• Tumblr-User im Blickpunkt: Christian und Daniel von WohnzimmerKonzerte
Christian Lundsgaard-Hansen, 23, wohnhaft in Bern, studiert Sozialwissenschaften an der Universität Bern und organisiert in Bern die Kultur- und Nachwuchsförderungsveranstaltung „Bonsoir Jardin“. Sein Ziel ist es, als vielseitiger Kulturunternehmer seine eigenen Brötchen backen zu können.
Daniel Sigrist, 28, ist im Berner Oberland aufgewachsen und wohnt heute in Olten, wo er Angewandte Psychologie studiert. Neben der Beschäftigung mit Musik liest er viel und spielt gelegentlich Tennis oder Crossgolf.
Gemeinsam haben sie das Projekt WohzimmerKonzerte ins Leben gerufen. Was genau dahinter steckt? Lest selbst.
Erzählt doch mal, wie die WohnzimmerKonzerte zustande kommen, d.h. wie treibt ihr die Künstler auf, wie treibt ihr die Gastgeber auf etc.? Kommt es auch vor, dass ihr und/oder die Musiker in den jeweiligen Wohnungen auch gleich übernachten?
Mit der Idee, Konzerte in intimer und persönlicher Atmosphäre, völlig ohne Technik und mit maximaler Nähe zum Publikum zu spielen, konnten wir recht schnell Leute aus unserem persönlichen Umfeld begeistern. Danach hat sich die ganze Sache dann recht schnell entwickelt und mittlerweile spielen wir praktisch nur noch bei Personen, welche wir vorher nicht persönlich kannten. Wir hatten Glück und haben recht schnell ein paar Presseberichte gekriegt, was ein wenig Aufmerksamkeit für unser Konzept generiert hat. Zudem kommen auch immer wieder Anfragen über unseren Blog rein oder es passiert, dass die Leute irgendwo von uns gehört haben. Auf diese Art und Weise sind auch erste Kontakte nach Deutschland entstanden, sodass wir im November 2012 während insgesamt 10 Tagen auch erstmals in deutschen Wohnzimmern unterwegs waren. Hier war es dann auch so, dass wir jeweils gleich in den Wohnungen übernachtet haben. In der Schweiz aber sind die Distanzen kürzer und daher fahren wir nach jedem WohnzimmerKonzert bequem mit dem Zug nach Hause. Derzeit sind wir daran, weitere Künstler in unsere Konzertreihe zu integrieren, damit unser Netzwerk breiter abgestützt wird. Unser Ziel ist es, eine kleine WZK-Bewegung aufzubauen, welche gerne auch grenzüberschreitend sein kann. Unser erster Abstecher nach Deutschland im letzten Jahr war eine tolle Erfahrung und wir haben sehr viel Zuspruch erhalten. Darüber hinaus sind auch bereits weitere Kontakte ins Ausland entstanden, aber dieses Wachstum braucht Zeit und lässt sich nur bedingt planen.
Was für Künstler treten in eurer Reihe auf? Haben manche davon schon Tonträger veröffentlicht, oder sind es grundsätzlich Künstler ohne Vertrag? Sind die Konzerte eher akustisch, oder wird schon mal gerockt?
Bis jetzt haben wir, Christian und Daniel, an die 40 WohnzimmerKonzerte gespielt und dabei im Februar 2013 mit Lindsay Ferguson aus Kanada erstmals auch eine „fremde“ Künstlerin an ein WohnzimmerKonzert mitgenommen. Lindsay hat bereits zwei Tonträger veröffentlicht und ist als Independent-Künstlerin wie gemacht für die unkomplizierte und direkte Art der WohnzimmerKonzerte. Christian hat ebenfalls bereits zwei CDs veröffentlicht und Daniel hat jeweils sein Debütalbum im Gepäck. Wir sind alles Künstler ohne Vertrag, was aber nicht bedeutet, dass wir keine Tonträger veröffentlichen können. Das Konzept der WohnzimmerKonzerte passt perfekt zu uns als Independent-Künstler und die Möglichkeit, auf diese Art und Weise von der CD-Produktion bis zu der Tournee alles total selbständig organisieren zu können, eröffnet uns sehr viele Freiheiten. Während auf unseren Tonträgern auch Schlagzeug oder elektrische Gitarren zu hören sind, spielen wir bei den WohnzimmerKonzerten bewusst nur akustisch und gänzlich ohne Technik (d.h. ohne Mikrofone und Verstärker). Durch diese direkte Form des Musikmachens entsteht eine einmalige Atmosphäre, in welcher die Musik im Zentrum steht und viele persönliche Begegnungen eröffnet werden. Getreu unserem Motto „Musik verbindet“ lernen wir durch die WohnzimmerKonzerte immer wieder sehr spannende Menschen kennen und diese Begegnungen machen auch einen großen Teil der speziellen WZK-Atmosphäre aus.
Wie viele Leute kommen in etwa zu den Konzerten? Gab es irgendwelche besonders spannenden Erlebnisse oder Locations? Feiert man im Anschluss an ein Konzert noch irgendwie zusammen mit den Gästen?
In der Regel kommen zwischen 20 bis 40 Personen an ein WohnzimmerKonzert. Wir haben schon viele spannende Momente erlebt und einer der schönsten war, als in Rostock nach dem Konzert jemand zu uns kam, nach Worten rang und schließlich den Satz „Menschen wie ihr bereichern das Leben“ stammelte – das war unglaublich berührend! Zu der speziellen WZK-Atmosphäre gehört dazu, dass wir uns vor und nach dem Konzert unter die Leute mischen und so sehr viele spannende Gespräche entstehen. Es ist auch schon vorgekommen, dass wir dann mit den Leuten noch um die Häuser gezogen sind oder dass nach unserem Konzert noch getanzt wurde. Jedes WohnzimmerKonzert ist immer wieder anders, jedes Wohnzimmer ist immer wieder anders und genauso sind auch die Leute an einem WohnzimmerKonzert immer wieder anders. Genau das macht WohnzimmerKonzerte so unvergleichlich und für uns als Musiker ist es ein Privileg, dass wir unsere Musik auf diese Art und Weise mit den Leuten teilen dürfen.
Foto: Christian und Daniel

