nur“ ein Zitat, die Geschichte dahinter ist aber sehr amüsant. Allerdings wird die nur live von Angesicht zu Angesicht weitergegeben, da die Erzählung der Geschichte umfangreiche Gestik benötigt.

Die musikalische Ausrichtung ist schon in erster Linie „Gitarrenmusik“, das meiste zwischen den Richtungen Screamo / Hardcore, so wie die ersten Bands RHA. oder ALWAYS WANTED WAR, und Emo / Punk, wie STARRY, OLDE PINE oder 52 HERTZ. Ab und zu sind auch Singer-Songwriter-Geschichten dazwischen wie z. B. HENRI PARKER oder SHORT STORY SPORTS.
Bringt so ein kleines Label eigentlich Geld ein, oder ist es ein reines Hobby? Was machst du abgesehen vom Label? Wie kommt es eigentlich, dass gerade solche kleinen Labels, wo wenig Kapital hinter steckt, oft aufwändig verpackte und sehr liebevoll aufgemachte Produkte herausbringen?
Geld bringt es in unserem Fall so gut wie gar nicht. Es kostet eigentlich nur, also ist es für uns auf jeden Fall nur ein Hobby. „Fürs Tennisspielen würde uns ja auch keiner bezahlen“, wie ich gerne sage. Und eben genau weil es ein Hobby ist, finde ich, sollte es auch so liebevoll und schön wie möglich gemacht werden. Das ist ja auch eine Wertschätzung der Musik gegenüber, da muss in meinen Augen einfach das Gesamtpaket stimmen. In einem Review zu diversen TIMS-Releases stand einmal „Dieser Marcello macht bestimmt was mit Medien“ – und das stimmt so wohl auch.
Ihr habt auch Tapes im Repertoire. Dass sich Vinyl (wieder/immer noch) großer Beliebtheit erfreut, ist ja bekannt. Was spricht aber dafür, heutzutage noch Tapes herauszubringen?
Die Vinylproduktion ist ja doch sehr kostspielig, und Tapes sind in meinen Augen und Ohren auch ein interessantes Medium. Man kann schöne Sachen machen, und das zum kleinen Preis und bei wirklich kleinen Auflagen. Und einer der Hauptgründe ist natürlich, dass ich die Sachen dann unterwegs im Walkman hören kann.
Wie kommen neue Bands in der Regel zu euch? Lernt man sich auf Konzerten kennen, oder läuft es eher über eingeschickte Demos? 
Bei Marcello läuft es auf jeden Fall in erster Linie über Freundschaft, oder wenn ich mich dabei erwische, dass ich tagelang nur zwei Songs von einer Band auf repeat höre, dann frag ich auch mal vorsichtig nach, ob wir nicht irgendein Release draus machen wollen.
Über eine Anfrage bzw. zugeschicktes Demo kam erst eine einzige Platte zustande, und das habe ich auch nicht bereut, das war die „Crush on you“-LP von TIGER MAGIC. Hammerband und supernette Leute.
Von den eigenen Releases abgesehen, was waren deine musikalischen Highlights des Jahres 2013?
Das waren auf jeden Fall die aktuelle TIGERSCOUT-EP „Where and always will be“ und die Show der Band in Baltimore – eine der besten Liveshows, die ich bisher gesehen habe.
Und ein weiteres persönliches Highlight war die „Omega IQ“-LP von SHUTCOMBO. Es gab 2013 natürlich noch diverse geile Platten, aber wenn ich es runterbrechen muss, dann waren es diese beiden für mich.
Foto: Dennis
Tipp von uns: Dieser Sampler, den ihr auch als Tape kaufen könnt, bietet euch einen guten Überblick über das Repertoire von Tief in Marcellos Schuld.

      Tumblr-User im Blickpunkt: Dennis von Tief in Marcellos Schuld

      Das kleine Plattenlabel Tief in Marcellos Schuld wurde 2008 von Dennis (schwarze Katze) und Nikolas (weiße Katze) gegründet. Wir haben Dennis ein paar Fragen gestellt, um zu erfahren, wie so ein kleines DIY-Label funktioniert.

      Wie ist die musikalische Ausrichtung eures Labels, und was steckt eigentlich hinter dem Namen?

