#user

  • Tumblr-User im Blickpunkt: Oliver Bottini
Heute stellen wir euch Tumblr-User Oliver Bottini vor. Der 48-jährige Schriftsteller lebt in Berlin und hat sich als Autor von Kriminalromanen einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Sein neuestes Buch „Der kalte Traum“ ist Anfang 2012 erschienen.
Oliver, warum hast Du Dich entschieden, Dein Blog bei Tumblr zu führen? Was gefällt Dir an Tumblr?
Tumblr ist unkompliziert, hat viele schöne Templates zur Auswahl und ist irgendwie cooler als andere Anbieter. ;-) Ursprünglich wollte ich viel mit Fotos machen, und da eignet sich Tumblr besonders, finde ich.
Wofür nutzt Du das Blog vornehmlich?
Anfangs wollte ich eine Möglichkeit haben, vor allem mit Fotos über mein Leben und Arbeiten als Schriftsteller zu berichten – Recherchereisen, Lesungen, Messebesuche und so. Das hat sich inzwischen ein wenig geändert. Jetzt nutze ich Tumblr auch, um mich zu aktuellen Debatten meiner Branche zu äußern, z.B. zur Urheberrechtsdiskussion. 
Durch das Bloggen haben sich neue Möglichkeiten ergeben, sich als Autor einen Namen zu machen und eine große Leserschaft zu erschließen. Wie beurteilst Du diese Entwicklung? Bist Du selbst Stammleser irgendwelcher Blogs?
Ich finde es großartig. Die Kommunikation mit Leuten, die an dem, was ich mache, interessiert sind, ist durch Blogs viel direkter und authentischer geworden. Außerdem werden auf vielen Blogs Bücher rezensiert. So ist die Auseinandersetzung mit Büchern lebendiger und diskursiver geworden, und es sind mehr Leute beteiligt als “früher”. Ich selbst schaue immer wieder bei bestimmten Blogs vorbei, z.B. Klappentexterin, Yogannina, The Modern Gentleman, StyleSpion, litaffin, smart digits. Dazu kommen andere themenbezogene Blogs, wenn ich für ein neues Buch recherchiere.
Foto: Hans Scherhaufer

    Tumblr-User im Blickpunkt: Oliver Bottini

    Heute stellen wir euch Tumblr-User Oliver Bottini vor. Der 48-jährige Schriftsteller lebt in Berlin und hat sich als Autor von Kriminalromanen einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Sein neuestes Buch „Der kalte Traum“ ist Anfang 2012 erschienen.

    Oliver, warum hast Du Dich entschieden, Dein Blog bei Tumblr zu führen? Was gefällt Dir an Tumblr?

    Tumblr ist unkompliziert, hat viele schöne Templates zur Auswahl und ist irgendwie cooler als andere Anbieter. ;-) Ursprünglich wollte ich viel mit Fotos machen, und da eignet sich Tumblr besonders, finde ich.

    Wofür nutzt Du das Blog vornehmlich?

    Anfangs wollte ich eine Möglichkeit haben, vor allem mit Fotos über mein Leben und Arbeiten als Schriftsteller zu berichten – Recherchereisen, Lesungen, Messebesuche und so. Das hat sich inzwischen ein wenig geändert. Jetzt nutze ich Tumblr auch, um mich zu aktuellen Debatten meiner Branche zu äußern, z.B. zur Urheberrechtsdiskussion. 

    Durch das Bloggen haben sich neue Möglichkeiten ergeben, sich als Autor einen Namen zu machen und eine große Leserschaft zu erschließen. Wie beurteilst Du diese Entwicklung? Bist Du selbst Stammleser irgendwelcher Blogs?

    Ich finde es großartig. Die Kommunikation mit Leuten, die an dem, was ich mache, interessiert sind, ist durch Blogs viel direkter und authentischer geworden. Außerdem werden auf vielen Blogs Bücher rezensiert. So ist die Auseinandersetzung mit Büchern lebendiger und diskursiver geworden, und es sind mehr Leute beteiligt als “früher”. Ich selbst schaue immer wieder bei bestimmten Blogs vorbei, z.B. Klappentexterin, Yogannina, The Modern Gentleman, StyleSpion, litaffin, smart digits. Dazu kommen andere themenbezogene Blogs, wenn ich für ein neues Buch recherchiere.