      Tumblr-User im Blickpunkt: Christian und Daniel von WohnzimmerKonzerte

      Christian Lundsgaard-Hansen, 23, wohnhaft in Bern, studiert Sozialwissenschaften an der Universität Bern und organisiert in Bern die Kultur- und Nachwuchsförderungsveranstaltung „Bonsoir Jardin“. Sein Ziel ist es, als vielseitiger Kulturunternehmer seine eigenen Brötchen backen zu können.

      Daniel Sigrist, 28, ist im Berner Oberland aufgewachsen und wohnt heute in Olten, wo er Angewandte Psychologie studiert. Neben der Beschäftigung mit Musik liest er viel und spielt gelegentlich Tennis oder Crossgolf.

      Gemeinsam haben sie das Projekt WohzimmerKonzerte ins Leben gerufen. Was genau dahinter steckt? Lest selbst.

      Erzählt doch mal, wie die WohnzimmerKonzerte zustande kommen, d.h. wie treibt ihr die Künstler auf, wie treibt ihr die Gastgeber auf etc.? Kommt es auch vor, dass ihr und/oder die Musiker in den jeweiligen Wohnungen auch gleich übernachten?

      Mit der Idee, Konzerte in intimer und persönlicher Atmosphäre, völlig ohne Technik und mit maximaler Nähe zum Publikum zu spielen, konnten wir recht schnell Leute aus unserem persönlichen Umfeld begeistern. Danach hat sich die ganze Sache dann recht schnell entwickelt und mittlerweile spielen wir praktisch nur noch bei Personen, welche wir vorher nicht persönlich kannten. Wir hatten Glück und haben recht schnell ein paar Presseberichte gekriegt, was ein wenig Aufmerksamkeit für unser Konzept generiert hat. Zudem kommen auch immer wieder Anfragen über unseren Blog rein oder es passiert, dass die Leute irgendwo von uns gehört haben. Auf diese Art und Weise sind auch erste Kontakte nach Deutschland entstanden, sodass wir im November 2012 während insgesamt 10 Tagen auch erstmals in deutschen Wohnzimmern unterwegs waren. Hier war es dann auch so, dass wir jeweils gleich in den Wohnungen übernachtet haben. In der Schweiz aber sind die Distanzen kürzer und daher fahren wir nach jedem WohnzimmerKonzert bequem mit dem Zug nach Hause. Derzeit sind wir daran, weitere Künstler in unsere Konzertreihe zu integrieren, damit unser Netzwerk breiter abgestützt wird. Unser Ziel ist es, eine kleine WZK-Bewegung aufzubauen, welche gerne auch grenzüberschreitend sein kann. Unser erster Abstecher nach Deutschland im letzten Jahr war eine tolle Erfahrung und wir haben sehr viel Zuspruch erhalten. Darüber hinaus sind auch bereits weitere Kontakte ins Ausland entstanden, aber dieses Wachstum braucht Zeit und lässt sich nur bedingt planen.