      Der Name ist eigentlich „nur“ ein Zitat, die Geschichte dahinter ist aber sehr amüsant. Allerdings wird die nur live von Angesicht zu Angesicht weitergegeben, da die Erzählung der Geschichte umfangreiche Gestik benötigt.

      Die musikalische Ausrichtung ist schon in erster Linie „Gitarrenmusik“, das meiste zwischen den Richtungen Screamo / Hardcore, so wie die ersten Bands RHA. oder ALWAYS WANTED WAR, und Emo / Punk, wie STARRY, OLDE PINE oder 52 HERTZ. Ab und zu sind auch Singer-Songwriter-Geschichten dazwischen wie z. B. HENRI PARKER oder SHORT STORY SPORTS.

      Bringt so ein kleines Label eigentlich Geld ein, oder ist es ein reines Hobby? Was machst du abgesehen vom Label? Wie kommt es eigentlich, dass gerade solche kleinen Labels, wo wenig Kapital hinter steckt, oft aufwändig verpackte und sehr liebevoll aufgemachte Produkte herausbringen?

      Geld bringt es in unserem Fall so gut wie gar nicht. Es kostet eigentlich nur, also ist es für uns auf jeden Fall nur ein Hobby. „Fürs Tennisspielen würde uns ja auch keiner bezahlen“, wie ich gerne sage. Und eben genau weil es ein Hobby ist, finde ich, sollte es auch so liebevoll und schön wie möglich gemacht werden. Das ist ja auch eine Wertschätzung der Musik gegenüber, da muss in meinen Augen einfach das Gesamtpaket stimmen. In einem Review zu diversen TIMS-Releases stand einmal „Dieser Marcello macht bestimmt was mit Medien“ – und das stimmt so wohl auch.

      Ihr habt auch Tapes im Repertoire. Dass sich Vinyl (wieder/immer noch) großer Beliebtheit erfreut, ist ja bekannt. Was spricht aber dafür, heutzutage noch Tapes herauszubringen?

      Die Vinylproduktion ist ja doch sehr kostspielig, und Tapes sind in meinen Augen und Ohren auch ein interessantes Medium. Man kann schöne Sachen machen, und das zum kleinen Preis und bei wirklich kleinen Auflagen. Und einer der Hauptgründe ist natürlich, dass ich die Sachen dann unterwegs im Walkman hören kann.

      Wie kommen neue Bands in der Regel zu euch? Lernt man sich auf Konzerten kennen, oder läuft es eher über eingeschickte Demos? 

      Bei Marcello läuft es auf jeden Fall in erster Linie über Freundschaft, oder wenn ich mich dabei erwische, dass ich tagelang nur zwei Songs von einer Band auf repeat höre, dann frag ich auch mal vorsichtig nach, ob wir nicht irgendein Release draus machen wollen.

      Über eine Anfrage bzw. zugeschicktes Demo kam erst eine einzige Platte zustande, und das habe ich auch nicht bereut, das war die „Crush on you“-LP von TIGER MAGIC. Hammerband und supernette Leute.

      Von den eigenen Releases abgesehen, was waren deine musikalischen Highlights des Jahres 2013?

      Das waren auf jeden Fall die aktuelle TIGERSCOUT-EP „Where and always will be“ und die Show der Band in Baltimore – eine der besten Liveshows, die ich bisher gesehen habe.

      Und ein weiteres persönliches Highlight war die „Omega IQ“-LP von SHUTCOMBO. Es gab 2013 natürlich noch diverse geile Platten, aber wenn ich es runterbrechen muss, dann waren es diese beiden für mich.

      Foto: Dennis

      Tipp von uns: Dieser Sampler, den ihr auch als Tape kaufen könnt, bietet euch einen guten Überblick über das Repertoire von Tief in Marcellos Schuld.