    Foto: Hans Scherhaufer

  • Tumblr-User im Blickpunkt: Alexander Smolianitski
Limmud ist eine unabhängige Organisation mit dem Ziel, jüdische Menschen jeglicher Couleur und politischer Ausrichtung zusammenzuführen, gemeinsam zu lernen und zu lehren und neue Kontakte zu schließen. Vom 17. bis 20. Mai findet in Berlin das Limmud.de Festival statt, dessen Veranstalter Alex uns Rede und Antwort stand.
Alex, warum hat sich Limmud entschieden, sein Blog bei Tumblr zu führen?
Uns war es wichtig, dass wir möglichst visuell arbeiten können und wir alle Medien möglichst schön und simpel präsentieren können. Mit Tumblr haben wir die Möglichkeit, dass „Aktivisten“ von Veranstaltungen aus unterschiedlichen Ländern bei uns ihre Erfahrungen teilen können, sowie wir auch während der kommenden Konferenz Informationen nach „außen“ bringen können. Tumblr bietet da die am besten gestaltete iPhone-App sowie Weboberfläche, sodass wir unseren Autoren nur den Zugang geben müssen und sie fast nicht in das System einweisen müssen.
Worum geht es beim Limmud-Festival und wie kam es dazu, dass Tumblr dieses Jahr als Co-Sponsor beteiligt ist?
Das Limmud.de Festival ist die größte jüdische Lernveranstaltung in Deutschland. Innerhalb von dreieinhalb Tagen werden über 170 Sessions in drei Sprachen zu Themen aus Kultur, Religion, Politik und Tradition durchgeführt. Um während des Festivals das Blog zu promoten, haben wir uns gemeinsam entschlossen, dass wir uns durch analoge Schreibblöcke gegenseitig Werbung machen. Nun steht überall auf den Schreibblöcken „limmud.de/blog“ und ein Logo von Tumblr ist gleich daneben.
Du hast auch ein privates Blog bei Tumblr - wofür nutzt Du das?
Schon seit vielen Jahren blogge ich über mein „jüdisches“ Leben in meinem Blog zusya.de. Lange habe ich überlegt, dass ich einen Ort brauche, an dem ich auch den Rest meines Lebens „veröffentlichen“ kann, da mich auch Design, Apple und Politik interessieren. Da war Tumblr die perfekte Option.

    Tumblr-User im Blickpunkt: Alexander Smolianitski

    Limmud ist eine unabhängige Organisation mit dem Ziel, jüdische Menschen jeglicher Couleur und politischer Ausrichtung zusammenzuführen, gemeinsam zu lernen und zu lehren und neue Kontakte zu schließen. Vom 17. bis 20. Mai findet in Berlin das Limmud.de Festival statt, dessen Veranstalter Alex uns Rede und Antwort stand.

    Alex, warum hat sich Limmud entschieden, sein Blog bei Tumblr zu führen?

    Uns war es wichtig, dass wir möglichst visuell arbeiten können und wir alle Medien möglichst schön und simpel präsentieren können. Mit Tumblr haben wir die Möglichkeit, dass „Aktivisten“ von Veranstaltungen aus unterschiedlichen Ländern bei uns ihre Erfahrungen teilen können, sowie wir auch während der kommenden Konferenz Informationen nach „außen“ bringen können. Tumblr bietet da die am besten gestaltete iPhone-App sowie Weboberfläche, sodass wir unseren Autoren nur den Zugang geben müssen und sie fast nicht in das System einweisen müssen.

    Worum geht es beim Limmud-Festival und wie kam es dazu, dass Tumblr dieses Jahr als Co-Sponsor beteiligt ist?

    Das Limmud.de Festival ist die größte jüdische Lernveranstaltung in Deutschland. Innerhalb von dreieinhalb Tagen werden über 170 Sessions in drei Sprachen zu Themen aus Kultur, Religion, Politik und Tradition durchgeführt. Um während des Festivals das Blog zu promoten, haben wir uns gemeinsam entschlossen, dass wir uns durch analoge Schreibblöcke gegenseitig Werbung machen. Nun steht überall auf den Schreibblöcken „limmud.de/blog“ und ein Logo von Tumblr ist gleich daneben.

