• Tumblr-User im Blickpunkt: Oliver Boczek
Der Kieler Filmemacher Oliver Boczek hat über Umwege zum Film gefunden. Als Autodidakt arbeitete er zunächst bei zahlreichen Filmproduktionen in verschiedenen Bereichen, um schließlich eigene Kurzfilme zu realisieren. Bei seinem aktuellen Kurz-Spielfilm „Der kleine Kaiser“ lässt er über das Blog oliver-boczek die Öffentlichkeit an der Entstehung seines Filmes teilhaben. Es erzählt die Geschichte des Films vom Casting über den Dreh und die Postproduktion bis hin zur Premiere und dem Weg zu den Filmfestivals.
Oliver, könntest du kurz umreißen, worum es in „Der kleine Kaiser“ geht? Ist es ein Film für Kinder oder für alle Altersgruppen? Wo wird man den Film sehen können?
„Der kleine Kaiser“ ist eine märchenhafte Erzählung über einen Jungen, der sich in eine Fantasiewelt flüchtet, um der Realität zu entkommen. In dieser Welt ist sein Vater der Kaiser eines fernen Planeten. Zusammen mit seiner Freundin Lisa möchte er diesen Planeten mit einer selbst gebastelten Rakete besuchen. Außerdem tritt er selbst nur noch mit Krone und Gewand auf. Das führt natürlich zu Konflikten. „Der kleine Kaiser“ ist nicht direkt ein Kinderfilm, sondern für Zuschauer aller Altersklassen gedacht. Premiere wird im März 2013 auf dem Schleswig-Holsteinischen Filmfest Augenweide in Kiel sein. Danach wird der Film europaweit auf Filmfestivals zu sehen sein.
Was für Projekte hast du bisher gemacht und wie ist „Der kleine Kaiser“ da einzuordnen (z.B. von der Größenordnung, vom Budget her etc.)?
Bevor ich meine Leidenschaft zum Filmemachen entdeckte, hatte ich einen eher bodenständigen, kaufmännischen Beruf. Da ich damit nie so recht glücklich gewesen bin, habe ich mich entschieden, den Sprung ins Filmbusiness zu wagen. Das beginnt meistens mit Kurzfilmen, da man sich hier ausprobieren kann und die Finanzierung überschaubar bleibt.
„Der kleine Kaiser“ ist vom Budget und der Länge des Films her mein bisher umfangreichstes Projekt. Trotz Filmförderung und externer Unterstützung mussten wir sehr viel Geld einsparen. Unsere Drehzeit war daher mit zwölf Tagen sehr eng. Das Team hat auf seine Gage verzichtet und den gesamten Dreh durchgearbeitet. Wäre das nicht so gewesen, wäre das Projekt nicht machbar gewesen. Dafür bin ich sehr dankbar. Meine bisherigen Filme wie „Schlüsselerlebnis“ (Fünf Drehtage) und „Nackte Tatsachen“ (Drei Drehtage) waren dagegen vom Produktionsaufwand her eher bescheiden.
Wie kam es zu der Idee, die Entstehung des Films in einem Blog festzuhalten?
Wir wollten mit dem Blog zeigen, dass Filmemachen Teamarbeit ist. Viele am Projekt Beteiligte bleiben leider meist unbemerkt im Hintergrund. Eine befreundete Bloggerin von mir, Jessica Dahlke (www.kult-literaten.de), schlug mir vor, den gesamten Entstehungsprozess mit diesem Blog zu dokumentieren. Sie hat die Redaktion übernommen, schreibt die Berichterstattung und führt mit allen Beteiligten Interviews. Dadurch hat jeder die Möglichkeit, seine Arbeit vorzustellen und Leser können den aktuellen Stand der Produktion mitverfolgen. Besonders freut es mich, dass Imke Strank, die für das Kindercasting und die Betreuung der Kinder am Set verantwortlich war, von einem österreichischen Filmemacher aus Salzburg angefragt wurde, ob sie bei seinem Film das Kindercasting durchführen wolle. Er wurde über unser Blog auf sie aufmerksam. Netzwerk ist in der Filmbranche unheimlich wichtig.
Foto: Oliver Boczek