    • Tumblr-User im Blickpunkt: Svea (links) und Lisa (rechts) von Tintenfäßchen
Die Freundinnen Svea und Lisa, beide 23, studieren Literatur, und eben diesem Thema haben sie ihr Blog Tintenfäßchen gewidmet. Für unser Interview-Feature standen sie uns Rede und Antwort.
Wenn ihr an eure Kindheit zurückdenkt, was hat damals eure Liebe zum Lesen geweckt? 
Lisa: So genau kann ich das gar nicht sagen. Ich liebe Bücher, seit ich denken kann. Meine Eltern haben meiner Schwester und mir immer vorgelesen. Ich schätze, von da aus hat es sich einfach entwickelt. Mein erstes Lieblingsbuch war, so weit ich mich erinnern kann, “Wir Kinder aus Bullerbü" von Astrid Lindgren.
Svea: Auch bei mir haben meine Eltern meine Liebe zu den Büchern maßgeblich geprägt. Sie haben mir und meinen Geschwistern früher gerne und viel vorgelesen. Zu meinen Lieblingsautoren zählten Michael Ende und Michael Bond.
 Ihr studiert ja beide Literatur. Ist ein begeisterter Leser automatisch auch jemand, der gern Literatur studieren wird? Wisst ihr schon, was ihr gern beruflich machen würdet?
Ein begeisterter Leser ist unserer Meinung nach nicht automatisch ein begeisterter Literaturstudent. Nicht jeder, der gerne Geschichten liest, hat auch Spaß/Interesse daran, sich danach anhand einer wissenschaftlichen Fragestellung weiter mit dem Text auseinanderzusetzen. Gerade das ist es aber, was wir im Studium machen. Uns macht das Spaß. Meistens jedenfalls. 
Wir hoffen beide, dass wir nach dem Studium in irgendeiner Form mit Büchern arbeiten können, sei es jetzt wirklich später in einem Buchverlag oder doch in einem anderen Bereich.
 Ihr beschäftigt euch ja auch mit Buchverfilmungen. Was sind jeweils eure liebsten Verfilmungen, und welche findet ihr besonders misslungen?
Lisa: Nach langem Überlegen (es gibt so viele gute Verfilmungen) bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Film “Emma" (1996) mit Gwyneth Paltrow meine liebste Buchverfilmung ist. Der Film erfasst genau das Gefühl des Romans, ist toll besetzt und hat einen wunderschönen Soundtrack. Außerdem hat er mich dazu gebracht, die Bücher von Jane Austen zu lesen, die dann zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden ist.
Ziemlich mies fand ich die Verfilmung von “Die drei Musketiere” (2011), die angeblich auf Alexandre Dumas’ Roman beruhen soll. Allerdings sehe ich eher wenige Gemeinsamkeiten abgesehen von den Namen der Charaktere. Ich habe ja nichts gegen freie Adaptionen; aber wenn ich mir “Die drei Musketiere” anschaue, will ich keinen 08/15-Actionfilm mit Explosionen und fliegenden Piratenschiffen sehen.
Svea: “Der große Gatsby” mit Leonardo DiCaprio ist meiner Meinung nach eine gelungene Buchverfilmung, um noch eine aktuelle Adaption zu nennen. Tolle Besetzung, tolle Kostüme und alles mit maßvoll abgestimmten modernen Elementen. Besonders enttäuscht war ich von “Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht”, Teil 2. Davon mal abgesehen, dass ich das Buch auch nicht besonders gut fand, haben die Macher es bei diesem Film echt auf die Spitze getrieben. Wer kam auf die brillante Idee das Kind von Edward und Bella als Computeranimation darzustellen? Das sah ja schlimmer aus als Chuckys Baby :-). Spätestens ab der Szene konnte ich den Film nicht mehr ernst nehmen.
Verwendet ihr auch E-Reader, oder habt ihr grundsätzlich lieber “das richtige Ding” in der Hand?
Wir haben beide einen Kindle und lieben ihn. Für uns sind E-Reader eine nützliche und praktische Ergänzung zu Büchern. Natürlich sind Bücher etwas Besonderes. Bei Büchern verbinden sich der Gegenstand, die Geschichte und der Moment, in dem man das Buch liest, auf eine Weise wie es bei E-Readern einfach nicht möglich ist. Deshalb können E-Reader Bücher auch niemals vollkommen ersetzen. Aber ergänzen können sie sie schon, denn: “Books are wonderful things, but they’re not as good as reading” (Alastair Horne, Society of Young Publishers) und das kann man auch mit E-Readern.
Foto: Svea 

      Tumblr-User im Blickpunkt: Svea (links) und Lisa (rechts) von Tintenfäßchen

      Die Freundinnen Svea und Lisa, beide 23, studieren Literatur, und eben diesem Thema haben sie ihr Blog Tintenfäßchen gewidmet. Für unser Interview-Feature standen sie uns Rede und Antwort.

      Wenn ihr an eure Kindheit zurückdenkt, was hat damals eure Liebe zum Lesen geweckt? 