    Du hast auch ein privates Blog bei Tumblr - wofür nutzt Du das?

    Schon seit vielen Jahren blogge ich über mein „jüdisches“ Leben in meinem Blog zusya.de. Lange habe ich überlegt, dass ich einen Ort brauche, an dem ich auch den Rest meines Lebens „veröffentlichen“ kann, da mich auch Design, Apple und Politik interessieren. Da war Tumblr die perfekte Option.

  • Tumblr-User im Blickpunkt: Johannes aus Kiel
Vinyl erlebt dieser Tage eine Renaissance und ist gefragt wie lange nicht mehr. Das Blog phonautograph von Johannes (siehe Foto), einem Schweriner, den Studium (und Liebe) einst nach Kiel verschlagen haben, präsentiert in digitaler Umgebung Bilder rund um das analoge Medium. Der Thirtysomething sammelt seit ca. zehn Jahren Schallplatten und steht außerdem noch auf Fußball, Kochen und Fotografieren/Filmen.
Johannes, warum hast Du Dich entschieden, das Blog auf Tumblr zu führen?
Ich mag die Einfachheit des Bloggens und Rebloggens bei Tumblr und die damit verbundene Schnelligkeit. Auch die Queue-Funktion nutze ich oft.
Ich hoffe auch, dass uns die Werbefreiheit erhalten bleibt!Und - es mag meine persönliche Wahrnehmung sein - ich hab das Gefühl, dass auf Tumblr nicht so viel getrollt und Hass verbreitet wird wie auf anderen Plattformen - auch sehr angenehm.
Und was ist für Dich das Tolle und das Besondere an Vinyl?
Die Mischung aus “Zärtlichkeit” und Robustheit:
Eine Schallplatte läuft und läuft und läuft, wenn man es nicht richtig schlecht mit ihr meint. Und doch ist ihre Behandlung von Zärtlichkeit geprägt - wie anders als ZÄRTLICH nimmt man sie aus der Hülle, legt sie auf den Plattenspieler, wischt eventuell eine Runde mit dem Reinigungstuch darüber, nimmt den Tonarm und setzt die Nadel auf die Platte? Spätestens das nun folgende Knistern und die eingehende Beschäftigung mit ihrer großen Hülle lässt doch all die Zärtlichkeit auch in einen selbst dringen…
Außerdem schätze ich den Second-Hand-Gedanken daran. Ich kaufe fast ausschließlich gebrauchte Platten, was auch den Vorteil hat, dass ich Preise zahle, die Spontan-Käufe rechtfertigen, was meinen musikalischen Horizont enorm erweitert hat. 
Hast Du ein bestimmtes Lieblings-Artwork oder eine Platte, deren Aufmachung Du besonders toll findest?
So eine richtige Lieblingshülle habe ich eigentlich nicht. Oft ist meine Wertschätzung des Artworks leider umgekehrt proportional zu der der Musik. 
Das Gatefold von Bob Marleys “Babylon by Bus” fällt mir dazu spontan ein - da mag ich Musik UND Hülle. Kann man lustig mit rumspielen, während die Platte läuft.

    Tumblr-User im Blickpunkt: Johannes aus Kiel

    Vinyl erlebt dieser Tage eine Renaissance und ist gefragt wie lange nicht mehr. Das Blog phonautograph von Johannes (siehe Foto), einem Schweriner, den Studium (und Liebe) einst nach Kiel verschlagen haben, präsentiert in digitaler Umgebung Bilder rund um das analoge Medium. Der Thirtysomething sammelt seit ca. zehn Jahren Schallplatten und steht außerdem noch auf Fußball, Kochen und Fotografieren/Filmen.

    Johannes, warum hast Du Dich entschieden, das Blog auf Tumblr zu führen?

    Ich mag die Einfachheit des Bloggens und Rebloggens bei Tumblr und die damit verbundene Schnelligkeit. Auch die Queue-Funktion nutze ich oft.