      Was für Künstler treten in eurer Reihe auf? Haben manche davon schon Tonträger veröffentlicht, oder sind es grundsätzlich Künstler ohne Vertrag? Sind die Konzerte eher akustisch, oder wird schon mal gerockt?

      Bis jetzt haben wir, Christian und Daniel, an die 40 WohnzimmerKonzerte gespielt und dabei im Februar 2013 mit Lindsay Ferguson aus Kanada erstmals auch eine „fremde“ Künstlerin an ein WohnzimmerKonzert mitgenommen. Lindsay hat bereits zwei Tonträger veröffentlicht und ist als Independent-Künstlerin wie gemacht für die unkomplizierte und direkte Art der WohnzimmerKonzerte. Christian hat ebenfalls bereits zwei CDs veröffentlicht und Daniel hat jeweils sein Debütalbum im Gepäck. Wir sind alles Künstler ohne Vertrag, was aber nicht bedeutet, dass wir keine Tonträger veröffentlichen können. Das Konzept der WohnzimmerKonzerte passt perfekt zu uns als Independent-Künstler und die Möglichkeit, auf diese Art und Weise von der CD-Produktion bis zu der Tournee alles total selbständig organisieren zu können, eröffnet uns sehr viele Freiheiten. Während auf unseren Tonträgern auch Schlagzeug oder elektrische Gitarren zu hören sind, spielen wir bei den WohnzimmerKonzerten bewusst nur akustisch und gänzlich ohne Technik (d.h. ohne Mikrofone und Verstärker). Durch diese direkte Form des Musikmachens entsteht eine einmalige Atmosphäre, in welcher die Musik im Zentrum steht und viele persönliche Begegnungen eröffnet werden. Getreu unserem Motto „Musik verbindet“ lernen wir durch die WohnzimmerKonzerte immer wieder sehr spannende Menschen kennen und diese Begegnungen machen auch einen großen Teil der speziellen WZK-Atmosphäre aus.

      Wie viele Leute kommen in etwa zu den Konzerten? Gab es irgendwelche besonders spannenden Erlebnisse oder Locations? Feiert man im Anschluss an ein Konzert noch irgendwie zusammen mit den Gästen?

      In der Regel kommen zwischen 20 bis 40 Personen an ein WohnzimmerKonzert. Wir haben schon viele spannende Momente erlebt und einer der schönsten war, als in Rostock nach dem Konzert jemand zu uns kam, nach Worten rang und schließlich den Satz „Menschen wie ihr bereichern das Leben“ stammelte – das war unglaublich berührend! Zu der speziellen WZK-Atmosphäre gehört dazu, dass wir uns vor und nach dem Konzert unter die Leute mischen und so sehr viele spannende Gespräche entstehen. Es ist auch schon vorgekommen, dass wir dann mit den Leuten noch um die Häuser gezogen sind oder dass nach unserem Konzert noch getanzt wurde. Jedes WohnzimmerKonzert ist immer wieder anders, jedes Wohnzimmer ist immer wieder anders und genauso sind auch die Leute an einem WohnzimmerKonzert immer wieder anders. Genau das macht WohnzimmerKonzerte so unvergleichlich und für uns als Musiker ist es ein Privileg, dass wir unsere Musik auf diese Art und Weise mit den Leuten teilen dürfen.

      Foto: Christian und Daniel