      Lisa: So genau kann ich das gar nicht sagen. Ich liebe Bücher, seit ich denken kann. Meine Eltern haben meiner Schwester und mir immer vorgelesen. Ich schätze, von da aus hat es sich einfach entwickelt. Mein erstes Lieblingsbuch war, so weit ich mich erinnern kann, “Wir Kinder aus Bullerbüvon Astrid Lindgren.

      Svea: Auch bei mir haben meine Eltern meine Liebe zu den Büchern maßgeblich geprägt. Sie haben mir und meinen Geschwistern früher gerne und viel vorgelesen. Zu meinen Lieblingsautoren zählten Michael Ende und Michael Bond.

      Ihr studiert ja beide Literatur. Ist ein begeisterter Leser automatisch auch jemand, der gern Literatur studieren wird? Wisst ihr schon, was ihr gern beruflich machen würdet?

      Ein begeisterter Leser ist unserer Meinung nach nicht automatisch ein begeisterter Literaturstudent. Nicht jeder, der gerne Geschichten liest, hat auch Spaß/Interesse daran, sich danach anhand einer wissenschaftlichen Fragestellung weiter mit dem Text auseinanderzusetzen. Gerade das ist es aber, was wir im Studium machen. Uns macht das Spaß. Meistens jedenfalls. 

      Wir hoffen beide, dass wir nach dem Studium in irgendeiner Form mit Büchern arbeiten können, sei es jetzt wirklich später in einem Buchverlag oder doch in einem anderen Bereich.

      Ihr beschäftigt euch ja auch mit Buchverfilmungen. Was sind jeweils eure liebsten Verfilmungen, und welche findet ihr besonders misslungen?

      Lisa: Nach langem Überlegen (es gibt so viele gute Verfilmungen) bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Film “Emma(1996) mit Gwyneth Paltrow meine liebste Buchverfilmung ist. Der Film erfasst genau das Gefühl des Romans, ist toll besetzt und hat einen wunderschönen Soundtrack. Außerdem hat er mich dazu gebracht, die Bücher von Jane Austen zu lesen, die dann zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden ist.

      Ziemlich mies fand ich die Verfilmung von “Die drei Musketiere (2011), die angeblich auf Alexandre Dumas’ Roman beruhen soll. Allerdings sehe ich eher wenige Gemeinsamkeiten abgesehen von den Namen der Charaktere. Ich habe ja nichts gegen freie Adaptionen; aber wenn ich mir “Die drei Musketiere” anschaue, will ich keinen 08/15-Actionfilm mit Explosionen und fliegenden Piratenschiffen sehen.

      Svea: “Der große Gatsby mit Leonardo DiCaprio ist meiner Meinung nach eine gelungene Buchverfilmung, um noch eine aktuelle Adaption zu nennen. Tolle Besetzung, tolle Kostüme und alles mit maßvoll abgestimmten modernen Elementen. Besonders enttäuscht war ich von “Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht”, Teil 2. Davon mal abgesehen, dass ich das Buch auch nicht besonders gut fand, haben die Macher es bei diesem Film echt auf die Spitze getrieben. Wer kam auf die brillante Idee das Kind von Edward und Bella als Computeranimation darzustellen? Das sah ja schlimmer aus als Chuckys Baby :-). Spätestens ab der Szene konnte ich den Film nicht mehr ernst nehmen.

      Verwendet ihr auch E-Reader, oder habt ihr grundsätzlich lieber “das richtige Ding” in der Hand?

      Wir haben beide einen Kindle und lieben ihn. Für uns sind E-Reader eine nützliche und praktische Ergänzung zu Büchern. Natürlich sind Bücher etwas Besonderes. Bei Büchern verbinden sich der Gegenstand, die Geschichte und der Moment, in dem man das Buch liest, auf eine Weise wie es bei E-Readern einfach nicht möglich ist. Deshalb können E-Reader Bücher auch niemals vollkommen ersetzen. Aber ergänzen können sie sie schon, denn: “Books are wonderful things, but they’re not as good as reading” (Alastair Horne, Society of Young Publishers) und das kann man auch mit E-Readern.