    Ich hoffe auch, dass uns die Werbefreiheit erhalten bleibt!
    Und - es mag meine persönliche Wahrnehmung sein - ich hab das Gefühl, dass auf Tumblr nicht so viel getrollt und Hass verbreitet wird wie auf anderen Plattformen - auch sehr angenehm.

    Und was ist für Dich das Tolle und das Besondere an Vinyl?

    Die Mischung aus “Zärtlichkeit” und Robustheit:

    Eine Schallplatte läuft und läuft und läuft, wenn man es nicht richtig schlecht mit ihr meint. Und doch ist ihre Behandlung von Zärtlichkeit geprägt - wie anders als ZÄRTLICH nimmt man sie aus der Hülle, legt sie auf den Plattenspieler, wischt eventuell eine Runde mit dem Reinigungstuch darüber, nimmt den Tonarm und setzt die Nadel auf die Platte? Spätestens das nun folgende Knistern und die eingehende Beschäftigung mit ihrer großen Hülle lässt doch all die Zärtlichkeit auch in einen selbst dringen…

    Außerdem schätze ich den Second-Hand-Gedanken daran. Ich kaufe fast ausschließlich gebrauchte Platten, was auch den Vorteil hat, dass ich Preise zahle, die Spontan-Käufe rechtfertigen, was meinen musikalischen Horizont enorm erweitert hat. 

    Hast Du ein bestimmtes Lieblings-Artwork oder eine Platte, deren Aufmachung Du besonders toll findest?

    So eine richtige Lieblingshülle habe ich eigentlich nicht. Oft ist meine Wertschätzung des Artworks leider umgekehrt proportional zu der der Musik. 

    Das Gatefold von Bob Marleys “Babylon by Bus” fällt mir dazu spontan ein - da mag ich Musik UND Hülle. Kann man lustig mit rumspielen, während die Platte läuft.

  • Tumblr-User im Blickpunkt: Katharina Jach
Katharina ist eine 25-jährige in Hamburg ansässige Werbetexterin. Schon als Jugendliche wollte sie unbedingt Schriftstellerin werden, auch wenn sie noch nicht genau wusste, wie. Ihr Blog Lieber Literatur als Langeweile soll dabei helfen und war anfangs ein Portfolio für ihre Kurzprosa gedacht. Inzwischen ist aber sehr viel mehr draus geworden.
Wie hat Microblogging die Literatur-Landschaft deiner Meinung nach verändert?
Früher verstand man den Schriftsteller als eine Art Gott, der einen eigenen, fiktionalen Kosmos beherrscht. Mit dem Netz gerät dieses Selbstverständnis ins Wanken. Heute hat man die Chance, seine Gedanken mit anderen Medien und auf anderen Kanälen zu verbreiten und gemeinsam mit anderen an einer kreativen Vision zu arbeiten. Bloggen ist dabei nur eine von vielen Methoden, wobei ich sie für die spannendste halte.
Es gibt schon einige relativ junge deutsche User, die Tumblr als Schreibplattform nutzen. Kann man da schon von einer kreativen Gemeinschaft sprechen?
Als Autorin lese ich natürlich besonders gern die Blogs anderer Autoren. Ihre Gedanken regen mich am meisten an und helfen mir bei der Arbeit an neuen Texten. Das ist ja der große Vorteil des Internets: es erlaubt uns Gedanken zu teilen und Ideen zu entwickeln, auf die ein Einzelner wohl möglich nicht gekommen wäre. Insofern kann man wohl schon von einer Art Ideen-Gemeinschaft sprechen. Diese ist allerdings oft sehr anonym und flüchtig. Ich persönlich wünsche mir noch direkteren Kontakt und stärkere Verknüpfungen.
Was möchtest du mit Lieber Literatur als Langeweile erreichen?
In erster Linie begleitet das Blog meine persönliche und schriftstellerische Entwicklung. Hier habe ich einen Ort der Inspiration und Reflektion. Später sollen die Erkenntnisse , die ich mit seiner Hilfe gesammelt habe, in einen Roman einfließen. Und natürlich freue ich mich riesig, wenn ich Menschen berühren kann: seien es Leser, Autoren oder - davon träume ich natürlich - ein Verlagshaus.