      Tumblr-User im Blickpunkt: Oliver Boczek

      Der Kieler Filmemacher Oliver Boczek hat über Umwege zum Film gefunden. Als Autodidakt arbeitete er zunächst bei zahlreichen Filmproduktionen in verschiedenen Bereichen, um schließlich eigene Kurzfilme zu realisieren. Bei seinem aktuellen Kurz-Spielfilm „Der kleine Kaiser“ lässt er über das Blog oliver-boczek die Öffentlichkeit an der Entstehung seines Filmes teilhaben. Es erzählt die Geschichte des Films vom Casting über den Dreh und die Postproduktion bis hin zur Premiere und dem Weg zu den Filmfestivals.

      Oliver, könntest du kurz umreißen, worum es in „Der kleine Kaiser“ geht? Ist es ein Film für Kinder oder für alle Altersgruppen? Wo wird man den Film sehen können?

      „Der kleine Kaiser“ ist eine märchenhafte Erzählung über einen Jungen, der sich in eine Fantasiewelt flüchtet, um der Realität zu entkommen. In dieser Welt ist sein Vater der Kaiser eines fernen Planeten. Zusammen mit seiner Freundin Lisa möchte er diesen Planeten mit einer selbst gebastelten Rakete besuchen. Außerdem tritt er selbst nur noch mit Krone und Gewand auf. Das führt natürlich zu Konflikten. „Der kleine Kaiser“ ist nicht direkt ein Kinderfilm, sondern für Zuschauer aller Altersklassen gedacht. Premiere wird im März 2013 auf dem Schleswig-Holsteinischen Filmfest Augenweide in Kiel sein. Danach wird der Film europaweit auf Filmfestivals zu sehen sein.

      Was für Projekte hast du bisher gemacht und wie ist „Der kleine Kaiser“ da einzuordnen (z.B. von der Größenordnung, vom Budget her etc.)?

      Bevor ich meine Leidenschaft zum Filmemachen entdeckte, hatte ich einen eher bodenständigen, kaufmännischen Beruf. Da ich damit nie so recht glücklich gewesen bin, habe ich mich entschieden, den Sprung ins Filmbusiness zu wagen. Das beginnt meistens mit Kurzfilmen, da man sich hier ausprobieren kann und die Finanzierung überschaubar bleibt.

      „Der kleine Kaiser“ ist vom Budget und der Länge des Films her mein bisher umfangreichstes Projekt. Trotz Filmförderung und externer Unterstützung mussten wir sehr viel Geld einsparen. Unsere Drehzeit war daher mit zwölf Tagen sehr eng. Das Team hat auf seine Gage verzichtet und den gesamten Dreh durchgearbeitet. Wäre das nicht so gewesen, wäre das Projekt nicht machbar gewesen. Dafür bin ich sehr dankbar. Meine bisherigen Filme wie „Schlüsselerlebnis“ (Fünf Drehtage) und „Nackte Tatsachen“ (Drei Drehtage) waren dagegen vom Produktionsaufwand her eher bescheiden.

      Wie kam es zu der Idee, die Entstehung des Films in einem Blog festzuhalten?

      Wir wollten mit dem Blog zeigen, dass Filmemachen Teamarbeit ist. Viele am Projekt Beteiligte bleiben leider meist unbemerkt im Hintergrund. Eine befreundete Bloggerin von mir, Jessica Dahlke (www.kult-literaten.de), schlug mir vor, den gesamten Entstehungsprozess mit diesem Blog zu dokumentieren. Sie hat die Redaktion übernommen, schreibt die Berichterstattung und führt mit allen Beteiligten Interviews. Dadurch hat jeder die Möglichkeit, seine Arbeit vorzustellen und Leser können den aktuellen Stand der Produktion mitverfolgen. Besonders freut es mich, dass Imke Strank, die für das Kindercasting und die Betreuung der Kinder am Set verantwortlich war, von einem österreichischen Filmemacher aus Salzburg angefragt wurde, ob sie bei seinem Film das Kindercasting durchführen wolle. Er wurde über unser Blog auf sie aufmerksam. Netzwerk ist in der Filmbranche unheimlich wichtig.

      Foto: Oliver Boczek