      Foto: Svea 

    • Tumblr-User im Blickpunkt: Fiona und Moritz von Zeit–Raum
"Zeit–Raum. Ein zeitlich begrenzter Raum. Von hier bis da. Und nicht weiter. Zwischennutzung ist die Option für Subkultur in Stuttgart." 
Wir haben diese Woche mit Fiona und Moritz von Zeit–Raum über sterbende Clubs und  die Subkultur in Stuttgart gesprochen und darüber, wie sie diese Dinge dokumentieren.
Worum geht es bei eurem Blog Zeit–Raum?

Zeit–Raum ist ursprünglich im Rahmen des Stuttgarter Filmwinters 2014 mit dem Thema “What happened to Underground?” entstanden. Wir als Studenten des Kommunikationsdesigns an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart beschäftigen uns schon länger mit dem Thema des “Clubsterbens” und dem fehlenden Platz für Subkultur in unserer Stadt. Unser Blog ist ein Porträt der Orte in Stuttgart, an denen früher Subkultur existierte. Unsere kurzen Videos sollen eine Hommage an diese verschwundenen, aber nicht vergessenen Orte sein. Darüber hinaus soll das Projekt die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisieren. Wir wollen auch weiterhin in regelmäßigen Abständen nach solchen uns bisher noch nicht bekannten Orten suchen und hoffen weiterhin auf ein großes Interesse an unserem Tumblr-Blog.  

Warum sterben in Stuttgart die Clubs aus? Was könnte man dagegen tun?

Stuttgart ist eine Industriestadt. Das heißt Raum für Banken, Parkplätze, Einkaufszentren, eben alles was Konsum und Wirtschaft fördert, steht an erster Stelle. Da müssen kleinere Projekte, die nicht den Mainstream ansprechen und auch gar nicht dafür konzipiert sind, weichen. Wirtschaftliches Wachstum vor Charakter und Individualität sozusagen. Stuttgart an sich ist ja eine einzige Baustelle, da auch viele Lokalitäten wegen Bauprojekten wie zum Beispiel Stuttgart 21 abgerissen werden. Von daher gibt es häufig Orte, die die Möglichkeit der Zwischennutzung bieten. Schön und gut, immerhin gibt es so überhaupt eine Möglichkeit einen Platz in der Stadt für die Subkultur zu finden. Eine wirkliche Entwicklung oder zum Beispiel allein das Einladen größerer Acts ist unmöglich, wenn man zeitlich nicht ein wenig im voraus planen kann. Interessante und vor allem bezahlbare Räumlichkeiten auf längere Zeit gibt es hier leider so gut wie gar nicht.

Wie geht es für euch weiter? 

Ursprünglich war das Ganze nur als Filmmaterial gedacht, das im Rahmen des Stuttgarter Filmwinters als installative Arbeit und als Einspieler zwischen den Hauptfilmen laufen sollte. Während der Arbeit am Projekt wurde uns klar, dass dieses Projekt auf jeden Fall eine Internet-Präsenz braucht. Zum einen ist die Thematik ja nicht auf den Filmwinter 2014 mit dem Motto “What happened to Underground” begrenzt. Zum anderen ist es keine abgeschlossene Arbeit, sondern ein fortlaufendes, wachsendes Projekt, an dem sich jeder beteiligen kann.
Foto: Fiona Frahm/Moritz Hahn

      Tumblr-User im Blickpunkt: Fiona und Moritz von Zeit–Raum

      "Zeit–Raum. Ein zeitlich begrenzter Raum. Von hier bis da. Und nicht weiter. Zwischennutzung ist die Option für Subkultur in Stuttgart." 

      Wir haben diese Woche mit Fiona und Moritz von ZeitRaum über sterbende Clubs und  die Subkultur in Stuttgart gesprochen und darüber, wie sie diese Dinge dokumentieren.