    Tumblr-User im Blickpunkt: Katharina Jach

    Katharina ist eine 25-jährige in Hamburg ansässige Werbetexterin. Schon als Jugendliche wollte sie unbedingt Schriftstellerin werden, auch wenn sie noch nicht genau wusste, wie. Ihr Blog Lieber Literatur als Langeweile soll dabei helfen und war anfangs ein Portfolio für ihre Kurzprosa gedacht. Inzwischen ist aber sehr viel mehr draus geworden.

    Wie hat Microblogging die Literatur-Landschaft deiner Meinung nach verändert?

    Früher verstand man den Schriftsteller als eine Art Gott, der einen eigenen, fiktionalen Kosmos beherrscht. Mit dem Netz gerät dieses Selbstverständnis ins Wanken. Heute hat man die Chance, seine Gedanken mit anderen Medien und auf anderen Kanälen zu verbreiten und gemeinsam mit anderen an einer kreativen Vision zu arbeiten. Bloggen ist dabei nur eine von vielen Methoden, wobei ich sie für die spannendste halte.

    Es gibt schon einige relativ junge deutsche User, die Tumblr als Schreibplattform nutzen. Kann man da schon von einer kreativen Gemeinschaft sprechen?

    Als Autorin lese ich natürlich besonders gern die Blogs anderer Autoren. Ihre Gedanken regen mich am meisten an und helfen mir bei der Arbeit an neuen Texten. Das ist ja der große Vorteil des Internets: es erlaubt uns Gedanken zu teilen und Ideen zu entwickeln, auf die ein Einzelner wohl möglich nicht gekommen wäre. Insofern kann man wohl schon von einer Art Ideen-Gemeinschaft sprechen. Diese ist allerdings oft sehr anonym und flüchtig. Ich persönlich wünsche mir noch direkteren Kontakt und stärkere Verknüpfungen.

    Was möchtest du mit Lieber Literatur als Langeweile erreichen?

    In erster Linie begleitet das Blog meine persönliche und schriftstellerische Entwicklung. Hier habe ich einen Ort der Inspiration und Reflektion. Später sollen die Erkenntnisse , die ich mit seiner Hilfe gesammelt habe, in einen Roman einfließen. Und natürlich freue ich mich riesig, wenn ich Menschen berühren kann: seien es Leser, Autoren oder - davon träume ich natürlich - ein Verlagshaus.

  • Tumblr-User im Blickpunkt: Ines Seidel
Ines Seidel hat in Leipzig Linguistik und Kommunikationswissenschaften studiert. Inzwischen lebt sie bei München und arbeitet als Trendanalystin in ihrer Agentur für Zukunftsfitness. Sie interessiert sich für alles, was mit Sprache zu tun hat, nicht zuletzt, weil sich auch an der Sprache gesellschaftliche Veränderungen ablesen lassen.

Was für eine Rolle spielt Microblogging deiner Meinung nach in der Entwicklung der Kommunikation innerhalb von Social Media?
Microblogging erlaubt ein neues Denken über Kommunikation, weil Sender und Empfänger - falls es überhaupt einen gibt - sich meist nicht kennen und auch keine Beziehung pflegen müssen. Kommunikation im eigentlichen Sinne entsteht aber erst im direkten Zusammenspiel von Sender und Empfänger. Beim Microbloggen ist dieses Zusammenspiel jedoch sehr subtil. Dadurch kann ich mir als Senderin meiner eigenen Rolle sehr bewusst werden: Ich muss entscheiden, ob ich einen Kontext und eine Interpretation mitliefere zu meiner Botschaft oder nicht. Ich kann merken, wie wichtig mir das Mitteilen ist und wie wichtig im Vergleich dazu das Gehörtwerden. Und auch, wie stark Kommunikation einfach dem Füllen von Zeit dient. Diese Überlegungen treten bei einem normalen Gespräch am Kaffeetisch fast nie ins Bewusstsein.

Hat die Tatsache, dass du Tumblr nutzt, deine Perspektive auf Sprache verändert?
Verändert hat sich vielleicht meine Perspektive auf die Rolle des Mediums in der Kommunikation. Tumblr gibt mir die Chance, mit noch mehr Perspektiven auf Sprache in Kontakt zu kommen. Ich habe tolle Bilder, Zitate, Sprachspiele, Beobachtungen bei anderen Bloggern entdeckt – und dann weitergebloggt. Eine wunderbares Mem-Vervielfältigungs-Medium!

Was möchtest du mit Sprachwandeln erreichen? 

Der Sprachphilosoph Wittgenstein hat sinngemäß gesagt, dass die Grenzen der Sprache die Grenzen des Bewusstseins darstellen. Umgekehrt heißt das auch, dass uns an den Grenzen der Sprache unsere Denkbarrieren oder Bewusstseinsgrenzen auffallen können. Das finde ich sehr spannend. Zumal sich Sprache ja weiterentwickelt, genau wie unser kulturelles oder auch individuelles Bewusstsein. Diese Grenzen lassen sich also verschieben.  Mit „Sprachwandeln“ will ich auf den Grenzen, wo uns etwas über uns selbst bewusst werden kann, entlang balancieren. „Sprachwandeln“ ist quasi eine Materialsammlung für mein privates Forschungsprojekt an der Schnittstelle von Sprache, Bewusstsein und Beziehung. Wenn das auch andere anspricht, freue ich mich.

    Tumblr-User im Blickpunkt: Ines Seidel

    Ines Seidel hat in Leipzig Linguistik und Kommunikationswissenschaften studiert. Inzwischen lebt sie bei München und arbeitet als Trendanalystin in ihrer Agentur für Zukunftsfitness. Sie interessiert sich für alles, was mit Sprache zu tun hat, nicht zuletzt, weil sich auch an der Sprache gesellschaftliche Veränderungen ablesen lassen.

    Was für eine Rolle spielt Microblogging deiner Meinung nach in der Entwicklung der Kommunikation innerhalb von Social Media?

    Microblogging erlaubt ein neues Denken über Kommunikation, weil Sender und Empfänger - falls es überhaupt einen gibt - sich meist nicht kennen und auch keine Beziehung pflegen müssen. Kommunikation im eigentlichen Sinne entsteht aber erst im direkten Zusammenspiel von Sender und Empfänger. Beim Microbloggen ist dieses Zusammenspiel jedoch sehr subtil. Dadurch kann ich mir als Senderin meiner eigenen Rolle sehr bewusst werden: Ich muss entscheiden, ob ich einen Kontext und eine Interpretation mitliefere zu meiner Botschaft oder nicht. Ich kann merken, wie wichtig mir das Mitteilen ist und wie wichtig im Vergleich dazu das Gehörtwerden. Und auch, wie stark Kommunikation einfach dem Füllen von Zeit dient. Diese Überlegungen treten bei einem normalen Gespräch am Kaffeetisch fast nie ins Bewusstsein.

    Hat die Tatsache, dass du Tumblr nutzt, deine Perspektive auf Sprache verändert?

    Verändert hat sich vielleicht meine Perspektive auf die Rolle des Mediums in der Kommunikation. Tumblr gibt mir die Chance, mit noch mehr Perspektiven auf Sprache in Kontakt zu kommen. Ich habe tolle Bilder, Zitate, Sprachspiele, Beobachtungen bei anderen Bloggern entdeckt – und dann weitergebloggt. Eine wunderbares Mem-Vervielfältigungs-Medium!

    Was möchtest du mit Sprachwandeln erreichen? 

    Der Sprachphilosoph Wittgenstein hat sinngemäß gesagt, dass die Grenzen der Sprache die Grenzen des Bewusstseins darstellen. Umgekehrt heißt das auch, dass uns an den Grenzen der Sprache unsere Denkbarrieren oder Bewusstseinsgrenzen auffallen können. Das finde ich sehr spannend. Zumal sich Sprache ja weiterentwickelt, genau wie unser kulturelles oder auch individuelles Bewusstsein. Diese Grenzen lassen sich also verschieben.  Mit „Sprachwandeln“ will ich auf den Grenzen, wo uns etwas über uns selbst bewusst werden kann, entlang balancieren. „Sprachwandeln“ ist quasi eine Materialsammlung für mein privates Forschungsprojekt an der Schnittstelle von Sprache, Bewusstsein und Beziehung. Wenn das auch andere anspricht, freue ich mich.