      Worum geht es bei eurem Blog ZeitRaum?
      ZeitRaum ist ursprünglich im Rahmen des Stuttgarter Filmwinters 2014 mit dem Thema “What happened to Underground?” entstanden. Wir als Studenten des Kommunikationsdesigns an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart beschäftigen uns schon länger mit dem Thema des “Clubsterbens” und dem fehlenden Platz für Subkultur in unserer Stadt. Unser Blog ist ein Porträt der Orte in Stuttgart, an denen früher Subkultur existierte. Unsere kurzen Videos sollen eine Hommage an diese verschwundenen, aber nicht vergessenen Orte sein. Darüber hinaus soll das Projekt die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisieren. Wir wollen auch weiterhin in regelmäßigen Abständen nach solchen uns bisher noch nicht bekannten Orten suchen und hoffen weiterhin auf ein großes Interesse an unserem Tumblr-Blog.  
      Warum sterben in Stuttgart die Clubs aus? Was könnte man dagegen tun?
      Stuttgart ist eine Industriestadt. Das heißt Raum für Banken, Parkplätze, Einkaufszentren, eben alles was Konsum und Wirtschaft fördert, steht an erster Stelle. Da müssen kleinere Projekte, die nicht den Mainstream ansprechen und auch gar nicht dafür konzipiert sind, weichen. Wirtschaftliches Wachstum vor Charakter und Individualität sozusagen. Stuttgart an sich ist ja eine einzige Baustelle, da auch viele Lokalitäten wegen Bauprojekten wie zum Beispiel Stuttgart 21 abgerissen werden. Von daher gibt es häufig Orte, die die Möglichkeit der Zwischennutzung bieten. Schön und gut, immerhin gibt es so überhaupt eine Möglichkeit einen Platz in der Stadt für die Subkultur zu finden. Eine wirkliche Entwicklung oder zum Beispiel allein das Einladen größerer Acts ist unmöglich, wenn man zeitlich nicht ein wenig im voraus planen kann. Interessante und vor allem bezahlbare Räumlichkeiten auf längere Zeit gibt es hier leider so gut wie gar nicht.
      Wie geht es für euch weiter? 
      Ursprünglich war das Ganze nur als Filmmaterial gedacht, das im Rahmen des Stuttgarter Filmwinters als installative Arbeit und als Einspieler zwischen den Hauptfilmen laufen sollte. Während der Arbeit am Projekt wurde uns klar, dass dieses Projekt auf jeden Fall eine Internet-Präsenz braucht. Zum einen ist die Thematik ja nicht auf den Filmwinter 2014 mit dem Motto “What happened to Underground” begrenzt. Zum anderen ist es keine abgeschlossene Arbeit, sondern ein fortlaufendes, wachsendes Projekt, an dem sich jeder beteiligen kann.

      Foto: Fiona Frahm/Moritz Hahn

    • Tumblr-User im Blickpunkt: Sophie von Sophie Krische Fotografie
In unserem heutigen Interview stellen wir Sophie Krische vor, eine in Hannover aufgewachsene Fotografin, die seit 2007 in Berlin wohnt. Neben Konzerten, Spaziergängen und Kaffeetrinken hat sie vor allem ein Hobby, nämlich ihren Beruf – das Fotografieren. Ist das nicht ein Glücksfall, wenn man seine größte Leidenschaft zum Beruf machen kann?
Wann hast du angefangen zu fotografieren, und seit wann machst du es professionell?
Ich habe meine Leidenschaft für Bilder eher spät entdeckt: einige Zeit nach meinem Abitur. Aber das war so ein „Wow-Moment“, und irgendwas in mir wusste, dass ich genau das machen muss. Ich habe mir dann erst Zeit dafür genommen die Fotografie zu entdecken und anschließend in Berlin studiert. Im Sommer 2012 habe ich angefangen mich selbstständig zu machen.

Dieser Tage erscheint dein erster Fotoband – erzähl mal was darüber.
Mein erster Fotoband „von Haus aus“ erscheint im Rahmen eines Projektes mit der Band ClickClickDecker. Ich habe sie ins Studio begleitet, in eine ehemalige Bauernschule in Nordfriesland, und habe die Zeit dort festgehalten.
Das war sehr besonders, weil wir nur zu dritt da waren. Kevin, Olli, eine menge Musikinstrumente und ich (mit meiner Kamera vor der Nase). Aber sie haben einfach gesagt „Wir vertrauen dir“ und dadurch die Kamera vergessen.
Die Bilder haben wir dann auf ihrem Label Audiolith Records als Buch zum Album veröffentlicht, in limitierter Auflage. Und mein Herz springt, wenn ich daran denke, weil es das erste Mal ist, dass meine Bilder ihren eigenen Raum bekommen, für sich stehen, und nicht nur Beiwerk sind. Ich bin sehr dankbar dafür – für die Möglichkeit, aber auch für die Freiheit, die ich hatte bei dem ganzen Projekt. Das empfinde ich als etwas sehr Besonderes.
Du fotografierst generell viele Musiker/Bands. Wie bist du in diesen Bereich „reingekommen“? Hast du irgendwelche Traumsessions?
Nachdem mein erster Blog online war, hatte ich mein erstes Bandshooting. Pressefotos sollten es werden – und eins der Fotos hat es dann aufs Cover geschafft. Rückblickend kam der Stein dadurch ins Rollen, wie man so schön sagt. Und dann hat sich das immer so ergeben. Klar habe ich mich immer für Musik interessiert, aber ich habe das nie so geplant. Und ja, seitdem habe ich eigentlich nie wieder wirklich was anderes gemacht.
Ob ich eine Traumsession habe? Eigentlich nein… Aber Efterklang hätte ich z. B. schon gerne in meinem Portfolio!
Gibt es andere Fotoblogs auf Tumblr, die du empfehlen würdest?
Ich interessiere mich, was Blogs angeht, verrückterweise eher für wilde Sammelseiten als für Fotoblogs von Fotografen, also so was wie z. B. http://vjeranski.tumblr.com
Foto: Sophie Krische 