  • Rückblick auf 2011: das größte Tumblr-Treffen

    Kleine und große selbstorganisierte Tumblr-Treffen finden ständig irgendwo auf der Welt statt. Doch das mit knapp 500 angemeldeten Teilnehmern größte Treffen fand am 5. Juni 2011 im brasilianischen Curitiba statt.

    Oben: Beim Treffen in Curitiba singen Tumblr-User „Happy birthday to Tumblr!“ Mehr Video hier!

    (Quelle: staff)

  • Rückblick auf 2011: der beliebteste Audio-Eintrag

    Die binaurale Tonaufnahme ist eine Methode der Tonaufnahme, bei der zwei Mikrofone verwendet werden, um ein 3D-Stereo-Sounderlebnis zu kreieren und dem Hörer den Eindruck zu vermitteln, er sei im selben Raum wie die Darsteller oder die Instrumente. Der Effekt wird oft durch eine sogenannte „Kunstkopfaufnahme“ erzielt, bei der ein Kunstkopf an den Ohren mit je einem Mikrofon ausgestattet wird.

    QSound Labs ist ein Audiotechnologie-Unternehmen aus Calgary in Kanada. 1996 haben sie für einen Kunden ein binaural aufgenommenes Demo mit dem Titel „Virtual Barber Shop“ („Virtueller Friseurladen“) entwickelt.

    awesomaticeric hat „Virtual Barber Shop“ am 1. Januar 2011 geteilt – heute hat der Eintrag über 150.000 Anmerkungen.

    Jetzt anhören →

    (Quelle: staff)

  • Rückblick auf 2011: die kreativsten Fotosets auf Tumblr

    Am 14. Juli 2011 haben wir unser verbessertes Fotoserien-Feature eingeführt. Schon nach wenigen Minuten stellte die Tumblr-Community damit Dinge an, die wir niemals erwartet hatten. Hier seht ihr fünf unserer Favoriten unter den kreativen Fotoserien 2011. 

    (Quelle: staff)

  • Tumblr-User im Blickpunkt: Johann Büsen
Johann ist gebürtiger Paderborner und studierte an der Hochschule für Künste in Bremen. Heute lebt er als freischaffender Künstler in Berlin und hat seit 2003 an diversen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen.
Seit Anfang 2010 pflegt er sein Digital Dreamland - ein Blog mit inspirierenden Bildern, die ihm bei der Recherche zu seinen Collagen begegnen.
DIGITAL DREAMLAND könnte man als dein Aufbewahrungsort für visuelle Impulsgeber beschreiben. Hat Microblogging die Inspirationssuche für dich als Künstler eigentlich verändert?
Microblogging bietet andere Arbeitsweisen als sonstige Quellen bei der Recherche und mein Blog ist dadurch zum wichtigen, immer aktuellen und ständig wachsenden Archiv geworden.
Was macht deines Erachtens Tumblr so geeignet für Künstler?
Tumblr als eine Art kollektives Gedächtnis oder Spiegel der Gesellschaft in Form von Bildern ist eben sehr spannend für Künstler und bietet viele Möglichkeiten zur Interpretation.
Verrätst du uns dein Lieblingskünstler auf Tumblr?
Empfehlenswerte Künstler gibt es zum Beispiel auf Saatchi Online zu sehen.
Danke Johann!

    Tumblr-User im Blickpunkt: Johann Büsen

    Johann ist gebürtiger Paderborner und studierte an der Hochschule für Künste in Bremen. Heute lebt er als freischaffender Künstler in Berlin und hat seit 2003 an diversen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen.

    Seit Anfang 2010 pflegt er sein Digital Dreamland - ein Blog mit inspirierenden Bildern, die ihm bei der Recherche zu seinen Collagen begegnen.

    DIGITAL DREAMLAND könnte man als dein Aufbewahrungsort für visuelle Impulsgeber beschreiben. Hat Microblogging die Inspirationssuche für dich als Künstler eigentlich verändert?

    Microblogging bietet andere Arbeitsweisen als sonstige Quellen bei der Recherche und mein Blog ist dadurch zum wichtigen, immer aktuellen und ständig wachsenden Archiv geworden.

    Was macht deines Erachtens Tumblr so geeignet für Künstler?

    Tumblr als eine Art kollektives Gedächtnis oder Spiegel der Gesellschaft in Form von Bildern ist eben sehr spannend für Künstler und bietet viele Möglichkeiten zur Interpretation.

    Verrätst du uns dein Lieblingskünstler auf Tumblr?

    Empfehlenswerte Künstler gibt es zum Beispiel auf Saatchi Online zu sehen.

    Danke Johann!

  • Tumblr-User im Blickpunkt: Michelle Richter
Michelle Richter ist seit Februar 2011 mit ihrem Blog Volane auf Tumblr vertreten, wo sie regelmäßig eigene Illustrationen und Skizzen veröffentlicht. Die Hessin hat immer ihren Kulturbeutel voller Stifte immer bei sich, wenn sie ihr Haus in Freigericht bei Gelnhausen verlässt.
Hallo Michelle! Du nutzt dein Tumblr-Blog als Portfolio. Welche Features findest du dabei besonders nützlich?
Genau, das Blog dient quasi als Portfolio. Meine Arbeiten sind auch auf Facebook vertreten aber dort können sie nur von angemeldeten Facebook-Usern angeschaut werden. Das finde ich schlecht. Mit dem Tumblr-Blog dagegen können gleichermaßen User aus der Community wie auch Leute aus dem gesamten Netz meine Bilder sehen. Abgesehen davon finde ich es gut, dass man eine große Auswahl an benutzerdefinierten Templates hat, mit denen man seine Sachen unterschiedlich präsentieren kann.
Benutzt du Tumblr eigentlich auch zum Networking mit anderen Künstlern?
Ich nutze Tumblr, um mir anzuschauen was andere so machen. Die Künstler, denen ich folge oder die mir folgen, kenne ich in der Regel nicht. Leider ist bisher auch noch kein Austausch in Form eines Offline-Gesprächs zu Stande gekommen. Fänd ich aber super, wenn das mal passieren würde.
Wen würdest du am liebsten zu deinen Tumblr-Followern zählen können?
Wenn er ein Tumblr-Blog hätte, wäre Andreas Noßmann mein Traum-Follower.

    Tumblr-User im Blickpunkt: Michelle Richter

    Michelle Richter ist seit Februar 2011 mit ihrem Blog Volane auf Tumblr vertreten, wo sie regelmäßig eigene Illustrationen und Skizzen veröffentlicht. Die Hessin hat immer ihren Kulturbeutel voller Stifte immer bei sich, wenn sie ihr Haus in Freigericht bei Gelnhausen verlässt.

    Hallo Michelle! Du nutzt dein Tumblr-Blog als Portfolio. Welche Features findest du dabei besonders nützlich?

    Genau, das Blog dient quasi als Portfolio. Meine Arbeiten sind auch auf Facebook vertreten aber dort können sie nur von angemeldeten Facebook-Usern angeschaut werden. Das finde ich schlecht. Mit dem Tumblr-Blog dagegen können gleichermaßen User aus der Community wie auch Leute aus dem gesamten Netz meine Bilder sehen. Abgesehen davon finde ich es gut, dass man eine große Auswahl an benutzerdefinierten Templates hat, mit denen man seine Sachen unterschiedlich präsentieren kann.

    Benutzt du Tumblr eigentlich auch zum Networking mit anderen Künstlern?

    Ich nutze Tumblr, um mir anzuschauen was andere so machen. Die Künstler, denen ich folge oder die mir folgen, kenne ich in der Regel nicht. Leider ist bisher auch noch kein Austausch in Form eines Offline-Gesprächs zu Stande gekommen. Fänd ich aber super, wenn das mal passieren würde.

    Wen würdest du am liebsten zu deinen Tumblr-Followern zählen können?

    Wenn er ein Tumblr-Blog hätte, wäre Andreas Noßmann mein Traum-Follower.