      Tumblr-User im Blickpunkt: Sophie von Sophie Krische Fotografie

      In unserem heutigen Interview stellen wir Sophie Krische vor, eine in Hannover aufgewachsene Fotografin, die seit 2007 in Berlin wohnt. Neben Konzerten, Spaziergängen und Kaffeetrinken hat sie vor allem ein Hobby, nämlich ihren Beruf – das Fotografieren. Ist das nicht ein Glücksfall, wenn man seine größte Leidenschaft zum Beruf machen kann?

      Wann hast du angefangen zu fotografieren, und seit wann machst du es professionell?

      Ich habe meine Leidenschaft für Bilder eher spät entdeckt: einige Zeit nach meinem Abitur. Aber das war so ein „Wow-Moment“, und irgendwas in mir wusste, dass ich genau das machen muss. Ich habe mir dann erst Zeit dafür genommen die Fotografie zu entdecken und anschließend in Berlin studiert. Im Sommer 2012 habe ich angefangen mich selbstständig zu machen.

      Dieser Tage erscheint dein erster Fotoband – erzähl mal was darüber.

      Mein erster Fotoband „von Haus aus“ erscheint im Rahmen eines Projektes mit der Band ClickClickDecker. Ich habe sie ins Studio begleitet, in eine ehemalige Bauernschule in Nordfriesland, und habe die Zeit dort festgehalten.

      Das war sehr besonders, weil wir nur zu dritt da waren. Kevin, Olli, eine menge Musikinstrumente und ich (mit meiner Kamera vor der Nase). Aber sie haben einfach gesagt „Wir vertrauen dir“ und dadurch die Kamera vergessen.

      Die Bilder haben wir dann auf ihrem Label Audiolith Records als Buch zum Album veröffentlicht, in limitierter Auflage. Und mein Herz springt, wenn ich daran denke, weil es das erste Mal ist, dass meine Bilder ihren eigenen Raum bekommen, für sich stehen, und nicht nur Beiwerk sind. Ich bin sehr dankbar dafür – für die Möglichkeit, aber auch für die Freiheit, die ich hatte bei dem ganzen Projekt. Das empfinde ich als etwas sehr Besonderes.

      Du fotografierst generell viele Musiker/Bands. Wie bist du in diesen Bereich „reingekommen“? Hast du irgendwelche Traumsessions?

      Nachdem mein erster Blog online war, hatte ich mein erstes Bandshooting. Pressefotos sollten es werden – und eins der Fotos hat es dann aufs Cover geschafft. Rückblickend kam der Stein dadurch ins Rollen, wie man so schön sagt. Und dann hat sich das immer so ergeben. Klar habe ich mich immer für Musik interessiert, aber ich habe das nie so geplant. Und ja, seitdem habe ich eigentlich nie wieder wirklich was anderes gemacht.

      Ob ich eine Traumsession habe? Eigentlich nein… Aber Efterklang hätte ich z. B. schon gerne in meinem Portfolio!

      Gibt es andere Fotoblogs auf Tumblr, die du empfehlen würdest?

      Ich interessiere mich, was Blogs angeht, verrückterweise eher für wilde Sammelseiten als für Fotoblogs von Fotografen, also so was wie z. B. http://vjeranski.tumblr.com

      Foto: Sophie Krische